Ende gut, alles deshalb noch lange nicht gut

18.11.2017 13:30 von VEB Administrator

18. November

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Ende gut, alles deshalb noch lange nicht gut

Dass ein gutes Ende noch lange nicht heißt, dass alles gut war, mussten heute die Orangenen bitter erfahren. Und sie mussten erfahren, dass Überzahl auch bedeuten kann, dass dann immer ein Mann mehr auf dem Platz steht, der einen Fehler machen kann. Diese Erfahrungen waren heute sehr intensiv. Aber auch die umgekehrte Erfahrung, dass man mit Einsatz, Wille, Schnelligkeit und Präzision in Unterzahl deutlich überlegen sein kann.

Als Martin heute Morgen um 7:50 Uhr auf den Platz kam, erlebte er eine große Überraschung: der Platz war leer !!!. Sofort stellte sich Martin die Frage: Wo ist Dieter ??? Aber bevor sich Martin groß Gedanken machen konnte, ob Dieter wieder in der Karibik ist oder sich anfangen konnte, sich Sorgen zu machen, kam Dieter sich fröhlich unterhaltend mit Klaus und Wolfgang durch das Tor auf den Platz.

So trafen sich bei trübem, kalten Wetter – es waren immerhin 3 Grad Plus !! heute 11 VEB’ler zu ihrem Kick. Wenn man unsere Verletztenliste ansieht, die mindestens ebenso lang ist, eine beinahe stattliche Zahl. Nach dem dringend notwendigen Aufwärmen (Martin, der Flieger kann ein schauerliches Lied davon singen, was passiert, wenn man kalt sofort ins Spiel einsteigt) stellte sich die Frage „wer verteilt die Leibchen“ ? Carmelo und Markus, die Standard-Verteiler, sind beide verletzt, also schnappte sich Achim und Ali die Leibchen und jeder durfte seine Mannschaft zusammen stellen, Ali die Gelben und Achim die Orangenen. So ging es dann mit 5 Gelben gegen 6 Orangene los.

Die Orangenen mit Gernot im Tor, Franz-Josef, Jörg und Martin in der Abwehr und davor mit Klaus und Mäthes kamen gut ins Spiel. Aber auch die Gelben mit vorerst Dieter im Tor, Ali und Peter mehr hinten und Achim und Wolfgang mehr sorgten gleich für Gefahr.

Die Gelben hatten Anstoß und spielten den Ball rechts steil nach vorne. Wolfgang (??) kam an diesen Ball und schlug ihn quer in den orangenen Strafraum. Martin stand am kurzen Pfosten und wollte den Ball abwehren. Aber Martin hob sein Bein zu hoch, sodass der Ball drunter hindurch flog. Achim, der hinter Martin am zweiten Pfosten stand, war zu überrascht, um dieses Geschenk zu verwerten.

Aber die Orangenen machten es auch nicht besser. Mäthes schickte Klaus links steil, der schnappte sich den Ball, drehte sich, lief auf’s Tor und schoss. Aber der Ball prallte vom Außenpfosten ins Aus. Ein erster orangener Warnschuss. Aber sehr beeindruckt hat dies die Gelben nicht, die nun ihrerseits angriffen und auch zu ersten Chancen kamen, die sie aber noch nicht verwerten konnten.

Das Spiel war ausgeglichen und ging auf dem etwas verkürzten Halbfeld flott hin und her. Die Orangenen erspielten sich die erste Ecke, die Klaus herein brachte. Der Ball flog hoch auf den zweiten Pfosten, wo Jörg unbedrängt hochstieg und den Ball mit dem Kopf auf den ersten Pfosten köpfte. In diesen Ball lief dann Mäthes hinein und drückte den Ball mit dem Kopf zur frühen 1 : 0 Führung der Orangenen ins Netz.

Das Spiel blieb ausgeglichen, aber die Gelben schafften es nicht, ihre Chancen in Tore umzumünzen. Das machten die Orangenen schon besser. Wieder hatten die Orangenen eine Ecke und wieder wurde der Ball auf Mäthes gespielt. Mäthes streckte seinen Fuß aus und erreichte den flachen Ball vor Ali (??) und konnte ihn so unhaltbar für Dieter zum 2 : 0 ins Netz setzen.

Aber diese Führung spiegelte den Spielverlauf nicht korrekt wieder, denn die Gelben waren durchaus ebenbürtig. Dann endlich brach Wolfgang den Torfluch und haute den Ball zum 1 : 2 Anschlusstreffer ins Netz.

Damit war der Bann gebrochen und die Gelben drehten richtig auf. Sie spielten nun vor allem vorne die Schnelligkeit und technische Sicherheit  von Achim und Wolfgang aus. Die Beiden wirbelten die orangene Abwehr eins ums andere Mal kräftig durcheinander. Und obwohl die Orangenen mit drei Mann hinten verteidigten, hatten sie gegen die Beiden kaum eine Chance.

Und die die Beiden auch immer wieder von Peter oder Ali unterstützt wurden, brannte es im orangenen Strafraum immer häufiger. So fiel bald das 2 : 2 und dann ging es Schlag auf Schlag beziehungsweise Tor auf Tor. Bald gingen die Gelben verdient mit 3 : 2 in Führung, als Achim dann ein Zuckertor ala Schürle beim 7 : 0 gegen Brasilien gelang.

Achim wurde halblinks angespielt, nahm den Ball an, drehte sich um Franz-Josef herum und drosch den Ball hoch an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball ins Netz flog zum 4 : 2 für die Gelben. Ein tolles Tor.

Die Orangenen waren geschockt, so schnell ging ihre schöne 2 : 0 Führung dahin, aber sie rafften sich noch einmal auf. Wieder war es Mäthes, der sich energisch einbrachte. Die Gelben hatten den Ball – eigentlich – unter Kontrolle, als dieser zu Ali gespielt wurde. Mäthes griff Ali energisch an, was diesen so sehr verwirrte, dass er den Ball zu Dieter zurückspielen wollte. Dies misslang aber, Mäthes ging dazwischen, schnappte sich den Ball und drosch ihn aus spitzem Winkel an Dieter vorbei zum 3: 4 in die Maschen setzte. Sein erster Hattrick heute.

Aber am Spielverlauf selber änderte dies wenig, die Gelben waren weiterhin deutlich überlegen, die Orangenen bekamen die Gelben nie richtig in den Griff, dazu waren sie zu schnell, zu agil und vor allem technisch einfach besser. So war es beinahe folgerichtig, dass Wolfgang der Siegtreffer zum 5 : 3 Sieg der Gelben gelang.

Die Orangenen waren so frustriert über das Spiel, dass Martin beim Seitenwechsel sein orangenes Leibchen runterfiel. Ali musste es ihm dann übergegen. Aber auch sonst half den Orangenen die Pause nicht, wieder zu ihrem Spiel zu finden und vor allem ein effizientes Rezept gegen die gelben Angriffe. Den Gelben dagegen tat die Pause sehr gut, denn sie kamen agil und aggressiv aus der Pause.

Die Gelben fingen nun mit der Torwart-Rotation an, ihrem Spiel tat das nur gut. Bei einem der ersten Angriffe wurde Wolfgang rechts steil geschickt und überrannte Martin ohne Probleme. Sein Querpass erreichte Ali am zweiten Pfosten, der vollkommen alleine dort stand – trotz Jörg und Franz-Josef in der orangenen Abwehr – und keine Mühe hatte, den Ball zur 1 : 0 Führung der Gelben ins Netz zu setzen.

Dieses Tor erhöhte das eh schon hohe Frustlevel der Orangenen noch mehr und es gelang den Orangenen nicht, diesen Frust in spielerische Energie umzusetzen. Ganz im Gegenteil, der Frust schlug sich in verstärkten Fehlpässen und Missverständnissen nieder, sodass von einem orangenen Spiel eigentlich nicht gesprochen werden konnte.

Da waren die Gelben ganz anders. Sie nutzten die orangenen Geschenke, aber auch ohne diese wären sie wohl deutlich überlegen gewesen. Achim und Wolfgang waren einfach zu wendig und zu schnell, als dass die Orangenen sie irgendwie in den Griff bekommen hätten. So fiel bald das 0 : 2.

Aber diese Führung hielt nicht lange, denn Klaus konnte sein deutlich erhöhtes Frustlevel produktiv umsetzten. Aus der Mitte heraus donnerte Klaus den Ball aus einiger Entfernung mit voller Wucht aufs Tor und schon stand es nur noch 1 : 2.

Aber das war es dann auch schon mit der orangenen Herrlichkeit in diesem Spiel, denn ab dann bestimmten nur noch die Gelben das Spiel. Bald stand es 3 : 1 ehe Wolfgang richtig aufdrehte. Erst überrannte er leichtfüßig Martin, zog nach innen und ließ Gernot keine Chance, es stand 4 : 1. Dabei verdrehte sich Wolfgang leicht den Rücken, was ihn aber in der Folgezeit wenig behinderte.

Die Orangenen waren so frustriert über den Spielverlauf, dass ihnen sogar der Anstoß misslang. Erst im zweiten Versuch bekamen sie einen einigermaßen ordentlichen Anstoß hin, aber man merkte allen Orangenen, dass sei eigentlich keine Lust auf ihren Grottenkick hatten.

Ganz anders die Gelben, die sich immer mehr an ihrem Spiel berauschten. Und dann gelingen sogar Sachen, die eigentlich nicht gelingen können. Wolfgang wurde links steil geschickt, Mäthes stellte sich ihm in den Weg, Wolfgang musste abbremsen. Jörg kam hinzu und die Situation schien geklärt. Aber Wolfgang kam trotzdem noch an den Ball und haute ihn mit der Pike an Gernot vorbei zum auch in dieser Höhe verdienten 5 : 1 Sieg der Gelben ins Netz.

Die anschließende Pause änderte nichts, denn das nun folgende dritte Spiel ähnelte dem zweiten sehr. Wolfgang überlief wieder einmal den viel zu langsamen Martin und setzte den Ball zur 1 : 0 Führung ins Netz.

Und so ging es munter weiter. Die Orangenen irrten ebenso frustriet wie orientierungslos über den Platz während die Gelben mit ihnen Katz und Maus spielten. Wolfgang gelang mit seinem vierten Tor in Folge leicht das 2 : 0, dem die Gelben dann bald das 3 : 0 folgen ließen.

Und wieder konnte Klaus sein immer höher werdendes Frustlevel produktiv umsetzten. Der Anstoß kam zu Klaus und Klaus sah, dass Ali zu weit vor dem Tor stand und schoss den Ball über Ali ins Tor zum 1 : 3.

Aber damit war es dann vorbei für die Orangenen in diesem Spiel. Wie konfus die Orangenen waren, zeigte sich beim 4 : 1. Martin erreichte endlich mal eine Flanke, allerdings etwas unkoordiniert. Denn Martin haute die Flanke aus kurzer Distanz dem überraschten Gernot in die hochgerissenen Arme. Von dort prallte der Ball zum mitgelaufenen Wolfgang, der keine Mühe hatte, den Ball zum 4 : 1 zu versenkten.

Mit dem Treffer zum 5 : 1 gewannen die Gelben auch dieses Spiel wieder völlig verdient. Irgendetwas ist dann in der Pause mit den Orangenen, aber auch den Gelben geschehen, denn das vierte Spiel lief völlig anders ab als die vorherigen.

Den Orangenen gelang nun wieder viel mehr, auch wenn es immer noch einige Fehlpässe und Missverständnisse gab. Und die Orangenen hatten nun auch ein wenig Glück. Sie hatten Ecke, die Franz-Josef herein brachte. Wie viele seiner vorherigen Flanken misslang ihm eigentlich auch diese Ecke, denn sie erreichte Mäthes nicht genau. Trotzdem schaffte es Mäthes, den Ball zu erreichen, er drehte sich und hämmert den Ball im Fallen zur 1 : 0 Führung ins Netz.

Und plötzlich bestimmten die Orangenen das Spiel und hatten einige Chancen. Chancen hatten auch die Gelben, aber bei denen versagte plötzlich der zuvor so erfolgreiche Killerinstinkt. Besonders Achim brachte keinen Ball mehr auf’s Tor, geschweige denn ins Tor.

Und Chancen dazu hatte er reichlich. Gleich nach der orangenen Führung hatte Wolfgang Achim mal wieder so wunderbar freigespielt, dass eigentlich das 1 : 1 hätte fallen müssen. Aber Achim brachte es fertig, den Ball völlig unbedrängt aus ein paar Metern knapp am Pfosten vorbei ins Aus zu hauen.

Da machte es Mäthes schon besser. Mäthes bekam den Ball im Mittelfeld, lief noch ein paar Meter und haute ihn dann unhaltbar mit links in den Winkel zur 2 : 0 Führung. Die Orangenen hatten nun umgestellt, Mäthes war Abwehrchef und dirigierte Martin und Franz-Josef sehr energisch. Jörg war stattdessen in die Sturmspitze gegangen.

Dort wurden ihm immer wieder Bälle hin gespielt, aber Jörg brachte es nicht fertig, einen dieser Bälle zu versenken. So erging es auch Achim auf der Gegenseite, der es auch einfach nicht mehr schaffte, den Ball im Tor unter zu bringen.

Aber die Gelben hatten ja auch noch andere torgefährliche Spieler. Mäthes dirigierte seine beiden Außenverteidiger sehr energisch, wodurch es außen etwas enger wurde. Aber da kamen die Gelben halt durch die Mitte. So rannte Peter in der Mitte auf’s Tor zu, Mäthes stellte sich ihm nicht energisch genug in den Weg und Peter setzte den Ball sehr präzise neben den Pfosten zum 1 : 2 ins Netz.

Franz-Josef beschwerte sich bei Mäthes ob dessen Abwehrverhalten, was Mäthes auch akzeptierte. Und Mäthes nahm den sich daraus ergebenden Frust mit in einen der nächsten Angriffe und haute den Ball zur 3 : 1 Führung ins Netz. Sein zweiter Hattrick heute.

Aber die Gelben hatten die Schwachstelle in der orangenen Abwehr erkannt und nutzten sie. Wieder kamen die Gelben durch die Mitte, Wolfgang trieb den Ball voran und hämmert ihn zum 2 : 3 ins Netz.

Aber die Orangenen blieben dran. Sie drängten weiter auf das gelbe Tor, Martin hatte eine große Chance, setzte den Ball aber knapp über das Kreuzeck. Da machte es Jörg dann schon besser. Nach seinen etlichen Fehlversuchen gelang es ihm endlich, den Ball zum 4 : 2 ins Netz zu setzen.

Mäthes mit seinem vierten Tor in diesem Spiel beendete dann das Spiel. Mäthes bekam den Ball mittig zugespielt und haute drauf. Wolfgang im Tor kam noch an den Ball, aber der war so scharf geschossen, dass Wolfgang den Ball nur noch ins eigene Tor bugsieren konnte zum verdienten 5 : 2 Sieg der Orangenen.

Franz-Josef meinte dazu richtigerweise: „Ende gut, nicht alles gut“ was der Chronist dann dankend für die Headline aufnahm. So beendeten wir unsere Spiele heute. Jörg machte dann von seinem Recht Gebrauch, dass ihm am Dienstag bei der Teamsitzung vom Mannschaftsrat gegeben wurde und teilte die Leibchen Franz-Josef zum Waschen zu.

Merke: wer zu spät kommt (oder als letzter) auf den warten die Leibchen !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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