Paukenschlag-Beginn und krönender Abschluss

03.02.2018 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

3. Februar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Paukenschlag-Beginn und krönender Abschluss

Anfang gut, alles gut; Ende Scheiße, alles Scheiße. Unter diesem Motto standen unsere Kicks heute. Während ein toller Beginn die einen beflügelte und dieses Hochgefühl bis zum Ende anhielt, trugen die anderen an ihrem Missgeschick schwer und konnten sich von dieser Last nie richtig befreien. Denn merke: ein früh gezogener Zahn kann sich entscheidend auf den weiteren Verlauf auswirken. Begleitet wurde das Ganze durch die Präsentation der neusten VEB-Mode, des knapp geschnittenen Tanginis. Und gekrönt wurde der Spieltag durch ein tolles Abschluss-Tor.

Bei kaltem und trübem Wetter trafen sich heute immerhin 16 VEB’ler zu ihrem Kick. Nach dem Aufwärmen verteilte Carmelo die Leibchen. Kaum hatte Mäthes sein orangenes Leibchen an, brach Claus in begeistertes Lachen aus, denn Mäthes präsentierte, wohl eher unfreiwillig, die neuste VEB-Mode, den knapp geschnittenen Tangini. Trotz eindringlichen Bittens von Claus war Mäthes allerdings nicht zu bewegen, bei der Präsentation seine schwarze Hose auszuziehen, um den Tangini noch mehr zur Geltung zu bringen. So begannen wir leicht erheitert mit 8 Gelben gegen 8 Orangene.

Die Gelben mit Gernot im Tor, Ali, Tom und Peter in der Abwehr, Lucky und Jörg im Mittelfeld und vorne mit Achim und Carmelo begannen sehr schwungvoll. Die Orangenen mit Martin im Tor, Mäthes, Dieter und Claus hinten, Klaus und Ludwig im Mittelfeld und vorne mit Jonas und Wolfgang wurden sofort in die eigene Hälfte gedrängt. Und aus dieser kamen die Orangenen dann auch erst einmal auch kaum mehr heraus.

Gleich beim ersten gelben Angriff wurde Carmelo steil angespielt. Carmelo nahm den Ball blitzschnell an, drehte sich und schoss platziert. Der Ball flog hoch in Richtung Kreuzeck und wäre dort auch eingeschlagen, wäre Martin im Tor nicht mit einem tollen Hechtsprung nach dem Ball gesprungen. So konnte Martin den Ball gerade noch mit der Faust ganz knapp über die Querlatte lenken und sich danach für diese Tat feiern lassen.

Mit dieser Aktion hat Martin den Gelben den Zahn gezogen, denn die anschließende Ecke brachte nichts ein und alle weiteren Angriffe der Gelben danach auch nichts mehr. Denn diese Aktion hat die Orangenen beflügelt und sie übernahmen nun sehr schnell das Kommando über das Spiel. Wolfgang und Jonas waren vorne immer anspielbar und diese Anspielstationen nutzten Klaus, Mäthes und Ludwig weidlich aus. So verlagerte sich das Spiel schnell in die gelbe Hälfte und Martin im Tor wurde arbeitslos. Um sich warm zu halten, griff er des Öfteren zum Fotoapparat und das Treiben seiner Orangenen vor Gernots Tor zu dokumentieren.

Der erste schöne Angriff der Orangenen führte dann zur 1 : 0 Führung. Martin hatte den Ball nach links auf Mäthes gespielt, der den Ball dann quer auf die andere Seite zu Claus spielte. Claus leitete den Ball steil weiter nach vorne auf den startenden Wolfgang. Wolfgang passte zu Klaus, der den Ball in die Mitte zu Jonas schlug. Jonas, mit dem Rücken zum Tor, haute den Ball mit der Hacke neben dem Pfosten zum 1 : 0 ins Netz. Ein wunderschön heraus gespieltes Tor !!!

Das hat den Gelben wohl endgültig den Rest gegeben, denn danach lief so gut wie nichts mehr bei ihnen. Besonders deutlich wurde dies beim 2 : 0. Peter wurde hinten von Gernot angespielt, Wolfgang griff Peter an  und Peter wollte Wolfgang elegant ausspielen um den Ball dann nach vorne zu spielen. Aber das klappte nicht, Wolfgang ahnte Peters Bewegungsabläufe, hielt sein Bein dazwischen, schnappte sich so den Ball, lief alleine auf Gernot zu und haute den Ball zum 2 . 0 ins Netz. So etwas passiert Peter eher selten, aber für heute war es typisch für sein Spiel und das seiner Gelben.

Denn auch den anderen Gelben gelang nicht sehr viel. Kaum hatten sie den Ball, wurden sie von den Orangenen attackiert und spätestens der zweite oder dritte Pass war dann ein Fehlpass und der Angriff löste sich damit in (Un)Wohlgefallen auf. So kam kaum noch ein konstruktives Spiel zustande und der Frustpegel der Gelben begann zu steigen.

Mit solchen Problemen mussten sich die Orangenen nun wirklich nicht auseinander setzen, denn ihr Spiel lief präzise wie ein Uhrwerk. Mäthes und Klaus setzten von hinten mit ihren genauen, langen Pässen immer wieder Wolfgang und Jonas vorne in Szene und in der Mitte herrschte souverän Ludwig.

So spielte sich das Geschehen weitgehendste in der gelben Hälfte ab und es gab mal wieder eine Ecke für die Orangenen. Klaus legte sich den Ball zurecht, Martin zückte seine Digicam und dann schlug Klaus den Ball genau auf den am zweiten Pfosten stehenden Wolfgang. Wolfgang, gänzlich unbedrängt, nahm den halbhohen volley mit links, Martin drückte auf den Auslöser und der Ball schlug zum 3 : 0 im Netz ein.

So ging das munter weiter. Martin fror sich hinten einen ab, während seine Orangenen sich vorne wunderbar amüsierten. Das konnte man von Gelben wirklich nicht behaupten, denn ihr Spiel war weiterhin reines Stückwerk (um es positiv auszudrücken).

Die Orangenen spielten sich die Chancen beinahe nach Belieben heraus und eine davon nutzte Klaus (??) zum 4 : 0. Nur noch sporadisch kamen die Gelben nach vorne. Achim ging rechts durch, drehte nach innen und zog ab. Martin musste nur seine Faust ausfahren, um diesen Ball ins Aus zu boxen. Dieter hätte so einen Ball wohl gefangen, aber sicher ist sicher und der anschließende Einwurf brachte den Gelben auch nichts ein.

Dafür aber der nächste Angriff. Die Gelben hatten sich nun auch auf Pressing verlegt und damit hatten die Orangenen nicht gerechnet. Plötzlich waren sie unter Druck. Die Orangenen bekamen den Ball hinten nicht weg. Mäthes passte auf Dieter, Dieter auf Claus, aber nirgends war eine Lücke nach vorne. So konnte Achim den Ball gegen Claus (??) erobern. lief noch ein, zwei Schritte und zog dann ab. Dieter versperrte Martin die Sicht und so schlug der Ball neben dem Pfosten zum 1 : 4 ein.

Aber wie Dieter richtig sagte, es sei nichts passiert und die Orangenen beendete die kleine Drangphase der Gelben und damit auch das erste Spiel auf ihre Art. Mäthes wurde hinten rechts angespielt, schnappte sich den Ball und überrannte alle Gelben, die sich ihm in den Weg stellten, und das waren nicht wenige. So tauchte Mäthes schließlich in vollem Lauf frei vor Gernot und haute den Ball zum verdienten 5 : 1 Sieg der Orangenen ins Netz. Bei diesem tollen Sololauf hat ihn sein Tangini bestimmt nicht behindert, ganz im Gegenteil.

In der Pause ging Dieter bei den Gelben ins Tor, damit Martin sich auch einmal bewegen und warm werden konnte. Aber am Spielverlauf hat dies nichts geändert, Mäthes wurde Abwehrchef und Martin ging auf die rechte Abwehrseite. Die orangene Angriffsmaschinerie lief sofort wieder auf Hochtouren, gleich beim ersten orangenen Angriff wurde Jonas rechts steil geschickt und ließ Gernot keine Chance, es stand früh 1 : 0 für die Orangenen.

Die Orangenen hielten die Schlagzahl hoch und setzten sich wieder in der gelben Hälfte fest. Klaus war nun die Schaltzentrale im Mittelfeld, kräftig unterstützt von Ludwig. Klaus lief mit dem Ball aufs gelbe Tor zu, wurde angegriffen, lief etwas nach rechts um dann den Ball quer auf den mitgelaufenen Ludwig zu legen. Ludwig nahm den Ball aus vollem Lauf mit dem Innenrist (!!! und NICHT mit seiner Pike !!!) und setzte den Ball so präzise neben den Pfosten zur 2 : 0 Führung der Orangenen.

Dieter war bis dahin kaum geprüft worden, aber das änderte sich nun langsam, denn die Gelben wurden nun etwas besser. So kamen sie wenigstens ab und zu vor Dieters Tor. Bei einem dieser Angriffe gelang dann Carmelo der Anschlusstreffer zum 1 : 2. Aber gleich im Gegenzug stellten die Orangenen den alten Abstand wieder her, als Wolfgang steil geschickt wurde und den Ball im Netz versenkte.

Aber diese gelben Angriffe kamen nur sehr sporadisch richtig gefährlich nach vorne. Meistens aber stellten sich die Gelben schon im hinteren Drittel selber ein Bein. Typisch dafür ist die folgende Szene. Aus der gelben Abwehr heraus wir Achim vor der Abwehr angespielt. Völlig unbedrängt will Achim den Ball hinaus auf die linke Seite zu Peter passen. Aber der Pass missglückt gewaltig, denn der Ball fliegt weit vor Peter ins Seitenaus.

Aber nicht nur Achim sind solche Missgeschicke passiert. Auch der sonst sehr passsichere Peter verhaut viele Bälle und Lucky stand den Beiden in nichts nach, von Ali ganz zu schweigen. So blieb das gelbe Angriffsspiel meist Stückwerk. Es gab nur noch einen gefährlichen Angriff der Gelben in diesem Spiel.

Achim kam über rechts angerannt, hatte freie Bahn und flankte exakt auf den zweiten Pfosten, wo Carmelo mitgelaufen war. Carmelo war ungedeckt und kam an den Ball. Dieter kam aus seinem Tor heraus, verkürzte geschickt den Winkel und verleitete Carmelo so, den Ball ganz knapp neben dem Pfosten ins Aus zu setzen. Da wäre mehr drin gewesen.

Da machten es die Orangenen viel besser. Aber erst einmal erinnerte uns alten VEB’ler Jonas an seinen Vater Kurt, als er im vollem Lauf einen Ball weit über das Tor in die dahinter liegende Pferdekoppel knallte. Ganz der Vater halt.

Dieser Spruch wandelte sich kurz danach in ein großes Lob. Klaus bekam im Mittelfeld den Ball und spielte ihn direkt zwischen die gelbe Abwehr in den Lauf von Jonas. Der lief alleine auf Gernot zu und versenkte den Ball ohne Mühe zum 4 : 1. Ganz der Vater !!! Klaus (und die anderen Orangenen auch) war so angetan von seinem Traumpass, dass er sich lauthals wünschte, auch mal so einen Pass zu erhalten.

Das Spiel war dann kurz danach beendet, als Mäthes, der ja eigentlich Abwehrchef war, es hinten nicht mehr aushielt, sich den Ball schnappte, links nach vorne lief und dann im richtigen Moment quer spielte. Dort nahm Klaus (??) den Ball auf und versenkte ihn zum verdienten 5 : 1 Sieg der Orangenen.

In der Pause gab es dann weitere Wechsel. Bei den Orangenen ging nun Claus ins Tor und auch die Gelben stellten um. Carmelo hatte genug von der frustrierenden Sturmspitze und ging zurück in die Abwehr, währenddessen Tom nach vorne ging.

Auf das Spiel hatten diese Wechsel erst einmal keinen Einfluss, denn die Orangenen beherrschten weiterhin das Spiel. Gleich bei einem der ersten Angriffe hätte eigentlich das 1 : 0 fallen müssen. Mäthes war links durchgegangen und flankte hoch und vorallem präzise auf den zweiten Pfosten, wo Wolfgang mitgelaufen war und völlig alleine auf den Ball wartete. Der Ball senkte sich genau auf Wolfgangs Kopf, aber anstatt den Ball zu drücken köpfte Wolfgang den Ball aus kurzer Entfernung über das Tor.

Und die Orangenen hatten weitere gute Möglichkeiten, die sie aber alle liegen ließen. Vielleicht lag es daran, dass später Zweifel an dem jeweiligen Spielstand auftraten. Aber nun kamen auch die Gelben besser ins Spiel. Plötzlich klappte deren Zusammenspiel besser, Carmelo hielt es nicht mehr hinten, er wurde vorne angespielt, eine kurze Drehung und es stand 1 : 0 für die Gelben. Ihre erste Führung heute, aber auch ihre letzte.

Da gab es schon die ersten Diskussionen über den Spielstand. Einige meinten, es stünde 1 : 1, aber den orangenen Torschützen konnte niemand nennen. Und der Chronist hat auch kein orangenes Tor registriert. Diese Diskussionen tauchten dann in der Folgezeit bei den nächsten Toren immer wieder auf. Aber zum Schluss einigten wir uns darauf, dass die Orangenen noch kein Tor geschossen hatten.

Das hielt die Orangenen aber nicht davon ab, auch ihrerseits gefährliche Angriffe zu starten. Mäthes hob den Ball elegant über die gelbe Abwehr hinweg auf den durchgelaufenen Klaus. Klaus legte sich leicht quer in die Luft und haute den Ball mit links neben dem Pfosten zum 1 : 1 Ausgleich ins Tor: ein TOLLES Tor.

Leider hat Klaus in der Folgezeit nicht mehr so genau gezielt, denn seine weiteren Schüssen gingen alle am Tor vorbei oder landeten direkt bei Gernot. Die orangene Führung war dann beinahe eine Kopie des ersten Angriffes in diesem Spiel. Mäthes ging wieder links durch und flankte hoch auf den zweiten Pfosten. Diesmal flog der Ball viel näher zum Tor, klatsche auf die Querlatte und fiel genau auf den Kopf des mitgelaufenen Wolfgang. Der konnte aus ein paar Zentimeter Entfernung beinahe garnicht anders, als den Ball zur 2 : 1 Führung ins Tor zu köpfen.

Danach hatte Claus im orangenen Tor genug vom Torwartsein und Martin dufte/musste wieder ins Tor. Und Martin bekam gleich einiges zu tun, denn das Spiel wurde nun ausgeglichener. Die größeren Chancen hatten aber weiterhin die Orangenen. Und sie hatten auch richtig Pech.

Wolfgang wurde rechts freigespielt und lief alleine auf Gernot zu. Wolfgang holte aus und traf nur den Innenpfosten. Von dort sprang der Ball vor die Füße des mitgelaufenen Klaus, der sofort schoss. Aber der Ball prallte vom Kreuzeck weg ins Aus. Was für eine Chance !!!

Da machten es die Gelben auf der Gegenseite schon besser. Carmelo ging wieder steil, konnte nicht richtig gebremst werden und konnte so steil nach vorne in den Lauf von Jörg flanken. Martin kam aus seinem Tor heraus, aber Jörg behielt die Übersicht und schob den Ball an Martin vorbei neben dem langen Pfosten ins Netz zum 2 : 2 Ausgleich. Dort wären auch Achim sowie Ali bereit gestanden, um den Ball ggf. noch über die Linie zu drücken.

Das Spiel wogte nun längere Zeit hin und her, es gab Chancen auf beiden Seiten und die Zeit verstrich. Bei Gernots Tor war auch schon Franz-Josef erschienen, der heute krank war. Aber die anschließende Geburtstagsfeier von Dieter wollte er sich nicht entgehen lassen.

Aber davon waren wir noch ein gutes Stück weit entfernt, denn es fehlten uns mindestens drei Tore. So verrann die Zeit, bis dann Jonas endlich wieder ein Tor gelang. Schön freigelaufen erreichte ihn ein Querpass, den Jonas aus kurzer Entfernung über die Linie drückte zur 3 : 2 Führung.

Martin rechnete schon mit dem Ende des Spiels, aber es ging munter weiter. Die Gelben bauten nun wieder etwas ab und ihre Fehlpässe häuften sich wieder. Jörg verhungerte wieder vorne in der Sturmspitze und ließ seinem Frust freien Lauf. Geändert hat dies am gelben Spiel nichts, denn ihn erreichten weiterhin kaum noch Bälle.

Mäthes dagegen konnte darüber nicht klagen. Ein präziser Pass in seinem Lauf und Mäthes haute den Ball mit seiner linken Klebe unhaltbar ins Netz zum 4 : 1. Ein Ende war absehbar. Dass es allerdings auf die folgende Art passierte, damit hatte niemand gerechnet.

Eine hohe Flanke segelte in den gelben Strafraum auf die linke Seite, wo Mäthes sich frei lief. Ali bemerkte dies und stellte sich in die Flugbahn des Balles. Ali kam früher an den Ball und wollte ihn weghauen. Das gelang Ali auch, wenn auch nicht in die gewünschte Richtung. Denn Ali setzte den Ball technisch perfekt an Gernot vorbei ins eigene Netz zum 5 : 2 Sieg der Orangenen. Ein krönender, wenn auch bestimmt nicht gewollter Abschluss unserer Spiele heute.

Nun durften wir uns endlich auf zum Pavillon machen, Dieters Geburtstag mit einiger Verspätung feiern zu können. Dieter verwöhnte uns mit Bier, O-Saft sowie Sekt und zum Knabbern gab es Brezn mit diversen Hartwürsten. Nach dem von Franz-Josef angestimmten Geburtstagsständchen war das Buffet eröffnet und wir ließen es uns schmecken.

Hier der Rest vom Geburtstagsständchen

Vielen Dank Dieter !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


Zurück