Was Werner nicht schafft, schafft Hummels

11.09.2021 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

11. September

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Was Werner nicht schafft, schafft Hummels

Mach uns den Werner !!! So hallte es heute sehr oft über den Platz, wenn mal wieder ein Stürmer eine riesen Chance vergeben hatte. Und das traf auf beiden Seiten zu, hauptsächlich aber bei dem armen Carmelo. Aber was Werner nicht schafft, das schafft halt Hummels wie gegen Frankreich. So auch bei uns heute. Und trotz aller liegengelassenen Chancen war Wolfgang heute endlich „the Man oft he Match“.

Peter war heute, eindeutig dokumentiert, pünklichst und als Erster da !!! Aber es war ja auch sein Wunschwetter: bedeckt, kühl und leichter Nieselregen. Aber Peter blieb nicht alleine heute, denn es gesellten sich noch 14 weitere VEB’ler zu ihm, wenn auch erst nach und nach. Auch Carmelo, Lucky und Flo waren nach den Ferien wieder mit dabei. Nachdem wir die Mannschaften mit einigen kleinen Korrekturen hin und her eingeteilt hatten, kam auch noch Pellegrino ganz kurz vor Beginn dazu und so ging es dann mit 7 Gelben gegen 6 Blaue los.

Die Blauen mit Wolfgang im Tor, Peter und Arne hinten und davor mit Pellegrino, Ludwig und Wolfgang, dem Ingo hatten Anstoß, aber sie kamen kaum in die gelbe Hälfte. Denn die Gelben mit Martin im Tor, Mäthes, Thomas und Flo in der Abwehr und davor mit Lucky, Achim und Carmelo griffen gleich beherzt an und eroberten den Ball.

Die Gelben in ihrer Überzahl übernahmen dann sofort das Kommando und setzten sich in der blauen Hälfte fest. So ergaben sich erste Chancen für die Gelben. Die Blauen wehrten sich nach Kräften, kamen aber trotzdem nicht in die gelbe Hälfte.

Dann spielte Pellegrino einen zu kurzen Querpass im Mittelfeld. Thomas konnte den Ball abfangen und rannte sofort nach vorne. Thomas passte steil auf Carmelo, der alleine vor Wolfgang auftauchte und den Ball zum 1 : 0 im Tor unterbringen konnte. Bis dahin waren die Blauen noch nicht einmal auch nur in die Nähe des gelben Strafraums gekommen.

Aber das änderte sich nach diesem Tor schlagartig. Denn nun setzten die Blauen ihre technischen Fähigkeiten gekonnt ein und wurden trotz ihrer Unterzahl ebenbürtig. So ging es nun flott hin und her, aber die Gelben stürmten etwas zu leichtsinnig nach vorne. Thomas als Abwehrchef tummelte sich vor dem blauen Strafraum, als die Blauen den Ball eroberten und schnell nach vorne spielten. Das gelbe Abwehrzentrum war verwaist und genau dahin rannte Ingo. Prompt wurde er angespielt, nahm den Ball an und haute ihn zum 1 : 1 ins Eck.

Ingo machte also genau da weiter, wo er am Mittwoch aufgehört hatte. Denn dort hat er im 2. Spiel alle fünf Tore seiner Blauen geschossen und diese überragende Form nahm er mit ins heutige Spiel.

Den Gelben war dieser Blitzangriff keine Mahnung, denn sie stürmten fleißig weiter und meist mit (zu)viel Mann. Aber in das gelbe Angriffsspiel schlich sich der eine und andere Fehler und dies nützten Blauen eiskalt aus. Diesmal war es Flo, der sich an der blauen Eckfahne befand, als die Blauen einen Konter starteten. Ludwig wurde angespielt und ließ Martin erneut keine Chance, es stand 2 . 1 für die Blauen.

Die Gelben wurden nun etwas vorsichtiger, Martin bestand auf mindestens einer Absicherung nach hinten, denn Ingo war ein ständiger und vorallem pfeilschneller Unruheherd. Ständig war Ingo in Bewegung und attackierte unerbittlich und erbarmungslos jeden ballführenden Gelben vorne. Pellegrino versuchte den Aktivbolzen Ingo etwas zu bremsen und erinnerte ihn daran, dass die Blauen in Unterzahl spielten und dass es noch lange ging mit dem Kick. Aber Ingo ließ sich davon wenig beeindrucken und presste weiter sehr energisch vorne.

Die Gelben waren trotzdem ebenbürtig und erspielten sich Chancen und einige Ecke. Eine davon brachte Carmelo sehr gefährlich aufs Tor, Wolfgang konnte den Ball gerade noch über die Latte lenken. Die darauf folgende Ecke von der anderen Seite spielte Carmelo kurz und flach auf Achim, der sofort schoss. Pellegrino konnte den Schuss abblocken, aber der Ball fiel Achim wieder vor die Füße. Und gegen seinen zweiten Schuss war kein Kraut gewachsen, der Ball schlug im Tor ein zum 2 : 2 Ausgleich.

Das Tor gab den Gelben Auftrieb, die nun wieder das Kommando übernahmen und weiter angriffen. Aber sie mussten stets auf der Hut vor möglichen blauen Kontern sein, die immer sehr gefährlich waren. Und das waren die Gelben auch und trotzdem waren sie vorne brandgefährlich. Carmelo wurde freigespielt und haute den Ball zur erneuten Führung der Gelben zum 3 : 2 ins Netz.

In der Folgezeit hätte Carmelo diese Führung locker zum Sieg der Gelben ausbauen können, aber er vergab alle weiteren sich ihm bietenden Chancen. Die größte hatte er, als er steil geschickt wurde, alleine vor Wolfgang auftauchte und versuchte, den Ball über den aus seinem Tor heraus laufenden Wolfgang zu heben. Aber anstatt seinen rechten Fuß zu nehmen, probierte es Carmelo mit seinem starken linken Fuß. So aber setzte er den Ball knapp neben den Pfosten.

Da machten es die Blauen auf der anderen Seite einfach besser. Wieder einmal wurde Ingo steil angespielt und trotz enger Bewachung durch Thomas konnte Ingo den Ball annehmen. Ingo drehte sich um Thomas herum und schoss hart aufs Tor. Martin kam zwar noch mit den Hand an den Ball, aber der Schuss war zu scharf und schlug zum 3 : 3 Ausgleich im Tor ein.

Die Blauen übernahmen nun wieder das Kommando. Dank Pellegrino, Ludwig und vorallem Ingo waren sich beweglicher und schneller und die gelbe Abwehr bekam sie nie richtig in Griff. Wenn sich dann noch Peter und Arne mit in den Angriff einschalteten, herrschte meist Alarmstufe Rot im gelben Strafraum. Und das kam häufig vor.

Durch diesen permanenten Druck kam das gelbe Spiel merklich ins Stocken und den Gelben unterliefen immer mehr Fehler. So kamen die Blauen immer wieder schnell in Ballbesitz und sie wussten mit dem Ball mehr anzufangen als die Gelben. Die Blauen (Ingo ??) gingen rechts durch und flankten dann flach und scharf nach innen. Eigentlich sollte der Ball zu Arne, aber Ludwig schaltete blitzschnell, fuhr seinen Fuß aus und schoss den Ball mit dem Innenrist neben dem Pfosten zur 4 : 3 Führung ins Tor.

Die Gelben kamen nun einfach nicht mehr richtig ins Spiel hinein und wenn sie mal nach vorne kamen und sich Chancen erspielten, wurden sie kläglich vergeben oder Wolfgang hielt alles was auf sein Tor zuflog.

Auch in dieser Hinsicht waren die Blauen effizienter. Wieder wurde Ingo steil geschickt, kein Gelber war da um ihn zu stören. So konnte Ingo alleine auf Martin zulaufen. Martin kam aus seinem Tor heraus, Ingo umspielte ihn leichtfüßig und schob den Ball zum 5 : 3 Sieg der Blauen ins Netz.

So ging es in die verdiente Pause. Bei den Gelben setzte nun munteres Wechselspiel im Tor ein, denn Martin wollte unbedingt auch mal draußen spielen. Den Anfang machte Amir, stattdessen ging Martin nun ins Abwehrzentrum  und so ging es in das 2. Spiel.

Amirs Einstand im Tor missriet, denn schon bei einem der ersten blauen Angriffe überrannte Ingo den doch merklich langsameren Martin. Ingo lief alleine auf Amir zu, der aus seinem Tor heraus kam. Ingo behielt die Nerven und schob den Ball unter dem sich werfenden Amir hindurch zur 1 : 0 Führung der Blauen ins Netz.

Die Gelben stellten nun wieder um, Mäthes ging ins Abwehrzentrum und Martin auf die linke Abwehrseite. Damit war es dann aber lange Zeit vorbei mit dem Tore schießen, denn nun übernahm (Timo) Werner das Kommando. Chance um Chance erspielten sich beiden Mannschaften, aber alle wurden kläglich vergeben. Besonders Carmelo war vom Werner-Syndrom befallen, denn er alleine hätte das Spiel mit seinen vielen Chancen für seine Gelben siegreich beenden können.

Immer wieder kam Carmelo frei und / oder alleine vor Wolfgang zum Schuss, aber all seine Versuche scheiterten. Das lag oft an Carmelos Unvermögen, aber genauso oft hielt Wolfgang glänzend. Immer wieder stellte sich Wolfgang den Schüssen in den Weg und er hielt sie alle !!! Wolfgang schien die Bälle magisch anzuziehen, denn auch Mäthes und Achim hatten einige Chancen, aber auch sie schossen jedes Mal Wolfgang an oder vorbei.

Es war zum Verzweifeln für die Gelben, aber auch die Blauen machten es nicht besser, wenn auch nicht so krass wie die Gelben. Auch Ingo hatte plötzlich große Ladehemmungen und brachte kaum noch etwas zustande. Da ertönte immer häufiger der Ruf: „Mach uns den Werner“ über den Platz und in dieser Hinsicht waren wir Werner wirklich ebenbürtig.

Und wie das so ist, wenn die Stürmer keine Tore schießen müssen es halt die Verteidiger tun. Und das taten sie auch, wenn auch in die verkehrte Richtung. Denn sie eiferten nun Mats Hummels nach, der es ihnen im Frankreichspiel so erfolgreich vorgemacht hatte.

Den Anfang machte Thomas. Eine weite, flache Flanke flog in den gelben Strafraum, Thomas wollte klären und fuhr seinen Fuß aus. Von diesem sprang dann der Ball am verdutzten Flo im Tor vorbei ins eigene Netz zur 2 : 0 Führung der Blauen.

Das wollten die Blauen dann anscheinend unbedingt nachmachen. Denn kurze Zeit später zog Mäthes zentral ab. Diesmal war es Bllaca, der seinen Fuß in den Schuss rein hielt und so lenkte Bllaca den Ball unhaltbar für Wolfgang zum 1 : 2 Anschlusstreffer ab.

Mit diesen beiden Eigentoren hatten dann Hummels und Werner ausgedient, denn nun trafen die Stürmer wieder. Ingo war der Erste, der wieder traf. Nach einer schönen, für die Gelben verwirrenden Kombination, kam Ingo frei zum Schuss und schon stand es 3 : 1, Flo im Tor hatte keine Chance.

Die Blauen waren nun wieder deutlich besser, die Gelben bekamen die blauen Angriffe nie in Griff und so rollten viele blaue Angriffe auf das gelbe Tor. Der schönste blaue Angriff brachte dann das 4 : 1. Über mindestens vier Stationen lief der Angriff und Pellegrino hatte genau aufgepasst, was seine Stürmer dabei so taten.

Pellegrino stellt fest, dass jeder Beteiligte den Ball sofort annahm, sich um 180 Grad drehte und den Ball dann trotz Bedrängnis exakt zum nächsten Mitspieler weiter spielte. Erst spielte Pellegrino auf Ingo, der dann weiter auf Ludwig spielte (oder war es andersherum ???). Auf jeden Fall wurde zum Schluss Bllaca angespielt, der alleine vor Flo auftauchte. Bllaca nahm den Ball an, drehte sich wie alle anderen Blauen vorher auch und schoss den Ball am chancenlosen Flo vorbei zum 4 : 2 ins Tor. Ein toller Tor !!!

Aber so leicht wollten sich die Gelben nun doch nicht geschlagen geben. Sie rafften sich nochmals auf und griffen nun ihrerseits wieder an. Und sie zeigten, dass auch sie zu wunderschönen Kombinationen fähig waren. Erleichtert wurde es den Gelben durch die Blauen, bei denen sich nun doch der eine und andere Fehler einschlich.

So einen Fehler nutzten die Gelben eiskalt aus. Im Mittelfeld eroberten die Gelben so den Ball und schalteten sofort auf Angriff um. In Überzahl liefen Achim und Carmelo auf den armen allein gelassenen Peter zu. Carmelo passte im richtigen Augenblick hinaus zu Achim, der so Peter auf sich zog. Achim passte dann zurück in die Mitte zu Carmelo, der alleine vor Wolfgang war. Und dann hatte auch Carmelo sein Werner-Syndrom überwunden, indem er den Ball souverän neben dem Pfosten ins Netz zum 2 . 4 schob.

Dieses Tor gab den Gelben mächtig Auftrieb, denn sie wurden nun überlegen. Die Blauen wurden hinten rein gedrängt  und Carmelo nutzte seine nächste Chance, als er zentral angespielt wurde und den Ball zum 3 : 4 Anschlusstreffer versenkte.

Die Gelben waren nun richtig in Schwung und noch mehr in Fahrt. Das Spiel stand auf der Kippe. Und dann wollte Flo aus dem Tor raus und so ging Martin wieder rein. Oh wäre Martin doch draußen geblieben, wer weiß, was für einen Verlauf das Spiel noch genommen hätte.

Ein harmloser Schuss kam aufs gelbe Tor, Martin hatte alle Zeit der Welt, sich zu bücken und den Ball mit den Händen aufzunehmen. Aber Martin wollte das Spiel schnell machen und den Ball nach rechts zu Lucky spielen. Nur sein Schuss missriet und flog ins Aus.

Die Blauen führten den Einwurf schnell aus, die Gelben waren nicht wach genug und hatten keine Zugriff auf Ball und Gegner. So konnten die Blauen den Ball laufen lassen, spielten ihn steil auf Bllaca, der den Ball quer auf den zweiten Pfosten legte zum gänzlich allein gelassenen Ingo. Und der hatte keine Mühe den Ball zum verdienten 5 : 3 Sieg der Blauen ins Netz zu schießen.

Mit diesem seinen insgesamt sechsten Tor heute avancierte Ingo endgültig zum „Man oft he Match“, einen Titel, den er sich schon lange gewünscht hatte: Gratulation dafür !!!

So beendeten wir unsere Kicks heute etwas früher. Es waren noch 5 Minuten Zeit, aber niemand wollte sich mehr verletzen. Zudem waren wir glücklich, dass wir das Spiel heute ohne verbale Eskalation beendet hatten und gingen alle sehr entspannt und glücklich nach Hause.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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