Der größte Fouler heute: der Platz

28.07.2018 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

28. Juli

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Der größte Fouler heute: der Platz

Heute lagen etliche VEB’ler auf dem Boden und der hauptsächliche Grund dafür war der Platz. Der „foulte“ so mal den einen, mal den anderen VEB’ler auch wenn manchmal ein weiterer VEB’ler mit beteiligt war. Aber es gab auch genügend Situationen, wo sich ein VEB’ler ohne jede Gegnereinwirkung auf dem Boden wieder fand. Aber es gab auch einen Zweikampf, aus dem heraus Carmelo als der schwarze Peter hervor ging und diese Rolle wurde er auch in für ihn positiven Situationen nicht mehr.

Bei schwül warmem Wetter mit deutlich über 20 Grad trafen sich zu Ferienbeginn immerhin 15 VEB’ler zu ihrem Kick. Auch Xaver war mal wiedermit von der Partie und so wärmten wir uns bei der anbrechenden Schwüle auf, während Carmelo früh mit dem Leibchen verteilen begann. So begannen wir dann mit 8 Orangenen gegen 7 Gelbe.

Die Orangenen mit Gernot im Tor, Martin Niklin, Peter und Mäthes in der Abwehr, Claus und Ludwig im Mittelfeld und vorne mit Achim und Carmelo begannen eher unterbelichtet. Die Gelben hingegen mit zunächst Ali im Tor, Martin, dem Flieger, Jörg und Robert in der Abwehr, Markus im Mittelfeld und vorne mit Xaver und Wolfgang begannen verschwenderisch.

Die Orangenen spielten trotz Überzahl sehr behäbig und pomadig, halt wie die Deutschen in Russland, nur dass sie in Gernot den besseren Torwart hatten. Und Gernot wurde gleich richtig geprüft und warm geschossen, denn die Gelben bestimmten trotz Unterzahl sofort das Geschehen. Und sie erspielten sich gleich hochkarätige Chancen.

Aber mit diesen Chancen gingen sie sehr verschwenderisch im. Die erste Chance hatte Xaver, aber sein Schuss aus bester Position ging knapp vorbei. Eine noch viel bessere Chance hatte kurz darauf Wolfgang. Er wurde in der Mitte des Strafraums angespielt und hatte freie Bahn auf Gernot. Gernot kam aus seinem Tor heraus, Wolfgang umspielte ihn, indem er sich nach rechts drehte. Das leere Tor lag vor Wolfgang, aber sein Schuss strich denkbar knapp am Kreuzeck vorbei.

Nach ein paar Minuten hätten die Gelben also schon 2 : 0 führen können, taten sie aber nicht. Aus ihrer Umnachtung heraus hatten die Orangenen dann plötzlich einen Lichtblick, wie Ludwig die folgende Szene nannte. Die Orangenen kamen mal in die gelbe Hälfte, der Ball wurde durch Claus über rechts nach vorne getrieben und steil auf Carmelo gespielt. Der stand in sehr spitzem Winkel zum Tor, zog aber trotzdem ab. Zum Erstaunen aller landete der Ball im Netz, die Orangenen führten 1 : 0.

Aber diese Führung hielt nicht lange, denn die Gelben berannten weiterhin energisch das orangene Tor. Gernot stand weiterhin unter Dauerbeschuss, den er sehr gut meisterte. Aber seine Abwehr ließ ihn sträflicher Weise im Stich. Wolfgang kam wieder frei zum Schuss, den Gernot gerade noch abwehren konnte, indem er sein linkes Bein blitzschnell ausfuhr. Der Abpraller landete wieder bei Wolfgang und der zog wieder ab. Diesmal musste Gernot sein rechtes Bein blitzschnell ausfahren, um auch diesen Schuss abzulenken. Der Ball wurde nach außen gelenkt, wo ihn sich Xaver erlief. Xaver flankte exakt in die Mitte wieder auf Wolfgang und diesmal ließ sich Wolfgang die Chance nicht entgehen und haute den Ball im dritten Versuch zum verdienten 1 : 1 Ausgleich ins Netz. Bei all den Versuchen war von der orangenen Abwehr nichts zu sehen, was wirklich nicht für deren Güte spricht.

Die Orangenen kamen einfach nicht richtig ins Spiel, dazu waren sie auch zu langsam. Durch die gelben Angriffe wurde sie immer wieder hinten rein gedrängt und wenn sie dann mal den Ball hatten, dauerte es viel zu lange, bis der Ball nach vorne kam und die Gelben hatten immer genügend Zeit, sich zu positionieren. So kamen kaum gefährliche orangene Angriffe zustande.

Was man von den Gelben wahrlich nicht behaupten konnte, denn ihre Angriffe waren verwirrend schnell und stets brandgefährlich. Gernot bewahrte mit weiteren tollen Aktionen seine Orangenen vor einem Rückstand, aber alle Fehler seiner Vorderleute konnte auch Gernot nicht ausbügeln. So kam Markus vor dem Strafraum frei Schuss und setzte den Ball präzise neben den Pfosten zur 2 : 1 Führung der Gelben ins Netz.

Das Spiel blieb dasselbe, die Gelben bestimmten es mit schnellen Angriffen und die Orangenen kamen kaum zu Zuge. Meistens spielte sich das Geschehen in der orangenen Hälfte ab und deren Abwehr stand unter Dauerdruck. Und diesem Druck war sie nicht gewachsen. Wieder herrschte Alarmstufe rot im orangenen Strafraum und die Orangenen brachten den Ball einfach nicht weg. Der landete bei Markus und wieder setzte Markus den Ball mit einem präzisen Schuss zum 3 : 1 ins Netz.

So ganz langsam kamen nun auch die Orangenen ins Spiel, Achim und Carmelo agierten vorne variabler und wurden dabei von Ludwig und abwechselnd von Mäthes und Peter unterstützt. So erspielten sich die Orangenen eine Ecke, die Carmelo herein trat. Carmelo zirkelte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Achim lauerte. Achim stieg hoch und, obwohl der Ball voll aus der Sonne kam, gelang es Achim, den Ball mit voller Wucht mit dem Kopf zum 2 : 3 zu versenken.

Kurz danach gab es einen folgenschweren Zweikampf, der uns noch bis in die Pause hinein und sogar darüber hinaus beschäftigen sollte. Carmelo in der orangenen Hälfte mit dem Rücken zum weit entfernten gelben Tor, Wolfgang stand hinter ihm. Carmelo wurde angespielt, ließ den Ball zwischen seinen Beinen passieren, drehte sich um und wollte dem Ball hinterher. Aber da stand Wolfgang im Weg, auch Wolfgang drehte sich um und so rannten beide wild mit den Armen wedelnd dem Ball hinterher. Kurz danach brach Carmelo ab undrief Foul. Es gab eine Diskussion über die Szene, deren Ausgang dem Chronisten aber entfallen ist. Auf jeden Fall war Carmelo ungehalten ob der Situation.

So lief das Spiel weiter und dann „foulte“ der Platz zum ersten Mal. Niklin wurde von Gernot rechts angespielt. Da vorne niemand frei war, passte Niklin den Ball quer zu Claus. Claus wollte einen Schritt nach vorne machen, um den Ball zu übernehmen, aber er blieb mit seinem Schuh hängen und ging schmerzverzerrt zu Boden. Wolfgang schnappte sich den verwaisten Ball und schob ihn am herauslaufenden Gernot vorbei zum 4 : 2 ins Netz. Derweil kümmerten sich Niklin und andere um Claus, der humpelnd das Feld verließ. Nach kurzer fachärztlicher Diagnose kam das Aus für Claus, er hatte sich wohl eine Zerrung am Oberschenkel zugezogen, an ein Weiterspielen war nicht zu denken.

Alle Gute Claus !!!

So spielten wir ab nun pari, auch wenn sich das im Spielverlauf kaum bemerkbar machte. Trotz des Ausfalls von Claus kamen die Orangenen wieder zu Chancen, benötigten allerdings gelbe Hilfe für den Anschlusstreffer. Denn es war Robert, der eine Flanke in den gelben Strafraum ins eigene Netz lenkte, es stand nur noch 3 : 4. Hoffnung keimte bei den Orangenen auf und diese verleitete die Orangenen zu etwas Leichtsinn.

Denn unmittelbar nach dem Anstoß wurde Markus in der Mitte angespielt, umkurvte leichtfüßig Peter, tauchte so alleine vor Gernot auf, ließ ihm keine Chance und haute den Ball zum 5 : 3 Sieg der Gelben neben dem Pfosten ins Netz.

So ging es in die wohlverdiente Pause, in der erst einmal viel Trinken angesagt war. Als wir unseren Durst einigermaßen gestillt hatten, kam die Diskussion über den Zweikampf vorhin wieder auf. Besonders Markus engagierte sich lautstark, während Wolfgang ganz still war, was auch nicht jedem gefiel. Auf jeden Fall hatte Carmelo danach den schwarzen Peter, den er bis weit in das zweite Spiel hinein mit sich rum trug.

Das zweite Spiel begann wie das erste geendet hatte, mit schnellen und vorallem erfolgreichen gelben Angriffen. Gleich einer der ersten gelben Angriffe brachte die frühe 1 : 0 Führung der Gelben durch Markus (???). Dann aber kamen die Orangenen deutlich besser ins Spiel und wurden zu mindestens ebenbürtig und manchmal sogar etwas überlegen.

Die Orangenen agierten nun aus einer massiven Abwehr heraus, vorne war nur noch Carmelo, der situativ von Achim und dem nachrückenden Ludwig unterstützt wurde. Aber ganz so schnell wie im ersten Spiel ging es nicht mehr zu im zweiten, denn die Hitze und die Schwüle machten sich immer mehr bemerkbar und raubten uns unsere Kräfte.

Trotzdem schaffte es Niklin, rechts mit nach vorne zu laufen. Niklin wurde angespielt, lief noch ein paar Meter und flankte dann durch feind und Freund hindurch auf den zweiten Pfosten, wo Ludwig stand. Seinen ersten Versuch konnte Martin, der nun im gelben Tor stand, noch abwehren. Aber als der Ball zurück zu Ludwig kam, gelang es Ludwig kurz bevor ihm schwarz vor den Augen wurde, den Ball an Martin vorbei neben dem Pfosten ins Netz zum 1 : 1 Ausgleich zu schießen.

In der Folgezeit waren die Orangenen leicht überlegen auch wenn sie stets höllisch auf die weiterhin schnellen Konter der Gelben aufpassen mussten. Gernot hielt seine Orangenen mit tollen Paraden im Spiel und auch Mäthes und Peter mussten immer wieder in höchster Not rettend eingreifen.

Solche Aktionen hielten Peter allerdings nicht davon ab, ab und zu mit nach vorne zu gehen. Bei einem dieser Vorstöße entdeckte Peter eine Lücke und aus größerer Entfernung haute Peter den Ball zur 2 : 1 Führung neben dem Pfosten ins Netz. Niklin lobte Peter auf leicht vergiftete Art, indem er meinte „Das war der Peter wie ich ihn lange vermisst habe“.

Danach allerdings übernahmen die Gelben wieder das Kommando und drückten die Orangenen weit hinten rein. Nur Carmelo blieb, die meiste Zeit wenigstens, alleine vorne um dort wenigstens eine Anspielstation zu haben. So spielte sich das Geschehen wieder hauptsächlich in der orangenen Hälfte ab.

Und die Gelben kamen zu vielen Chancen. Immer wieder mussten sich Mäthes und Peter lange strecken, um gelbe Pässe in die Tiefe abzufangen. Und wenn das nicht gelang, musste Gernot all sein Können aufbieten, um seinen Kasten rein zu halten. Und einmal verhinderte Gernot sogar ein mögliches Eigentor von Niklin, als dieser in eine Flanke grätschte und den Ball in Richtung eigenes Tor lenkte. Zum Glück schaltete Gernot blitzschnell und haute den Ball zur Ecke.

Aber auf Dauer konnte das nicht gut gehen. Xaver tankte sich links durch und flankte exakt in die Mitte. Dort stieg Robert hoch und köpfte den Ball unbedrängt zum 2 : 2 Ausgleich ins Netz.

Und dann foulte der Rasen wieder den einen und anderen VEB’ler. Aber die Folgen waren zum Glück nicht so schlimm wie vorher bei Claus. Als erstes erwischte es Ali, als er sich in ein Laufduell mit Niklin stürzte. Plötzlich lag Ali am Boden und hielt sich seinen rechten Knöchel. Niklin war sich sicher, Ali nicht berührt zu haben und schob somit alles auf den Rasen.

Zum Glück konnte Ali weiterspielen, aber der Rasen „foulte“ fleißig weiter. So erwischte es noch Wolfgang, der ohne jede Feindberühung zu Boden ging. Und dem folgten noch weitere, die aber alle unversehrt wieder aufstehen und weiterspielen konnten.

Wie lange einem bei uns der schwarze Peter nach hängen kann, erfuhr dann Carmelo. Carmelo war zurück geeilt, um seiner überlasteten orangenen Abwehr zu helfen. Bei dieser Hilfsaktion berührte Carmelo leicht einen gelben Schuss, der dann ins Toraus flog. Klarer Fall, es gab Ecke für die Gelben. Aber die hatten Carmelos Berührung nicht bemerkt und selbst auf Carmelos Hinweis auf seine Berührung wollten die Gelben keine Ecke ausführen. Von einem schwarzen Peter wollten sie anscheinend keine Ecke geschenkt bekommen.

Inzwischen waren auf vier Jungs vom dahinter liegenden Tennisplatz als Zuschauer am Zaun erschienen. Anfänglich sahen sie eher abschreckende Aktionen von uns, aber gegen Ende des Spiels wurden unsere Aktionen immer besser und so schwoll deren Beifall immer mehr an.

Das Spiel wurde nun immer langsamer, da unsere Kondition rapide bergab ging. Aber auch dieser Umstand konnte Peter daran hindern, immer wieder mit nach vorne zu gehen. Wieder war Peter vorne, wieder sah er eine Lücke und wieder zog er ab. Und wieder schlug der Ball unhaltbar für Martin, der sich zwar in die richtige rechte Ecke warf, aber nicht an den Ball kam, neben dem Pfosten zur 3 : 2 ein.

Es waren noch zwei Minuten zu spielen und die Orangenen wähnten sich schon als sichere Sieger. Zumal Peter einen Fernschuss-Hattrick auf dem Fuß hatte. Wolfgang war inzwischen im gelben Tor und stand etwas weit vor seinem Kasten. Peter sah das und schoss aus der eigenen Hälfte gekonnt aufs gelbe Tor. Wolfgang musste sich SEHR lang machen, erwischte den Ball aber gerade noch und konnte ihn über die Latte lenken. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen.

So warteten die Orangenen sehnsüchtig auf Gernots SCHLUSS-Ruf, aber der kam nicht dafür. Dafür leisteten sich die Orangenen vorne einen Ballverlust, was einen gelben Konter zur Folge hatte. Schnell wurde der Ball in den Lauf von Markus gespielt, der Peter überlief und den Ball an Gernot vorbei zum 3 : 3 ins Netz spitzelte.

Wir wollten schon aufhören mit diesem Tor, da es etwas nach 9:30 Uhr war, aber die Mehrzahl bestand auf Weiterspielen. So ging das Spiel weiter und den Rest des Spiels beherrschten dann die Gelben. Robert kam über links und wollte in den orangenen Strafraum flanken. Aber seine Flanke missriet und flog in Richtung zweiter Pfosten. Niemand kam an diese Flanke und so schlug sie zur 4 : 3 Führung der Gelben im Netz ein.

Den Schlusspunkt unter diese Hitzeschlacht setzte dann Xaver, der zu einem unwiderstehlichen Solo ansetzte, Niklin und einen weiteren Orangenen überlief und den Ball an Gernot vorbei zum 5 : 3 Sieg der Gelben im Netz versenkte. So durften wir endlich aufhören zu spielen und schafften kaum den Weg zurück zu den Bänken. Dort angekommen verkündete uns Jörg, dass er uns

nächsten Samstag zu einem Umtrunk einlädt.

Also alle bitte reichlich kommen, trotz Ferienzeit

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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