Zum Glück spielen WIR heute mit einem Torwart

16.05.2026 12:00 von Chronicle Redakteur Martin

16. Mai

 

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Zum Glück spielen WIR heute mit einem Torwart

Diesen eher sarkastisch gemeinten Ausspruch hörten wir heute mindestens zweimal. Zum ersten Mal hörten wir ihn von Andreas, als Peter fatal neben den Ball griff. Und zum zweiten Mal von Peter, als auch Wolfgang ein Missgeschick unterlief. Ansonsten war es heute ein abwechslungsreiches Spiel, indem Milad ein Hattrick gelang und nur der Pfosten sein Tor des Jahres verhinderte.

Bei bedecktem und eisigen (Polarluft !!) Wetter trafen sich heute 16 VEB’ler zu ihrem Kick. Nach dem warm machen teilte Achim die Mannschaften ein und dann ging es mit 8 Blauen gegen 8 Gelbe auf dem gesamten Halbfeld los.

Die Gelben mit Peter im Tor, Frank, Flo und Martin in der Abwehr, Thomas und Achim im Mittelfeld und vorne mit Marcel und Masud hatten Anstoß, waren aber harmlos. So kamen die Blauen mit Wolfgang  im Tor, Andreas, Dieter und Robert in der Abwehr, Bllaca und Ali im Mittelfeld und vorne mit Milad und Achmed bald in Ballbesitz.

Und die Blauen waren alles andere als harmlos. Robert schickte links Milad steil, der mühelos Martin überrannte. So stürmte Milad von halblinks alleine auf Peter zu und schoss. Peter warf sich in den Schuss und konnte ihn mit der Brust so abwehren.

Aber genau vor die Füße des mitgelaufenen Ali, der keine Mühe hatte, den Ball ins verlassene Tor zur sehr frühen 1 : 0 Führung der Blauen zu schieben. Die Blauen waren am Anfang die bessere Mannschaft. Die Blauen nutzten die gesamte Breite des Feldes, ließen den Ball technisch gekonnt durch ihre Reihen laufen und bewegten sich intelligent.

So kamen schöne Kombinationen zustande, die die Gelben nicht bremsen konnten. Das Spiel der Gelben war beileibe nicht so gekonnt. Die Blauen pressten früh und so hatten die Gelben Probleme, ihr Spiel aufzuziehen.

Die Gelben verlegten sich bald auf Einzelaktionen, bei denen besonders Marcel und vorallem Masud hervor stachen. Zudem produzierten die Gelben einige Fehlpässe, besonders Martin, sodass das gelbe Spiel merklich stockte.

Wie toll die Blauen zusammen spielten, zeigte sich beim zweiten Tor. Andreas kam rechts hinten an den Ball und sah, dass Milad vorne in den freien Raum vor dem gelben Strafraum lief.

Andreas schlug eine hohe Flanke in diesen Raum, in den Milad hinein rannte. Peter kam aus seinem Tor und rief laut: TORWART. Peter stieg hoch und wollte den Ball mit den Händen fangen, aber Peter war heute zu klein dafür.

Denn auch Milad stieg hoch und erreichte den Ball mit dem Kopf vor Peter. So kam Milad an den Ball und schob ihn grinsend zum 2 : 0 für die Blauen ins leere Tor. Peter ärgerte sich und Andreas rief sarkastisch: „Zum Glück spielen WIR heute mit einem Torwart“.

So langsam fanden dann auch die Gelben besser ins Spiel und kamen zu ersten Chancen, die sie aber erst einmal nicht nutzen konnten. Die Gelben setzten vermehrt auf Einzelaktionen, was zu vielen Zweikämpfen im Mittelfeld führte. Ein flüssiges Kombinationsspiel brachten die Gelben erst einmal nicht zusammen.

Wenn man sich nicht bis vors Tor durchkombinieren kann, müssen halt Fernschüsse her halten. So dachte sich wohl auch Frank, als er hinter der Mittellinie von links kommend angespielt wurde.

Frank fackelte nicht lange und schoss den Ball flach aufs Tor. Wolfgang war wohl die Sicht versperrt, denn der Ball schlug im langen Eck zum 1 : 2 Anschlusstreffer ein. Die Freude der Gelben war groß, denn das Tor kam etwas überraschend.

Aber das Tor gab den Gelben Auftrieb und verunsicherte wohl Wolfgang etwas. Denn als kurz danach Wolfgang einen Ball aufnehmen konnte, warf Wolfgang den Ball überhastet genau in die Füße von Masud.

Masud nahm dieses Geschenk dankend an, rannte aufs blaue Tor zu und versenkte den Ball zum 2 : 2 Ausgleich. Peter ließ sich diese Gelegenheit nicht entgegen und rief lauf: „Zum Glück spielen WIR heute mit einem Torwart“. Wie du mir, so ich dir !!!

Der Ausgleichtreffer beflügelte die Gelben und sie bestimmten nun das Spiel. Beinahe hätte Flo die Gelben sogar in Führung geschossen. Flo wurde rechts vorne steil geschickt und rannte los.

Trotz Bedrängnis gelang es Flo, aufs entfernte Eck zu schießen. Wolfgang wäre an diesen Schuss nicht heran gekommen, aber der Ball prallte an den Pfosten und von da ins Feld zurück. Es sollte nicht der letzte Pfostenschuss heute sein.

Das Spiel war nun ausgeglichen und wogte hin und her. Die gelbe Abwehr hatte nun die schnellen blauen Stürmer besser unter Kontrolle, was hauptsächlich an Flo lag. Martin verlieh Flo in dieser Phase den Titel „Flo, der Abstecher“.

Thomas verstand den Hintergrund nicht ganz und meinte, Martin hätte Flo in die Kategorie „Jack the Ripper“ eingeordnet. Aber weit gefehlt, denn Flo stach nun eine blaue Flanke nach der anderen ab.

Und das gefiel den Blauen, besonders Milad, ganz und gar nicht. Aber der eleganteste Abstecher gelang Frank. Von links segelte eine hohe Flanke durch den gelben Strafraum. Der Ball flog hinter Frank durch und Frank hob nur sehr elegant sein rechtes Bein und lenkte den Ball so mit der Hake ab.

Das ärgerte besonders Ali, der somit nicht an diesen Ball gekommen ist. Martin war es dann, der den Blauen die erneute Führung ermöglichte. Martin wurde rechts im Mittelfeld angespielt und wollte den Ball nach vorne weiter leiten.

Aber der Pass nach vorne landete in den Füßen von Robert. Thomas war zu recht sauer über diesen Fehlpass, denn er wäre hinten frei anspielbar gewesen. So aber hatten die Blauen den Ball und passten ihn nach vorne zu Milad.

Milad ließ sich dieses Chance nicht entgehen und schon führten die Blauen wieder mit 3 : 2. Das Tor gab den Blauen Auftrieb, die nun wieder das Spiel bestimmten. Die Gelben versuchten es weiter hauptsächlich mit Einzelaktionen und Dribblings, was Flo nicht gefiel und er des Öftern ABSPIELEN rief.

Das Kombinationsspiel der Blauen lief nun wieder auf Hochtouren und so ergaben sich einige Chancen der Blauen. Peter musste des Öftern raus aus seinem Tor, um Steilpässe der Blauen abzufangen. So kam es besonders gegen Milad, aber auch gegen Ali und Achmed immer wieder zu Laufduellen, die aber Peter alle gewann.

Milad war es dann, der einen der blauen Chancen zur 4 : 2 Führung nutzte und damit einen Hattrick erzielt hat. Diesen Hattrick hat sich Milad redlich verdient, denn er war vorne unermüdlich in Bewegung, lief sich ständig frei, wurde aber nicht immer angespielt.

Aber die Gelben gaben trotz des Rückstandes nicht auf und fanden langsam wieder zu ihrem Spiel. Und sie wurden belohnt dafür. Marcel wurde im Mittelfeld angespielt, rannte nach vorne, umspielte einen Blauen und schoss dann den Ball an Wolfgang vorbei ins Tor zum 3 : 4 Anschlusstreffer.

Das Tor löst die Frage nach dem Spielstand aus und Andreas erwies sich als exzellenter Chronist. Vollkommen richtig zählte er die Torfolge auf, die zum 4 : 3 geführt haben. Martin freute sich dabei über einen möglichen Nachfolger.

Milad wäre dann beinahe der Siegtreffer mit einem Tor des Jahres gelungen. Robert wurde hinten links angespielt und sah Milad auf der rechten Seite durchstarten. Robert schlug eine wunderbare, hohe Flanke auf die linke Seite genau in den Lauf von Milad.

Aus vollem Lauf haute Milad den Ball aufs Tor, traf aber nur den langen Pfosten. Das war wirklich Pech, diese Aktion hätte ein Tor verdient gehabt. Peter rühmte sich seines Torwartblickes, aber ob er wirklich gesehen hat, dass dieser Schuss nur an den Pfosten geht, darf bezweifelt werden.

Inzwischen war auch Jörg gekommen und sah sich das restliche Spiel an. Kurz danach kam auch noch Ali, der also der „Einladung“ zum heutigen Umtrunk von Martin gefolgt war. Und sie bereuten ihr Kommen nicht, denn sie sahen noch einige Höhepunkte.

So zum Beispiel einen Pfostenschuss von Marcel. Marcel schoss hart und flach aufs Tor und der Ball klatsche gegen den Pfosten von wo er ins Feld zurück sprang. Von weiter hinten sah es aus, als ob der Ball ins Tor geflogen sei und von dort wieder raus gesprungen, aber dem war nicht so.

Das eigentliche Highlight aber war der Ausgleichstreffer. Peter betätigte sich wieder einmal als fliegender Torwart und war bis zur Mittellinie aufgerückt. Dort wurde er durch einen Rückpass angespielt und schoss den Ball aus vollem Lauf und mit voller Wucht aufs Tor.

Der Ball flog genau in den Winkel. Wolfgang reckte die Arme hoch und versuchte so, den Ball noch abzuwehren, aber vergebens. Der Ball schlug zum 4 : 4 Ausgleichstreffer im blauen Tor ein.

Wolfgang meinte entschuldigend, dass im Alter wohl die Arme kürzer werden, aber wissenschaftlich bewiesen ist das noch nicht. Das golden Goal musste also dieses Spiel entscheiden.

Das Spiel war nun weiterhin ausgeglichen und es gab viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Beide Mannschaften hatten ein paar Chancen, aber Frank war es dann vorbehalten, die Gelben mit ihrer ersten Führung heute zum Sieg zu schießen.

Frank wurde links weit vor dem Strafraum angespielt und schoss hart und flach aufs blaue Tor. Zu seiner Freude und der aller Gelber schlug der Ball im langen Eck ein zum 5 : 4 Sieg der Gelben.

Ganz unhaltbar schien der Schuss nicht zu sein, wahrscheinlich war Wolfgang die Sicht versperrt. Damit beendeten wir unseren Kick heute und gingen zum Pavillon um Franks und Flos Einladung zu folgen.

*Morgen* laden Flo und ich zum *Umtrunk* ein.
Wir freuen uns auf einen schönen Kick und ein nettes Beisammensein im Anschluss

 

Im Pavillon erwarteten uns Brezn, Brötchen und leckere Pasten sowie Bier. Jörg stimmte die Geburtstagsständchen an, zuerst den für Flo. Für Frank wählte Jörg eine Alternative und dann war das Ständchen für Ali (wegen Technikpanne kein Video) fällig.

Nach dieser Gesangseinlage griffen wir beherzt zu und ließen es uns schmecken. Es entwickelten sich wie immer interessante Gespräche aber der kalte Wind vertrieb bald die ersten VEB’ler

 

VIELEN Dank Frank und Flo !!!

 

 Kommentar von Bllaca

1. Die Mannschaft hat heute eine gute Leistung gezeigt; der Gegner lag mit 4:5 nur um ein Tor zurück. Wir haben lediglich ein einziges Spiel bestritten, das eine Stunde und dreißig Minuten dauerte.

2. Das schmerzhafteste Tor des heutigen Tages erzielte der gegnerische Torwart – Peter M. der so genante Titan – aus 20 Metern Entfernung. 

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 

 


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