Die Standortprobleme des Ludwig

06.10.2018 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

6. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Die Standortprobleme des Ludwig

Der arme Ludwig hatte es heute wirklich schwer. Denn kaum war er irgendwo kam bestimmt von wo anderswo der Ruf, dass Ludwig dort stehen sollte und nicht da, wo er war. So hin und her gerissen absolvierte Ludwig sein Spiel heute und meinte zum Schluss nur: Ich war heute immer da, wo ich nicht sein sollte. Nun, das sah Martin im Tor nicht so, denn des Öftern war Ludwig auch zur Stelle, um den Ball unbedrängt in Martins Tor zu schieben. Da hätte sich Martin Ludwig wirklich ganz woanders gewünscht.

Bei kühlem Herbstwetter zum Ende der Wiesn trafen sich nur 10 VEB’ler zu ihrem Kick. Es ging das Gerücht, dass zeitgleich auch ein Radl-Treff angesagt war, was Eugen dann zu einer neuen Namengebung des VEB animierte: Verein der E-Biker. Das wiederum animierte nun Ludwig, sich weitere Untergruppe des VEB neben den Bikern zu überlegen und sein revolutionärer Vorschlag war: Tanzen. Mit Wolfgang und Peter haben wir ja schon Tänzer in unseren Reihen, mal sehen, ob das noch mehr werden.

Aber Fußball wollten wir trotz der enttäuschenden Anzahl VEB’ler trotzdem spielen, wir sind schließlich ja auch Balltreter !!! So bildete sich zu Beginn ein großer Kreis, indem der Ball erfolgreich hin und her gespielt wurde, zum Teil im One-Touch-Verfahren. Das ging so lange gut, bis Martin in den Kreis kam, denn der beförderte den Ball erst einmal ins Nirgendwo. Markus verteilte dann die Leibchen und mit 15 minütiger Verspätung ging es dann auf dem etwas verkürzten Halbfeld mit 5 Blauen gegen 5 Grüne los.

Die Blauen mit Gernot im Tor und davor mit Pellegrino, Markus, Ludwig und Eugen hatten einen Traumstart. Der wurde durch die Grünen mit Martin im Tor und davor mit Dieter, Peter, Klaus und Wolfgang aber auch begünstigt. Die Blauen hatten Anstoß und ohne große Gegenwehr der Grünen kamen sie leicht vor Martins Tor. Pellegrino wurde angespielt, umdribbelte leichtfüßig Dieter und ließ Martin mit einem präzisen Schuss ins rechte Eck keine Chance, es stand ohne eine grüne Ballberührung 1 : 0 für die Blauen.

Dann aber waren die Grünen auch im Spiel und hielten flott dagegen. Bei nur acht Feldspielern war viel Platz und so ging es sehr schnell immer hin und her. Besonders Klaus und Wolfgang bei den Grünen ließen es sehr flott angehen. Klaus passte hinaus zu Wolfgang, der sofort zurück zu Klaus, der wiederum Wolfgang steil schickte. Wolfgang kam über halbrechts, hatte freie Bahn und versenkte den Ball im langen Eck zum 1 : 1 Ausgleich.

Die Grünen bestimmten nun das Spiel, aber auch die Blauen waren immer wieder gefährlich. Die Blauen ließen es etwas ruhiger angehen, ließen den Ball gekonnt durch ihre Reihen laufen, zur Not auch mal hinten rum. Aber dann im richtigen Moment explodierten sie und kamen so zu guten Chancen. Pellegrino kam wieder zum Schuss, aber diesmal konnte Martin den Ball mit der rechten Hand noch aus dem Kreuzeck fischen und zur Ecke lenken.

Soviel Glück hatte Gernot auf der Gegenseite nicht, denn die Grünen kombinierten schnell und schossen präzise. Diesmal bediente Wolfgang von rechts Klaus in der Mitte, der sofort abzog und den Ball halbhoch neben dem Pfosten zur 2 : 1 Führung der Grünen versenkte.

Die Blauen kamen zwar immer wieder zu Chancen, aber Martin war auf dem Posten und klärte in einer 1 : 1 Situation gegen Ludwig, als dieser aus halbrechter Position auf ihn zulief.

Wolfgang war in dieser Phase der ideale Assist, denn sein nächster Pass in Tiefe erreichte links Peter. Der nahm den Ball auf und haute ihn ins lange Eck zur 3 : 1 Führung. Dann aber drehten die Blauen wieder mächtig auf und sofort kam die grüne Abwehr ins Schwimmen.

Denn die Blauen griffen nun mit Pellegrino, Markus und Ludwig an, nur Eugen sicherte nach hinten ab. Bei den Grünen kamen nicht immer alle rechtzeitig zurück und so hatten die Blauen immer wieder Überzahl vorne. Und das nutzten die Blauen nun erfolgreich aus. Eugen wurde rechts freigespielt, lief auf Martin zu und haute den Ball neben Martins Fuß ins kurze Eck zum 2 : 3 Anschlusstreffer zu setzen.

Die Grünen waren etwas verwirrt in dieser Phase und das nutzten die Blauen weiter aus. Wieder wurde Pellegrino freigespielt und der ließ Martin erneut keine Chance, es stand 3 : 3. Nach diesem kleinen Aussetzer fingen sich die Grünen aber wieder und diesmal war es Dieter, der den entscheidenden Steilpass spielte. Dieter setzte Wolfgang in der Mitte gekonnt ein und Wolfgang ließ Gernot keine Chance, die Grünen führten 4 : 3.

Die Blauen hielten dagegen, hatten aber kein Glück in dieser Phase. Markus traf nur den Außenpfosten an der Stelle, wo Eugen kurz davor den Anschlusstreffer markiert hatte. Auch ein weiterer blauer Schuss klatschte an dieser Stelle ans Außennetz, da wäre mehr drin gewesen für die Blauen.

Da machten es die Grünen auf der anderen Seite besser, denn Klaus (??) nutzte eine der grünen Chancen, um den 5 : 3 Sieg der Grünen perfekt zu machen. So ging es in die Pause, in der Dieter statt Martin ins grüne Tor ging. Und dieser Wechsel sollte Folgen haben für die Grünen.

Die Blauen hatten Anstoß zum zweiten Spiel und wie schon im ersten Spiel ging es blitzschnell. Pellegrino wurde vorne angespielt und ließ Dieter keine Chance, es stand wie im ersten Spiel nach dem ersten blauen Angriff 1 : 0 für die Blauen.

Die Grünen ahnten nichts Böses und machten weit in ihrer Hälfte den Anstoß. Den verdaddelten sie aber sofort wieder, Peter verlor den Ball und die Blauen konterten. Diesmal war es Markus (??), der den Ball zum 2 : 0 ins Tor haute. Auch nach dem nächsten Anstoß kamen die Grünen nicht aus ihrer Hälfte heraus. Wieder eroberten die Blauen den Ball, Ludwig wurde eingesetzt und wieder war Dieter geschlagen, es stand nach 3 Minuten 3 : 0 für die Blauen.

Dieter hatte nur drei Ballberührungen und damit mehr als die meisten seiner Grünen, als er drei Mal den Ball aus dem Netz holen musste. Bis dahin waren die Grünen nicht einmal aus ihrer Hälfte heraus gekommen. Ein guter Beginn sieht anders aus, der Wechsel von Dieter ins Tor hatte die Grünen somit massiv destabilisiert.

Da machte sich erster Frust, besonders bei Klaus, breit, aber Dieter meinte aufmunternd, noch sei nichts verloren. Nun ja, aber die Chancen auf einen Sieg waren doch etwas gesunken nach diesen ersten Minuten.

Aber die Grünen kamen nun auch langsam ins Spiel, aber der Schock der frühen Tore saß ihnen noch im Nacken. Martin konnte in der Abwehr wenigsten noch zwei gefährliche Schüsse abblocken, aber der geborene Stürmer ist Martin nun wirklich nicht.

Das zeigte sich in der nächsten Szene, als Martin nach vorne ging, sich frei lief und wunderbar angespielt wurde. Alleine vor Gernot kam Martin an den Ball. Aber anstatt den Ball anzunehmen, zu schauen und dann zu schießen schoss Martin sofort überhastet. Dabei kam kaum mehr als eine harmlose Rückgabe an Gernot heraus und Peter raufte sich die Haare ob dieser so leichtfertig vergebenen Chance.

Da machten es die Blauen auf der anderen Seite schon viel besser, als sie elegant auf 4 : 0 erhöhten. Dann zeigte Wolfgang Martin wie man Chancen verwertet. Klaus schickte Wolfgang rechts steil, Wolfgang überlief alle Grünen und ließ Gernot keine Chance mit einem Schuss ins lange Eck.

Wenigstens der Ehrentreffer meinte Wolfgang und er sollte Recht behalten, denn kurze Zeit später erzielten die Blauen das 5 : 1 und so trafen wir uns kurz nach dem ersten Spiel schon wieder bei den Bänken zu einer Pause.

Diese fiel etwas kürzer aus und danach ging Martin wieder ins grüne Tor und Dieter durfte wieder in die Abwehr. Das dritte Spiel begann anders als die beiden vorherigen, denn der erste blaue Angriff führte nicht zur sofortigen Führung.

Es ging länger hin und her, auch wenn Wolfgang langsam erste Ermüdungserscheinungen zeigte ob seines sehr großen Laufpensums. Das aber hinderte die Grünen nicht daran, flott anzugreifen, denn diesen Part übernahm nun Peter. Peter wurde links angespielt und gegen seinen Schuss hatte Gernot keine Chance, es stand 1 : 0 für die Grünen.

Aber diese Führung hielt nicht lange. Es gab eine von mehreren grünen Ecken, die die Blauen erfolgreich abwehrten. Der Ball wurde steil auf Eugen gespielt, der von rechts kommend auf Martin zulief. Wieder schoss Eugen ins kurze Eck und wieder traf Eugen, es stand 1 : 1.

Die Blauen blieben dran, da den Grünen etwas die Luft ausging. Die Blauen zerlegten die grüne Abwehr immer mehr, da sie nun immer häufiger in Überzahl angriffen. So wurde die grüne Abwehr immer konfuser und das nutzte Ludwig, der schön frei gespielt wurde. Ludwig bekam in der Mitte den Ball und haute ihn zur 2 : 1 Führung ins Netz.

Aber trotz aufkommender konditioneller Probleme, im entscheidenden Moment war Wolfgang hell wach. Klaus bediente Wolfgang und der haute den Ball zum 2 : 2 Ausgleich ins Netz. Das Spiel blieb spannend. Pellegrino war in dieser Phase mit dem Abwehrverhalten von Ludwig nicht zufrieden und meinte, er solle da und dort stehen, nicht aber da, wo er gerade war.

Aber daran lag es nicht, dass Klaus dann die 3 : 2 Führung gelang, aber auch die hielt nicht lange. Eine hohe Flanke segelte in den grünen Strafraum, Martin kam etwas aus seinem Tor heraus und klatsche den Ball weg. Andere wie z.B. Dieter hätten den Ball bestimmt gefangen und das wäre es dann gewesen. So aber fiel der Ball Eugen vor die Füße, die Grünen konnten nicht entscheidend eingreifen, obwohl sie ein, zwei Mal beinahe dran waren und so kam der Ball zu Markus (??) und der haute den Ball zum 3 : 3 ins Netz.

Martin hielt seine Grünen dann im Spiel, als 3 Blauen alleine auf ihn zuliefen. Martin kam etwas aus seinem Tor heraus und hatte Glück, dass der Pass nach links auf Ludwig nicht optimal gespielt wurde. So konnte Martin den Ball erwischen und haute ihn – unabsichtlich - dem laufenden Ludwig an den Kopf, von wo der Ball ins Aus sprang. Glück bzw. Pech gehabt, das hätte auch anders ausgehen können.

Aber bei der 4 : 3 Führung der Blauen stellte sich die grüne Abwehr respektive Martin nicht optimal an. Wieder segelte ein hoher Steilpass vor das grüne Tor, Martin kam aus seinem Tor heraus, um den Ball abzufangen. Dabei kommunizierte Martin aber nicht mit dem vor ihm stehenden Peter. Der stieg hoch, traf den Ball aber nicht optimal, sodass er wieder bei den Blauen landete und schon stand es 4 : 3. Tja, Schweigen ist Scheiße, Reden ist Gold.

Endgültig den Sack zu machte dann Pellegrino, als er kurz danach das 5 : 3 erzielte. Inzwischen war es schon 9:20 und Klaus hatte uns vor dem Spiel verkündet, dass wir den Platz eigentlich nur bis 9:15 hätten. Das könne jeder in der Platzbelegung des SC nachlesen.

Wir wollten schon aufhören, da auf dem zweiten Halbfeld eine Jugendmannschaft sich warm machte, entschlossen uns dann aber ohne Pause und ohne Wechsel ein viertes, kurzes Spiel auf drei Tore zu machen.

So ging es sofort weiter und wir haben den Entschluss nicht bereut. Bald gingen die Grünen mit 1 : 0 in Führung, dann aber schenkte Dieter den Blauen den Ausgleich. Dieter spielte in der Vorwärts einen Fehlpass, die Blauen kamen an den Ball. Sie schickten Eugen steil, der von halbrechts auf Martin zulief. Gereift durch die Erfahrung von zwei Toren in ähnlicher Situation machte Martin das kurze Eck zu. Aber diesmal schoss Eugen ins lange Eck und schon stand es 1 : 1.

Überhaupt nahmen den Überzahlsituationen bei blauen Angriffen nun zu, da Wolfgang und auch Peter in den Seilen hingen. Wieder kamen drei Blaue auf Dieter und Martin zu. Dieter deckte die Mitte ab und als ein Querpass von außen in die Mitte flog, streckte Dieter reflexartig die linke Hand aus und stoppte den Ball.

Klarer Fall von Elfmeter, auch wenn Dieters Rettungsaktion etwas weiter vom Tor weg war. Ob dies der Grund für Pellegrinos Schuss war, kann nur vermutet werden. Auf jeden Fall legte sich Pellegrino den Ball zurecht, lief an und schoss wenig hart und noch weniger platziert genau auf Martin, der so keine Mühe hatte, den Ball wegzuhauen.

Aber kurze Zeit später machte es Pellegrino besser. Wieder kam er zentral vor dem grünen Tor an den Ball, Martin kam aus seinem Tor heraus, Pellegrino umspielte ihn leichtfüßig und schoss den Ball zur 2 : 1 Führung ins Netz.

Die Zeit schritt immer mehr fort. Nach einem durch die Grünen abgelenkten Schuss wollten wir schon Schluss machen, entschlossen uns dann aber doch, noch diese Ecke auszuführen. Und die brachte dann das Ende, denn die Grünen brachten nach der Ecke den Ball nicht weg. Pellegrino kam an den Ball, umdribbelte alle Grünen, deren er habhaft werden konnte und haute den Ball zum 3 : 1 Sieg der Blauen ins Netz.

So beendeten wir unsere Kicks heute und in der Nachbetrachtung resümierte Ludwig über seine Probleme mit seinem Standort und die unterschiedlichen Sichtweisen darauf. Dieter kam auf Sechzig zu sprechen und seine Erwartungen dazu. Peter meinte darauf hin nur, wer keine Erwartungen hat, kann nicht enttäuscht werden. Seine Erwartungen an den VEB seinen nur, nicht verletzt zu werden, mehr nicht. Nun ja, so gesehen wurde Peter heute nicht enttäuscht.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


Zurück