Zu zweit steht man sich weniger im Weg

22.08.2026 14:15 von Chronicle Redakteur Martin

22. August

 

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Zu zweit steht man sich weniger im Weg

Dieser Ausspruch kam von Wolfgang als er zusammen mit seinen beiden gelben Mitkickern zum zweiten Mal gegen die beiden Blauen Tom und Frank verloren hatte. So versuchte Wolfgang, die beiden Niederlagen zu erklären. Aber daran lag es nicht alleine. Denn es gab da ja noch das „verfluchte“ Tor, was auch mit dazu beitrug. Und Tom bekam das – für ihn neue – Prädikat „halbjung“ verpasst.

Nach der gestrigen Abkühlung war die Hitzewelle erst einmal vorbei. Trotzdem trafen sich in der zweiten Ferienwoche nur 7 VEB’ler zu ihrem Kick. Wir bauten schon die kleinen Tore am Strafraum auf, als Dai sich entschied, so nicht zu spielen und wieder heimging.

Da hatte auch Milad keine Lust mehr, schnappte sich sein Fahrrad und fuhr heim. So blieben 5 VEB’ler übrig und wir beschlossen, mal wieder in der Boy zu spielen. Dabei war der Kunstrasen nach dem gestrigen Regen optimal bespielbar. So verketteten wir die Tore wieder und gingen zur Box.

Wolfgang meinte, dass nun die Jungen gegangen seien und nur noch die Alten da wären. Mit Blick auf Tom revidierte er diese Aussage und meinte, Tom sei noch halbjung. Ein Prädikat, das Tom so noch nie gehört hatte, aber dankend annahm. Frank hat Wolfgang dabei aber total übersehen.

An der Box angekommen, sahen wir erst einmal eine sehr wellige Stelle im Boden vor dem einen Tor und Tom orakelte schon: „ratet mal, wer da drüber fällt“. Aber zum Glück ist niemand über diese Wellen gefallen, auch wenn sie sehr exponiert lagen.

Die Mannschaften waren schnell eingeteilt und so ging es mit 2 Blauen gegen 2 Gelbe los. Die Blauen mit Tom und Frank hatten Anstoß und legten sehr engagiert los. Die Gelben mit Wolfgang, Martin und Marcel bekamen gleich viel zu tun und so entwickelte sich ein sehr flottes Spiel.

Die Gelben spielten gegen die Sonne und so hatten die Blauen einen leichten Vorteil. Aber daran lag es nicht, dass die Blauen dieses Spiel dominierten. Schnell schoss Frank die Blauen mit 1 : 0 in Führung und die Blauen bauten diese Führung weiter aus.

Wir hatten die Regel, dass erst ab der Mittellinie ein Tor erzielt werden durfte und diese Regel galt für beide Mannschaften. Wir legten diese Regel großzügig aus und ließen auch ein paar wenige Tor, die hinter der Mittellinie erzielt wurden, gelten.

Nur bei einem Eigentor galt diese Regel nicht, wie Wolfgang einmal schmerzhaft erfahren musste. Wolfgang als letzter Mann schoss in der blauen Hälfte aufs blaue Tor, traf aber nur das Gestänge. Von dort prallte der harte Schuss zurück und der Ball flog an Wolfgang vorbei ins verlassene gelbe Tor. Dieses etwas kuriose Eigentor von Wolfgang zählte !!!

Die Gelben wurden dadurch auch nicht besser. Egal, was die Gelben auch anstellten, die Blauen wussten die besseren Antworten und führten immer mit 2 – 3 Toren Vorsprung. Die Blauen bewegten sich schneller, liefen sich intelligent frei und spielten die besseren Pässe. Zudem nutzten die Blauen intelligent die Bande und führten so schon 8 : 3.

Da gelang Martin ein Trick gegen Frank, den Martin selbst nicht verstanden hat. Auf jeden Fall gelang es Martin so, den Ball an Frank vorbei zu legen und den Ball anschließend zum 4 : 8 ist Tor zu schießen.

Dies war der Auftakt zu einer gelben Aufholjagd zum 7 : 8. Aber mehr war nicht drin für die Gelben, denn die Blauen gewannen dieses Spiel verdient mit 10 : 7.

Nach einer kurzen, aber benötigten Pause wechselten wir die Seiten und so ging es in das 2. Spiel heute. Und da erwachte der Fluch des Tores, das die Blauen nun verteidigen mussten. Und der Fluch war furchtbar.

Aber daran lag es nicht, dass die Gelben mit 1 : 0 in Führung gehen konnten, ihre erste Führung heute. Denn erst jetzt erwachte der Fluch. Und er zeigte auf zweierlei Weise. Zum einen zeigte er sich dadurch, dass Frank vorne dreimal nur den Pfosten des gelben Tores traf anstatt ins gelbe Tor.

Aber viel Schlimmer war der Fluch beim blauen Tor, dem eigentlich verfluchten Tor. Denn in dieses Tor traf Frank viermal (!!!) und Tom einmal. Meistens fielen diese fünf (!!!) Eigentore dadurch, dass die Gelben knapp neben das blaue Tor schossen und der abprallende Ball dann an den Körper von Frank oder Tom sprang und von da ins Tor.

So hatten die Blauen sehr viel Pech in diesem Spiel. Wie die Gelben vorher lagen die Blauen in diesem Spiel nie in Führung und die Gelben konnten dieses Spiel mit 10 : 7 gewinnen. In der Pause diskutierten wir kurz über einen Wechsel (Marcel gegen Frank), beschlossen aber, doch so weiter zu spielen.

So ging es in das 3. Spiel heute. Und das Spiel fing sehr gut an für die Blauen. Vom Anstoß weg wurde Frank angespielt und haute den Ball gegen den Innenpfosten des verfluchten Tores. Und zu seiner Freude flog der Ball von dort ins Tor zur 1 : 0 Führung der Blauen.

Im vorherigen Spiel wäre dieser Ball wieder ins Feld zurück gesprungen. Dieses Spiel war ausgeglichener als die beiden vorherigen. Die Gelben konnten bald darauf zum 1 : 1 ausgleichen und Marcel gelang das Tor zur 2 : 1 Führung der Gelben.

Zum ersten Mal heute wechselte die Führung innerhalb eines Spiels. Mal führten die Blauen, mal die Gelben. Es ging weiter sehr flott hin und her, Verschnaufpausen in der Box gibt es nicht.

Die Blauen bestimmten dann aber bald wieder das Spiel und gingen mit 7 : 3 in Führung. Marcel war es nun, der eine tolle Aufholjagd startete und Tor um Tor schoss. Fünf (!!!) Tore hintereinander gelangen Marcel, das letzte zu 9 : 9 Ausgleich.

Das golden Goal musste also dieses Spiel entscheiden. Und Tom war es vorbehalten, dieses Tor zum 10 : 9 Sieg der Blauen zu erzielen.

So ging es in die nächste Pause, die wir immer nötiger hatten, denn es wurde langsam warm und die ständige Rennerei in der Box ist anstrengend. Nach der Pause ging es in das 4. Spiel heute.

Die Blauen gingen früh in Führung und Marcel setzte seine Serie mit zwei weiteren Toren fort. Sieben (!!!) Tore am Stück hat Marcel so erzielt, ehe Martin mit einem Tor diese Serie brach.

Die Blauen waren wieder überlegen und machten das mit ihren zwei Mann sehr geschickt. Tom stand im Tor und wuchs zum Titan heran. Die meisten Schüsse, die die Gelben auf sein Tor abgaben, konnte Tom mit tollen Reflexen und seinen langen Armen und Beinen abwehren, sehr zum Leidwesen der Gelben.

Vor Tom agierte Frank als Ballfänger, indem er den jeweils ballführenden Gelben angriff und mit seinen blitzschnell ausgefahrenen Beinen so manchen Pass der Gelben erreichte und einen Konter startete.

Und wenn Frank doch nicht an den Ball kam, sondern ein Gelber, stand ja noch Tom im Tor und hielt die meisten der gelben Schüsse.

Die Gelben hatten keine so strukturierte Spielweise und auch ihr Zusammenspiel klappte nicht immer, denn es schlich sich so manches Missverständnis ein und so verpuffte der eine oder andere gelbe Angriff und die Blauen kamen an den Ball.

Zudem produzierten die Gelben in diesem Spiel einige vermeidbare Fehler. Martin unterlief ein Fehlpass genau in die Füße von Frank und schon lag der Ball im gelben Tor. Auch Wolfgang hatte zweimal Pech mit seinen Rückpässen.

Der erste war so unkontrolliert, dass er ein Steilpass für Frank wurde, der das Geschenk dankend annahm. Auch der andere Rückpass landete nicht bei Martin, sondern bei Frank und schon wieder gelang Frank so ein geschenktes Tor. Nach Martins Gedächtnis haben die Gelben so den Blauen so mindestens vier Tore geschenkt.

So gewannen die Blauen auch dieses Spiel verdient mit 10 : 7. Wir wollten schon aufhören, aber da noch ca. 10 Minuten zu spielen waren, entschlossen wir uns auf Vorschlag von Tom doch noch zu einem kurzen Spiel auf fünf Tore. So ging es in  das 5. Spiel heute.

Die Gelben gingen durch Marcel mit 1 : 0 in Führung, dem Martin bald das 2 : 0 folgen ließ. Die Blauen kamen nochmals auf 1 : 2 heran, ehe die Gelben wieder auf 3 : 1 erhöhten. Dann erwischte es den armen Wolfgang.

Wolfgang stand im gelben Tor, als ein harter Schuss auf sein Tor zuflog. Wolfgang konnte diesen Schuss mit dem rechten Fuß abwehren, aber sehr unglücklich mit der Fußspitze. So verdrehte es Wolfgang den Fuß und er humpelte aus der Box.

Da beschlossen wir, diesen Kick zu beenden und gingen sehr befriedigt aus der Box. Wolfgang ging es zum Glück bald wieder deutlich besser, da hat er Glück gehabt. So etwas kann auch sehr blöde ausgehen, was Martin schmerzhaft erfahren hat und beinahe 9 Monate pausieren musste.

Martin wollte unbedingt noch ein Mannschaftsfoto schießen und versuchte sich so an einem Selfie. Frank zeigte Martin dabei einen Trick zum einfachen Auslösen, aber irgendwie klappte das alles nicht so, sodass Martin weiter auf ein weiteres Mannschaftsfoto warten muss.

Uns hat es heute trotzdem sehr viel Spaß gemacht und wir bedauerten alle, der nicht dabei war, denn die haben wirklich etwas versäumt.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 

 


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