Martin ist ein Neutrum

25.11.2017 14:30 von Chronicle Redakteur Martin

25. November

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Martin ist ein Neutrum

Ganz zufrieden äußerte Dieter nach dem zweiten Spiel diesen Satz: „Martin ist ein Neutrum, für uns ungefährlich, für die eigene Mannschaft nutzlos“. Nun, so ganz Unrecht hatte Dieter damit nicht, denn in diesem Spiel gehörte Martin wahrlich nicht zu den auffälligen Spielern. Auch wenn Martin diese Ansicht nicht hundertprozentig teilte, fand Martin auch ein Kompliment in der Aussage. Denn sie beinhaltet immerhin auch, dass Martin seiner Mannschaft nicht geschadet hat indem er z.B. eines seiner früher beliebten Eigentore geschossen hat.

Bei herrlichem aber etwas kaltem Spätherbstwetter trafen sich 11 VEB’ler zu ihrem Kick heute, auch Jonas, der Sohn von Kurt war wieder mit dabei. Wir hatten einige Probleme, auf den Platz zu kommen, aber dann gelang es uns doch. So konnten wir Wolfgang zu seinem Geburtstag gratulieren und die Lose für das Wichtel abholen. Danach verteilte Achim die Leibchen und auf einem verkleinerten Halbfeld ging es dann mit 6 Gelben gegen 5 Orangene beinahe pünktlich los.

Die Gelben mit Martin im Tor, Jörg, Dieter und Tom in der Abwehr und davor mit Wolfgang und Achim kamen sofort gut ins Spiel. Die Orangenen mit Gernot im Tor, Robert und Franz-Josef hinten und davor mit Klaus und Jonas wurden gleich hinten rein gedrängt.

Die Gelben hatten Anstoß und gleich ihr erster Angriff führte zu einer Ecke. Die brachte zwar nichts ein, aber zwei, drei Ecken später war es dann geschehen. Achim wurde links angespielt und passte in die Mitte zu Wolfgang. Der hätte schießen können, passte aber zurück auf Achim, der nun völlig frei war. Und diese Chance ließ sich Achim nicht entgehen und setzte den Ball neben dem Pfosten zur frühen 1 : 0 Führung ins Netz.

Martin im gelben Tor hatte bis dahin noch nicht eine Ballberührung und somit einige Zeit, sich seinem Zweitjob als Fotograph zu widmen, denn die Gelben waren praktisch immer im Angriff. Und vor allem Achim und das Wolfgang wirbelten die orangene Abwehr eins ums andere Mal mächtig durcheinander.

Und dann „verhinderte“ Tom das Geburtstagstor von Wolfgang. Wolfgang wurde links angespielt und schoss aufs Tor. Kurz bevor der Ball die Linie überquerte drückte Tom den Ball dann ins Tor und so wurde dieser Treffer Tom gut geschrieben, es stand 2 : 0 für die Gelben.

So langsam kamen dann auch die Orangenen über Klaus und Jonas zu ersten Angriffen, aber außer ein paar eher Schüßchen auf Martins Tor, die Martin problemlos meisterte, brachten die Orangenen vorne nichts zustande.

Und auch hinten gelang den Orangenen nicht viel zustande. Denn die Gelben waren praktisch immer im Angriff und hatten vorne meistens einen freien Mann. In der nächsten Szene war dies Jörg, der den Ball mittig aufs Tor knallte. Gernot kam noch mit dem Fuß irgendwie an den Ball, konnte den Einschlag zum 3 : 0 aber nicht verhindern.

Dann endlich hatten auch die Orangenen ihre erste wirklich gefährliche Situation. Franz-Josef flankte von rechts quer in den Strafraum auf den mitgelaufenen Robert, der sofort abzog. Martin fuhr blitzschnell seine rechte Faust raus und lenkte den Ball an den Innenpfosten, von wo aus der Ball ins Feld zurück flog und von Tom weggeschlagen werden konnte.

Da zielte Jörg auf der Gegenseite schon besser, als ihm kurz danach mit seinem zweiten Tor heute das 4 : 0 gelang. Bei den Orangenen machte sich nun Frust breit, besonders Klaus wurde immer angefressener. Aber er konnte diesen Frust in Energie umsetzen. Aus dem Mittelfeld kommend rannte Klaus auf die gelbe Abwehr zu, ließ Dieter stehen, umkurvte auch noch Tom (oder umgekehrt ???) um dann aus der Drehung heraus ins entfernte Eck zum 1 : 4 zu schießen.

Aber mehr war nicht drin für die Orangenen in diesem Spiel, denn kurze Zeit später markierte Achim das 5 : 1 und das Spiel war schnell vorbei. Es war klar, so konnte es nicht weiter gehen und so durfte Martin zu den Orangenen wechseln. Bei den Gelben ging nun Jörg ins Tor und so ging es in das zweite Spiel.

Dieser Wechsel änderte wenig am Spiel, denn die Gelben waren trotz der Unterzahl besser. Bei ihnen lief der Ball intelligent durch ihre Reihen, sie leisteten sich praktisch keine Fehlpässe und Achim und Wolfgang waren vorne wendig und schnell wie eh und je. Die Verstärkung der orangenen Abwehr mit Martin brachte eher Verwirrung denn Stabilität.

Zudem leisteten sich die Orangenen immer wieder Fehlpässe, besonders Franz-Josef gelang es selten, den Ball an den eigenen Mann zu bringen. So kamen die Gelben immer wieder in Ballbesitz. Und wenn sie den Ball erobert hatten, ging es pfeilschnell nach vorne und dagegen fand die eher behäbige orangene Abwehr kaum ein Gegenmittel.

Nach einem der vielen orangenen Ballverluste vorne wurde Wolfgang steil geschickt und ihm gelang dann sein Geburtstagtor zur 1 : 0 Führung der Gelben. Es sollte aber nicht sein letztes Tor heute bleiben, denn die Gelben waren weiterhin überlegen. Sie verteidigten hinten geschickt und wenn sie an den Ball kamen, ging es überfallartig nach vorne.

Aber auch die Orangenen kamen zu Chancen, besonders Klaus erspielte sich einige sehr große. So zog er an der gelben Abwehr vorbei nach links und schoss aus der Drehung ins entfernte Eck. Aber Jörg tauchte blitzschnell in das bedrohte Eck und lenkte den Ball zur Ecke.

Und Jörg trieb vor allem Klaus noch weiter in den Frust, denn Jörg verhinderte alle Versuche von Klaus und auch allen anderen Orangenen, ein Tor zu erzielen. Da machte es Achim auf der anderen Seite schon besser. Wieder spielten Achim und Wolfgang die numerisch überlegene orangene Abwehr schwindelig, Achim kam frei zum Schuss und versenkte den Ball zum 2 : 0.

Wie dämlich sich die orangene Abwehr anstellte, symbolisierte sehr gut das 3 : 0. Es gab Ecke für die Orangenen, die Klaus trat. Alle Orangenen waren aufgerückt, keiner sicherte richtig nach hinten ab. Die Ecke kam kurz auf den ersten Pfosten, Tom (??) schlug den Ball weit nach vorne auf die linke Seite, wo Wolfgang durchgestartet war. Weit und breit war kein Orangener zu sehen, Wolfgang steuerte alleine auf Gernot zu, umspielte ihn und erzielte leicht das 3 : 0.

Klaus wurde immer angefressener über diese „Abwehrleistung“ was er auch lautstark kundtat. Und wieder setzte Klaus seinen Frust in Energie um, drang in den gelben Strafraum ein, aber sein Schuss landete am Pfosten.

Da machte es Jonas kurze Zeit später schon besser. Aus dem rechten Mittelfeld kommend zog Jonas in die Mitte und schoss (oder war es eine Flanke für Tom ???) auf den entfernten Pfosten. Niemand man erreichte den Ball und so flog er neben dem Pfosten zum 1 : 3 ins Netz.

Wie konfus das orangene Spiel war, demonstrierte das 4 : 1. Schon im Gegenzug ging Wolfgang links durch und flankte flach in die Mitte. Martin lief dem Ball hinterher, aber Franz-Josef stand in der Mitte nur untätig rum, sodass Achim vor ihm den Ball erreichte und ihn ohne Probleme zum 4 : 1 ins Tor schießen konnte.

Klaus wurde immer wütender über das Unvermögen seiner Orangenen und auch Martins nächste Aktion hat ihn bestimmt nicht besser gestimmt. Jonas war rechts durchgegangen und flankte exakt quer in den Strafraum auf den linken Pfosten, Martin war mitgelaufen, hatte freie Schussbahn und eine leeres Tor vor sich. Aber mit dem linken Fuß schoss Martin den Ball genau in die Hände des auf ihn zu laufenden Jörg. Da war deutlich mehr drin in dieser Situation.

Wie man sich ergebende Chancen nutzt, zeigten dann die Gelben den Orangenen. Wolfgang schlug eine hohe Flanke aufs orangene Tor genau auf Gernot. Gernot riss die Arme hoch, aber der Ball prallte von seinen Händen wieder ins Feld zurück. Obwohl Robert und Franz-Josef in der Nähe waren, schaltete Achim am schnellsten, schnappte sich den Ball und versenkte ihm zum völlig verdiente 5 : 1 Sieg der Gelben.

Klaus war so sauer über die Spielweise seiner Orangenen, dass er sich Franz-Josef vorknöpfte und seinen ganzen Frust an ihm ausließ. Als Franz-Josef sich wehrte und meinte, die anderen seine ja auch nicht viel besser, meinte Klaus, diese Gardinenpredigt betreffe alle Orangenen, was Franz-Josef so nicht ganz glauben mochte.

Dieter äußerte in der Pause genüsslich seinen Neutrum-Satz, was große Heiterkeit auslöste. Wie dem auch sei, durch diese Frustentladung ging ein Ruck durch die Orangenen und sie waren im dritten Spiel nicht wieder zu erkennen.

Plötzlich lief auch bei ihnen der Ball kontrolliert durch ihre Reihen, und so setzten sie die Gelben, bei denen nun Wolfgang im Tor stand, gehörig unter Druck. Auf das Geburtstagskind im Tor nahmen die Orangenen keinerlei Rücksicht, ganz im Gegenteil.

Klaus dribbelt sich durch die gelbe Abwehr und gegen seinen platzierten Schuss hat Wolfgang keine Chance, es steht 1 : 0 für die Orangenen, ihre erste Führung heute. Und sie bauten diese Führung weiter aus, als Klaus kurz danach sogar das 2 : 0 gelang.

Klaus hatte sogar einen Hattrick auf dem Fuß, das dritte Tor hätte er machen MÜSSEN !!!. Wunderbar freigespielt lief Klaus alleine auf Wolfgang zu, umspielte ihn, wurde dabei allerdings zu weit abgedrängt, sodass sein Schuss aus der Drehung nur am Außenpfosten landete.

Aber auch die Gelben kamen zu ihren Chancen, auch wenn diese sehr rar waren, zu überlegen waren die Orangenen. Aber wenn die Gelben im orangenen Strafraum waren wurde es gefährlich. Denn plötzlich stand Jörg (??) frei und schon hieß es nur noch 1 : 2.

Aber die Orangenen ließen sich durch diesen Treffer nicht aus dem Konzept bringen und setzten ihre Angriffe vermehrt fort. Martin hatte Wolfgang inzwischen etwas im Griff, was den Gelben ihre Durchschlagskraft im Angriff hemmte. So konnten die Orangenen immer mehr aufdrehen.

Besonders Jonas gelang nun fast alles. Plötzlich schlagen seine Schüsse im Tor ein, die vorher meistens mehr denn weniger weit am Tor vorbei flogen. So schoss nun Jonas die Gelben beinahe alleine ab, denn Jonas gelangen drei Treffer an Stück und damit ein Hattrick zum verdienten 5 : 1 Sieg der Orangenen.

Nach einer sehr kurzen Pause, Martin kam kaum zu den Bänken, ging es ins vierte Spiel. Bei den Gelben war nun Tom im Tor und er erlebte erst einmal eine ruhigere Zeit, denn die Gelben hatten sich gefangen in der Pause und waren wieder leicht überlegen.

Achim und Wolfgang spielten die orangene Abwehr wieder schwindelig und Gernot leistete sich den einen oder anderen Patzer. So stand es schnell 2 : 0 für die Gelben, ehe die Orangenen wieder ins Spiel fanden. Klaus wurde rechts geschickt und zog aus spitzem Winkel ab. Der Ball schlug neben Tom zum 1 : 2 ein, auch wenn Tom eher im Scherz das Netz neben dem Pfosten dehnte und ein Phantomtor anzeigte. Aber der Ball war regulär ins Tor geflogen, was Klaus, der Videoassistent, bestätigte.

Die Orangenen waren wieder im Spiel und drängten die Gelben zurück. Sie erspielten sich einige Chancen, von denen Klaus eine zum 2 : 2 Ausgleich nutzte. Da die Zeit schon fortgeschritten war, führten wir das Golden Goal ein, das nächste Tor also entschied das Spiel.

Und dieses Tor fiel direkt nach dieser Entscheidung, denn vom Anstoß weg griffen die Gelben energisch an, Jörg und Achim sind vorne plötzlich frei, als der Ball in den Strafraum gespielt wird. Jörg erwischt den Ball gerade noch vor dem heraus laufendend Gernot und spitzelt ihn mit der Fußspitze zum 3 : 2 Sieg der Gelben ins Netz.

Nun endlich durften wir Wolfgangs Geburtstagseinladung folgen.

Lieber Jörg, 

herzlichen Dank für die Glückwünsche. Das hat mich sehr gefreut.

Am kommenden Samstag werde ich einen Umtrunk ausgeben. Freue mich auf Samstag.

Viele Grüße

Wolfgang, der Ingo

Da einige von uns ziemlich ausgelaugt waren von den Spielen, beschlossen wir, die Feier auf der gegenüber liegenden Trainerbank zu machen, da man sich dort hinsetzen könne. Also gingen wir alle nochmals über den Platz zur Trainerbank, wo Wolfgang dann seinen Umtrunk aufbaute.

Nach dem von Franz-Josef angestimmten Geburtstagsständchen durften wir uns an Brezn, Käse- und Wurststückchen, Pasten sowie Sekt (kein Bier !!!) und O-Saft laben. Wir ließen es uns schmecken, aber meistens im Stehen, da außer Klaus sich niemand auf die Bank setzte.

hier das Video des Geburtstags-Ständchens

Zudem probten wir schon mal für die Weihnachtsfeier verschiedene Lieder. Und kreativ, wie wir nun mal sind, dichteten wir unsere VEB-Hymne einfach in eine Nikolaus-Hymne um. Wir können uns also so richtig auf die musikalische Unterhaltung des Weihnachtsfestes freuen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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