Das wichtigste Utensil heute: Schneebrillen

20.01.2018 14:00 von Chronicle Redakteur Martin

20. Januar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Das wichtigste Utensil heute: Schneebrillen

Dafür wurde der VEB (auch) gegründet: um bei so einem Wetter Fußball zu spielen. Denn wir spielen bei JEDEM Wetter und besonders gerne bei Schneesturm. Und davon hatten wir heute im Überfluss. Besonders hilfreich wären da Schneebrillen gewesen, aber die hatte niemand dabei. So mussten wir uns öfters durch dickstes Schneetreiben wühlen und verloren manchmal die Übersicht. Aber es hat allen sehr viel Spaß gemacht, manchen aber erst hinterher. Und wir durften lernen, was Franz-Josef von Philipp Lahm geerbt hat.

Das ideale VEB-Wetter hatte sich morgens noch nicht angekündigt. Zwar lagen auf dem Kunstrasenplatz vereinzelte Schneeflocken, sodass wir, lieb wie wir sind, sicherheitshalber auf den alten Kunstrasenplatz ausgewichen sind, um möglichen Ärger zu vermeiden. Und diese Entscheidung war richtig, denn 90 Minuten später war alles tief verschneit.

Um dieses ideale VEB-Wetter mitzuerleben, trafen sich sage und schreibe (was hiermit getan ist) 18 VEB’ler zu ihrem Kick. Wir kamen mit dem Nachzählen kaum hinterher, so strömte es auf den Platz. Carmelo verteilte dann die Leibchen während wir die Tore auf die 5 Meter-Linie stellten. So ging es dann mit 9 Orangenen gegen 9 Gelbe los.

Die Orangenen mit Martin Niklin im Tor, Tom, Dieter und Eugen in der Abwehr, Pellegrino, Martin und Lucky im Mittelfeld und vorne mit Wolfgang und Carmelo hatten den besseren Start auf dem rutschigen Boden. Die Gelben mit Gernot im Tor, Franz-Josef, Peter und Claus in der Abwehr, Klaus und Mäthes im Mittelfeld und vorne mit Jonas, Jörg und Achim taten sich von Anfang an schwer.

Die Orangenen kamen mit den widrigen Umständen deutlich besser zurecht und ließen den Ball von Anfang an weiträumig über das Großfeld laufen. Kaum waren ein paar Minuten gespielt, setzte ein mächtiger Schneesturm ein, der die Schneeflocken beinahe waagrecht über den Platz fegte. Dem orangenen Spiel tat dies wenig Abbruch, die Orangenen kamen mit den immer winterlicher werdenden Umständen deutlich besser zurecht als die Gelben.

Das Geschehen spielte sich hauptsächlich in der gelben Hälfte und damit weit von Niklin ab. Durch das dichte Schneetreiben sah Niklin seine Orangenen nur schemenhaft das das Schneetreiben laufen und hatte so seine Probleme, einzelne Spieler zu identifizieren.

Nach einigen erfolglosen gelben Angriffen sah Niklin dann eine wunderschöne Kombination, die auf der rechten Seite bei Wolfgang seinen Anfang nahm. Der Ball wanderte in die Mitte und kam dann zu Pellegrino, der links Carmelo einsetzte. Carmelo hatte freies Schussfeld und schon hieß es 1 : 0 für die Gelben. Bis dahin war der Ball noch nicht einmal auch nur in die Nähe von Niklins Tor gekommen.

Das sollte sich aber schlagartig ändern. Niklin war noch berauscht von dem dichten Schneetreiben und fing an zu fotografieren, um sich warm zu halten und das alles zu dokumentieren. Dabei übersah Niklin, dass die Gelben den Anstoß sehr schnell ausführen und den Ball quer zu Klaus legten. Trotz Schneegestöber sah Klaus das orangene Tor beinahe leer und haute den Ball am verdutzten und zu spät kommenden Niklin zum 1 : 1 Ausgleich ins Netz.

Am Spielverlauf änderte sich dadurch aber nichts, nur Toms Laune und die einiger anderer Orangener war nun nicht mehr die beste. Aber die Orangenen bestimmten weiterhin das Geschehen und hielten den Ball weit von Niklins Tor entfernt. So hatte Niklin noch reichlich Gelegenheit, ungefährdet weitere imposante Stimmungsbilder vom Kick im Schneesturm zu schießen. Denn in die orangene Hälfte, geschweige denn in den orangenen Strafraum kamen die Gelben höchst selten.

Dafür aber die Orangenen umso häufiger in den gelben Strafraum. Von seiner Warte aus sah Niklin einen orangenen Angriff nach dem anderen auf Gernots Tor zurollen. Egal ob die Angriffe über rechts und Wolfgang liefen oder über links über Eugen und Lucky, stets herrschte höchste Alarmstufe im gelben Strafraum. Diesem Druck waren die Gelben bald nicht mehr gewachsen.

Wieder einmal lief eine Kombination über mehrere Stufen, wieder war Pellegrino entscheidend daran beteiligt und der Ball landete schließlich bei Carmelo. Wieder hatte Carmelo freie Schussbahn und schon hieß es 2 : 0.

Kaum machten sich die Gelben für den Anstoß bereit ertönte ein sehr lauter Ruf von Tom: „ACHTUNG Martin“ um ähnliches Unheil wie beim ersten orangenen Treffer zu vermeiden. Aber Niklin war ab nun auf der Hut und sah dem gelben Anstoß gebannt zu. Aber gebracht hat der Anstoß den Gelben kaum etwas, denn weit in die orangene Hälfte kamen sie nicht.

Das Spiel lief weiter nur in eine Richtung, nämlich in die von Gernots Tor. Der Schneesturm tobte weiter und genauso tobten die Orangenen durch den gelben Strafraum. Niklin hielt sich weiter mit fotografieren warm, während sich seine Orangenen durch Tempoläufe warm hielten.

Aus Niklins Sicht ähnelten sich die Angriffe im Schneegestöber sehr, und so führte – aus seiner Sicht – eine ähnliche Kombination wie schon vorher zum 3 : 0 durch Carmelo, der damit einen Schneegestöber-Hattrick aufgestellt hat.

Wieder ertönte Toms Warnruf beim gelben Anstoß, aber Gefahr kam dabei nicht auf durch die Gelben. Den Gelben gelang in diesem Spiel nur ein Angriff, der etwas gefährlich wurde. Über die rechte Seite brach Klaus durch, als Eugen mal wieder eher in den vorderen Gefilden zu finden war. Klaus lief rechts durch und schwenkte kurz vor der Torauslinie nach innen. Klaus versuchte einen Querpass auf den mitgelaufenen Achim, aber Dieter blockte den Pass zum Glück ab. Obwohl, vielleicht wäre es auch garnicht gefährlich geworden, wenn Achim den Ball erreicht hätte, denn ob daraus ein Tor entstanden wäre ist nicht gesichert wie uns Achim im dritten Spiel zeigte.

Ansonsten spielten nur noch die Orangenen. Das Carmelo Torfestival wurde durch Pellegrino unterbrochen, als er den Ball zum 4 : 1 ins Netz haute. Wolfgang hatte den Ball von rechts nach innen geflankt, wo Pellegrino sich den Ball schnappte und vollendete. Das Schneegestöber wurde immer dichter, aber Wolfgang behielt trotzdem den Überblick und beendeten das Spiel mit seinem Tor zum 5 : 1 Sieg der Orangenen.

In der Pause war schnell klar, wir müssen eine Wechsel vornehmen und etwas ausgeglichene Spiele zu bekommen. So tauschten Jonas und Pellegrino die Leibchen, ansonsten ging es unverändert ins zweite Spiel. Dieser Wechsel hatte zwar einige Auswirkungen, aber der erhoffte ausgleichende Effekt trat nicht ein. Die Gelben waren nun zwar stärker im Mittelfeld und konnten so gefährlicher nach vorne spielen.

Aber die Orangenen glichen den Verlust von Pellegrino im Mittelfeld leicht aus indem sich Lucky und Martin mehr engagierten. Sie hatten nun aber in Jonas einen lauf- und spielstarken Linksaußen und somit eine richtige gefährliche Flügelzange, rechts Wolfgang und links Jonas.

Und diese Flügelzangen setzten die Orangenen konsequent ein. So kamen die Gelben sofort wieder unter Druck und hatten kaum Gelegenheit, gefährlich nach vorne zu spielen. Jörg rückte nun ganz in die Spitze, verhungerte dort aber kläglich.

Da ging es Carmelo auf der anderen Seite ganz anders. Immer wieder wurde er von Jonas oder Wolfgang in Szene gesetzt und kurz nach Beginn gelang ihm so das 1 : 0 für die Orangenen. Die Orangenen blieben dran und starteten einen Angriff nach dem anderen. So langsam ließ auch der Schneesturm nach, sodass Niklin nun freiere Sicht über das Spielfeld hatte.

So sah er wie Gernot einen harten orangenen Schuss abblocken konnte, indem er blitzschnell die Fäuste hochriss. Der Ball fiel Jonas vor die Füße, der ihn dann zum 2 : 0 in die Maschen haute. Die Gelben kamen nun etwas häufiger nach vorne, aber Jörg wurde trotzdem kaum gefunden, was ihn immer mehr frustrierte. Gefährlich wurde es für Niklin nur einmal, als Klaus (??) hart abzog, aber der Ball flog genau auf Niklin zu, der nur die Fäuste heben musste und den Ball so ins Seitenaus boxen konnte.

Da erging es Gernot ganz anders. Ihm flogen die Bälle nur so um die Ohren. Immer wieder schossen die Orangenen auf sein Tor und er hatte alle Hände voll zu tun, seinen Kasten einigermaßen rein zu halten. Eugen kam noch links auf Gernots Tor zu gerannt und zog ab. Franz-Josef blockierte den Schuss ab, aber der Ball prallte Eugen wieder vor die Füße und im zweiten Versuch traf Eugen dann zur 3 : 0 Führung der Orangenen.

Die Gelben agierten nun etwas druckvoller und kamen immer mehr in die orangene Hälfte. Aber richtig gefährlich vor Niklins Tor tauchten sie selten auf. So versuchten sie es vermehrt mit Fernschüssen, die aber mehr weit denn knapp am Tor vorbei flogen.

Diese Probleme hatten die Orangenen nicht, denn Carmelo gelang mit seinem fünften Tor heute das 4 : 0. Da wurden die Orangenen etwas leichtsinnig und die Gelben kamen immer gefährlicher vor Niklins Tor. Mäthes schnappte sich in der Mitte den Ball, lief ein paar Schritte und zog mit seinem starken linken Fuss ab. Jörg, der in der Schussbahn stand, spreizte gedankenschnell die Beine und ließ den Ball passieren. Dadurch wurde Niklin irritiert und so flog der Ball an den linken Innenpfosten und von da ins Netz zum 1 : 4.

Aber mehr war wirklich nicht drin für die Gelben in diesem Spiel, denn kurz darauf fiel das 5 : 1 und das Spiel war zu Ende. Inzwischen gab es sogar blauen Himmel und die Sonne zeigte sich kurz.

Da hatten Niklin dann endgültig genug von seinem frierenden Torwartdasein und Dieter ging statt seiner im dritten Spiel ins Tor. Und dies war eine sehr weise Entscheidung, denn plötzlich drehten die Gelben mächtig auf und das Spiel war ausgeglichen.

Endlich hatten wir ein richtig abwechslungsreiches Fußballspiel. Es ging flott hin und her und es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Dieter musste glich zu Beginn sein ganzes Können als Torwart aufbieten, als ein flacher Schuss auf sein Tor flog. Katzenartig tauchte Dieter ab und fing den Ball gekonnt. Das Gleiche musste er einige Zeit später wieder tun, denn die Gelben legten nun richtig los.

Das lag auch daran, dass den Orangenen nun ungewohnt viele Fehlpässe unterliefen, meistens im Mittelfeld. So kamen die Gelben immer öfters in Überzahl auf die orangene Abwehr zu gerannt und zwangen Dieter zu diesen tollen Paraden.

Aber auch die Orangenen erspielten sich viele Chancen, von denen eine Carmelo zur 1 : 0 Führung nutzte. Es war sein sechstes Tor heute. Kurz danach hätte Carmelo eigentlich sein siebtes Tor heute schiessen MÜSSEN, aber plötzlich traf er das leere Tor nicht mehr. Erst hatte Jonas das Tor auf dem Fuß, aber er traf nur Gernot anstatt ins sonst leere Tor. Wolfgang machte es beim Abpraller nicht besser und auch Carmelo versagte dann kläglich. Dreimal vor dem eigentlich leeren Tor und dreimal versagt, das war keine Glanzleistung des orangenen Sturms, Grrrrrrrr !!!!

So ging es lange hin her, es gab weiter Chancen auf beiden Seiten. Eine sehr große Chance hatte Achim, als ihm links der Ball zugespielt wurde und er eigentlich freie Bahn hatte, da Dieter schon geschlagen war. Aber Achim brachte das gleich Kunststück fertig wie vorher Carmelo und Co. als er den Ball am leeren Tor vorbei ins Aus schoss.

Und dann griff Niklin in das Spiel ein. Vor dem Strafraum stellte er sich Klaus in den Weg, der den Ball links an ihm vorbei legte. Niklin dachte, dass er den Ball leicht erreichen würde, holte aus  und schlug zu, aber da war der Ball schon lange weg. Dafür stand da Klaus, den Niklin so unbarmherzig fällte. Klaus fand das garnicht gut (Niklin übrigens auch nicht), aber der anschließende Freistoß brachte den Gelben nichts ein.

Kurz danach gab es wieder eine sehr brenzlige Situation im orangenen Strafraum. Von links kommend trieben den Gelben den Ball voran um ihn dann quer in den Strafraum zu spielen. Der Ball kam etwas in den Rücken des freistehenden Jörg, sodass dieser den Ball nicht erwischte. So flog der Ball quer zum Tor weiter und Niklin setzte dem Ball nach. Wieder war er der Meinung, den Ball sicher weghauen zu können und wieder lag er falsch. Denn plötzlich kam Achim angerannt und schnappte sich den Ball, während Niklin nur Achim traf, allerdings nicht so fatal wie vorher Klaus.

Dann fiel aber doch noch der verdiente Ausgleich. Es gab Ecke für die Gelben, die Achim herein trat. Der Ball flog hoch auf den zweiten Pfosten, wo Jörg und ein weiterer Gelber hochstiegen. Jörg erwischte den Ball und köpfte ihn in die Mitte wo Pellegrino stand und den Ball mit dem Kopf energisch neben Niklin in die Maschen drückte. Tom fand Niklins Abwehrverhalten nicht so gut, er meinte, da hätte er energisch dazwischen gehen müssen.

Einen weiteren Höhepunkt setzte dann Franz-Josef, wenn auch eher verbal. Denn fußballerisch gelang Franz-Josef heute eher weniger, was auch an dem rutschigen Boden lag, auf dem Franz-Josef des Öfteren landete. Als er mal wieder so im Schnee sah, teilte uns Franz-Josef mit: „Von Philipp Lahm habe ich nur das Lahm“. Na, immerhin etwas.

Gegen Ende setzte dann wieder der Schneesturm ein. Franz-Josef wurde langsam ungeduldig und fragte nach der Zeit, da er heute sehr pünktlich heim müsse. Martin meinte daraufhin lapidar: „Wir Orangene würden dich nicht vermissen“

Aber so weit kam es nicht, denn Jonas glückte dann im Schneesturm das Tor zum 2 : 1 für die Orangenen und das war dann der Gongschlag, der die heutigen Spiele beendete. Denn außer Franz-Josef ging danach auch Pellegrino zurück zu den „Bänken“ woraufhin sich alle anderen anschlossen und wir die Spiele beendeten.

Angesichts des tollen Schneesturms und der imposanten 18 VEB’ler drängte Niklin und Achim auf ein Mannschaftsfoto, dem sich – mehr oder weniger – alle gerne anschlossen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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