Glücklich ist, wer vergisst

29.11.2025 12:45 von Chronicle Redakteur Martin

29. November

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Glücklich ist, wer vergisst

Mit diesem Spruch munterte Dieter den armen Martin auf der Heimfahrt auf. Und das war dringend notwendig. Zum einen wollte Martin das Spiel seiner Blauen bald vergessen um wieder glücklich zu sein. Aber zum anderen hatten Martin als Chronist schon in vorauseilendem Gehorsam Teile des 2. Spiels vergessen und das machte ihn als Chronist nun auch nicht glücklich. Im Gegensatz dazu brauchten die Gelben aber nichts zu vergessen um glücklich zu sein, ganz im Gegenteil: die Erinnerung an die Spiele heute machten sei bestimmt sehr glücklich.

Bei kaltem Nieselregen, also idealem VEB-Wetter, trafen sich heute 12 VEB’ler zu ihrem Kick. Auch Markus war in Zivil erschienen, er hat noch Probleme mit seinem Knie. Dafür hatte er allerdings die Lose für das Wichteln auf der VEB-Weihnachtsfeier dabei und jeder Beteiligte durfte sich ein Los ziehen.

Nach dem warm machen teilte Wolfgang die Mannschaften ein und so ging es mit 6 Blauen gegen 6 Gelbe auf dem verkleinerten Halbfeld los. Die Blauen mit Jörg im Tor, Martin und Tom in der Abwehr und davor mit Achim, Dai und Milad hatten Anstoß und sie wurden sofort gefährlich.

Die Blauen griffen über links an und passten den Ball dann in die Mitte, wo sich Achim freigelaufen hatte. Achim kam so alleine vor Andreas im gelben Tor an den Ball, aber sein Schuss ging doch um einiges am Tor vorbei.

Diese Szene war typisch für das blaue Spiel heute, denn in der Chancenverwertung waren die Blauen sehr, sehr mangelhaft heute. So kamen die Gelben mit Andreas im Tor, Flo und Lucky in der Abwehr und davor mit Edi, Peter und Wolfgang in Ballbesitz.

Und auch sie wurden bald gefährlich, brauchten aber die Hilfe von Achim, dem Pechvogel der Anfangsphase. Die Blauen hatten einen Angriff der Gelben abgefangen und Jörg spielte den Ball nach rechts zu Achim, der kurz vor der Torauslinie stand. Achim wollte den Ball in die Mitte zu Tom spielen, aber sein Pass geriet zu kurz.

So konnte Wolfgang in den Pass sprinten, schnappte sich den Ball und ließ Jörg mit seinem Schuss keine Chance, es stand früh 1 : 0 für die Gelben. Die Gelben waren von Anfang die bessere Mannschaft. Sie bewegten sich sehr viel mehr als die Blauen, sie waren schnell und sicher im Passspiel. Zudem nutzten sie die ganze Breite des Spielfeldes und hatten so immer mindestens einen freien Anspielpartner.

Zudem pressten die Gelben durch Peter sehr früh und störten so den Spielaufbau der Blauen. So taten sich die Blauen schwer mit ihrem Spiel. Die Blauen bewegten sich deutlich weniger als die Gelben, und wenn, dann nur langsamer.

Zudem rückten die Blauen bei Ballbesitz viel weniger auf als die Gelben. Hatten die Gelben den Ball, rückten alle Gelben koordiniert nach vorne und bei blauem Ballbesitz alle wieder koordiniert nach hinten. So zeigten die Gelben eine geschlossene Mannschaftsleistung, was man von den Blauen nicht sagen konnte.

Die Blauen hatten selten einen freien Anspielpartner und wenn, dann meistens hinten und selten vorne. So kamen sehr selten schöne Kombinationen der Blauen zustande und damit auch wenig Chancen.

Wenn es mannschaftlich nicht geht, müssen halt Einzelaktionen her. Dies dachte sich wohl Dai, als er sich im Mittelfeld den Ball schnappte und zu einem seiner Solis ansetzte. Dai kam von links, zog nach innen und schoss dann aus der Drehung heraus den Ball ins Eck zum 1 : 1 Ausgleich.

Aber schon im Gegenzug schlugen die Gelben wieder zu. Die Gelben kamen über rechts und passten dann den Ball quer auf den zweiten Pfosten, wo Edi mitgelaufen war. Edi hatten dann keine Mühe, den Ball aus vollem Lauf alleine vor Jörg im Tor zur 2 : 1 Führung unterzubringen.

Am Spiel änderte dies nichts, die Gelben blieben besser. Sie hatten mit Peter und meist auch Wolfgang vorne immer Anspielstationen, die bei gelbem Ballbesitz durch alle weiteren Gelben verstärkt wurden.

Bei den Blauen war vorne eigentlich niemand und wenn, dann Milad und der war erst einmal auf sich alleine gestellt. Hatte Milad dann vorne den Ball, rückten die anderen Blauen nur sehr zögerlich mit nach vorne und so hatten die Gelben immer genügend Zeit, sich hinten wieder zu sortieren.

Dadurch kamen die Blauen kaum zu Chancen und wenn sie dann mal welche hatten, gingen ihre Schüsse meistens vorbei oder landeten in den Armen oder Beinen von Andreas. Peter brachte dann noch zusätzlichen Schwung in das Spiel, indem er dazu überging, ein paar Blaue abzuschießen.

Erst erwischte es Achim, der einen Schuss von Peter voll in den Leib bekam. Schlimmer erwischte es später den armen Tom, den Peter voll im Unterleib traf. Tom blieb länger liegen, erholte sich dann aber zum Glück wieder. Andreas meinte zu der Szene, dass in „normalen Spielen“ das Spiel weiter gelaufen wäre und Peter dann alleine vorm Jörg zum Schuss gekommen wäre.

Aber wir sind halt beim VEB und da geht es manchmal halt etwas anders zu als bei „normalen Spielen“. Auch das Abschießen änderte nichts am Spiel. Die Gelben, vorallem Peter, pressten sehr früh und erschwerten so den blauen Spielaufbau. Hatten hingegen die Gelben hinten den Ball, konnten sie in aller Ruhe ihr Spiel aufziehen, da die Blauen vorne niemanden hatten zum Pressen.

So ergaben sich viele, zum Teil sehr gute Chancen für die Gelben, die einige davon auch nutzten. Wolfgang wurde rechts vorne angespielt und überrannte leichtfüßig Martin. Kurz vor der Torauslinie passte Wolfgang den Ball zentral nach hinten zum mitgelaufenen Flo, der den Ball an Jörg vorbei zur 3 : 1 Führung im Tor unterbringen konnte.

So effizient waren die Blauen bei ihren wenigen Chancen nicht. Bestes Beispiel dafür war Milads Versuch, den Anschlusstreffer zu erzielen. Milad wurde vorne halblinks schön angespielt und schoss aufs Tor. Andreas konnte mit einer Blitzreaktion den Fuß ausfahren und den Ball abwehren.

Der Ball fiel Milad wieder vor die Füße. Milad lief noch ein, zwei Schritte und schoss dann wieder aufs Tor. Und wieder konnte Andreas mit einer Blitzreaktion den Fuß ausfahren und auch den Ball abwehren.

Es war zum Haare raufen für die Blauen, denn auch die weiteren Chancen vergaben die Blauen allesamt. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. Aber nicht nur vorne klappte bei den Blauen wenig, auch hinten hatten die Blauen so ihre Probleme.

Denn die Gelben setzten die Blauen immer wieder unter Druck und der zermürbte sie manchmal. So bekamen die Blauen die einem gelben Angriff hinten den Ball einfach nicht weg.

Die blauen Abwehrversuche landeten immer wieder bei den Gelben und zum Schluss haute Wolfgang aus der Distanz den Ball „einfach“ an allen vorbei zum 4 : 1 ins Tor. Solche Szenen wären im gelben Strafraum nicht möglich gewesen, da dort nie so viele Blaue waren, um solch eine Verwirrung auszulösen.

Den Schlusspunkt unter dieses Spiel setzte dann Lucky, der von halbrechts kommend den Ball mit einem Fernschuss ins Tor schoss zum verdienten, aber etwas zu hohen 5 : 1 Sieg der Gelben.

So ging es in die Pause wo kurze Wechseldiskussionen aufkamen, die aber von den Blauen gleich wieder beendet wurden. So ging es ohne Spielerwechsel und nur mit einem Seitenwechsel in das 2. Spiel heute.

Die Pause hat den Blauen gut getan, denn sie kamen richtig gut ins Spiel. So erspielten sie sich bald einige gute Chancen, aber die Chancenverwertung blieb sehr mangelhaft. Entweder die Schüssen von Achim und insbesondere von Milad gingen mehr oder weniger knapp am Tor vorbei oder aber Andreas konnte die Schüsse alle bravourös halten, wenn sie nicht vorher in der vielbeinigen gelben Abwehr hängen geblieben waren..

So verpuffte das erste Strohfeuer der Blauen und die Gelben übernahmen wieder die Kontrolle über das Spiel. Und im Gegensatz zu den Blauen warfen die Gelben effizienter im Chancenverwerten.

Die Gelben griffen über links an und passten flach auf den zweiten Pfosten, wo Edi freistand. Edi hatte keine Mühe, den Pass zu verwerten und den Ball zur 1 : 0 Führung der Gelben im Tor zu versenken.

Anders als im ersten Spiel gelang den Blauen nicht der Ausgleich, ganz im Gegenteil, denn die Gelben schlugen bald wieder zu. Diesmal überrannte Wolfgang den überforderten Martin und legte den Ball zurück auf Flo, der dann keine Mühe hatte, den Ball zur 2 : 0 Führung zu versenken.

Man merkte in dieser Phase deutlich, dass die Gelben als Mannschaft auftraten, während die Blauen eher eine Ansammlung von Einzelspielern waren. Bei den Blauen lief wenig zusammen, dazu bewegten sie sich zu wenig und die Gelben pressten sehr energisch.

So verlegte sich insbesondere Dai immer wieder aus Einzelaktionen und eine vor denen konnte er endlich mit einem Torschuss zum 1 : 2 Anschlusstreffer abschließen, nachdem vorher all seine Schüsse danebengegangen waren oder abgeblockt wurden.

Aber schon im Gegenzug erhöhten die Gelben auf 3 : 1. Peter trickste Martin vorne rechts aus und spielte dann einen Querpass auf den zweiten Pfosten, wo Wolfgang stand und den Ball zum 3 : 1 ins Tor beförderte.

Die Gelben wurden nun immer dominanter und bei den Blauen lief immer weniger zusammen. Und hatten die Blauen dann mal eine Chance, wurde diese auch kläglich vergeben. Es war zum Haare raufen.

Zudem griffen die Gelben den ballführenden Blauen immer energisch an, was besonders Milad bei seinen Blauen schmerzlich vermisste. Kaum hatte Milad vorne den Ball, wurde er sofort hart von Flo und/oder Edi attackiert.

Die Gelben standen Milad nach eigenen Worten „auf den Füßen“. Das forderte Milad auch von den seinen Blauen, besonders von Martin, der immer sehr weit weg seinem Gegenspieler stand und so garnicht dazu kam, ihm auf die Füße zu steigen.

Nur bei Peter war Martin, wie schon letzten Samstag, meistens nah dran. Und als Martin dann einmal Peter wirklich auf den Füßen stand, tat dies Peter sehr weh und er blieb schmerzverzerrt am Boden liegen. Ja, Martin hatte es heute schwer. War er zu weit weg, konnte er niemanden auf die Füße stehen. Und tat er es dann, war es auch nicht gut..

Da bei den Blauen kaum Spielfluss zustande kam, verzettelten sie sich, besonders Dai und Milad, immer wieder in Zweikämpfen, da sie keinen freien Anspielpartner fanden.

Und nicht immer gewannen die Blauen ihre Zweikämpfe, was meistens zu überfallartigen Kontern der Gelben führte, die sie dann meistens auch noch in Überzahl ausführten. Die Gelben kamen so zu vielen Chancen, aber mit der Zeit wurden ihre finalen Pässe zu ungenau, sodass sie viele sehr gute Chancen vergaben.

Jörg kam sich in dieser Phase sehr oft völlig allein gelassen vor, als die Gelben immer wieder und wieder alleine auf ihn zu rannten. Die Blauen machten sich immer weniger die Mühe, bei gelben Kontern schnell zurück zu kommen, was den Gelben viele Chancen eröffnete, die sie aber nicht immer nutzen konnten.

Trotzdem konnte Lucky nach einer schönen Kombination von halbrechts kommend den Ball aus einer Entfernung ins entfernte Eck zur 4 : 1 Führung schießen. Da waren es noch 20 Minuten zu spielen und Martin rechnete schon mit einem dritten Spiel, denn dieses Spiel hatte er schon länger aufgegeben.

Aber Martin sollte positiv überrascht werden. Andreas hielt es ob der Überlegenheit seiner Gelben nicht immer in seinem Tor aus und so schaltete er sich des Öfteren auch noch in die gelben Angriffe ein. Und das sollte sich rächen.

Denn bei einem dieser Angriffe verloren die Gelben vorne den Ball und so kam Milad in der eigenen Hälfte an den Ball. Das blaue Tor war leer und Milad schoss sofort den Ball dorthin und traf das Tor auch zum 2 : 4.

Es kam von den Gelben kurz die Diskussion auf mit dem Thema Mittellinie, dass man erst ab der Mittellinie aufs Tor schießen dürfe. Aber diese Regel galt nur für die Box und so zählte das Tor.

Mit diesem Tor begann der Chancenwucher in diesem Spiel. Inzwischen war auch Dieter gekommen, um uns zuzusehen. Später kam dann auch noch Frank dazu und sie sahen wirklich, wie beide Mannschaften eine Chance nach der anderen mehr oder weniger kläglich vergaben.

Nach dem Spiel meinte Dieter zu Martin, dass das Spiel von außen furchtbar ausgesehen habe. Martin hat ihm bestätigt, dass es auch von innen genauso furchtbar ausgesehen hat. Von den vielen, vielen Chancen seien hier nur ein paar wenige aufgezählt.

So hatte Peter den Sieg auf dem Fuß und Martin rechnete schon mit dem 3. Spiel. Peter wurde links vorne angespielt, das Tor war leer, aber Peter brachte das Kunststück fertig, den Ball nur an den Pfosten zu setzen.

Eine genauso große Chance hatte Milad auf der anderen Seite, als wieder einmal Andreas aus seinem Tor heraus gekommen war, um sich in den gelben Angriff einzuschalten. Prompt verloren die Gelben den Ball und so kam Milad an den Ball.

Wie beim 2 : 4 war das gelbe Tor leer, aber anstatt dass Milad gleich geschossen hätte, lief Milad los und wurde leicht nach außen abgedrängt. Und als Milad dann endlich schoss, war Andreas wieder im Tor und konnte den Schuss entschärfen.

Da machte es Dai kurz danach schon besser, als er zu einem Solo ansetzte und es erfolgreich mit einem Schuss ins Tor zum 3 : 4 abschloss. Am Chancenwucher änderte dies nichts. Die größte Chance hatte dann Tom. Der Ablauf dieser Chance hat Dieter in Bildern festgehalten, die in der Whatsaapp-Gruppe dann zu heiteren Kommentaren führte.

Die Blauen kamen mit Milad über links, während in der Mitte sich Tom freilief. Im richtigen Moment flankte Milad und der Ball flog an Andreas vorbei zu Tom, der knapp einen Meter vor der leeren Tor stand.

Tom stoppte den Ball und brachte es fertig, damit so lange zu brauchen, bis Andreas heran gerannt kam und seinen Schuss noch abfangen konnte. An den Bildern konnte man sehen, dass Tom dabei eine tänzerische Fußstellung hatte. Vielleicht lag es daran, dass Tom den Ball nicht im Tor unterbrachte.

Da machte es wieder Dai besser, als ihm kurz danach der 4 : 4 Ausgleich gelang. Nach einem schon verlorenen geglaubten Spiel musste doch noch das golden Goal entscheiden. Dazu hatten beide Mannschaften Chancen, die Gelben mehr als die Blauen.

Tom als Sturmspitze hatte ein paar Einschussmöglichkeiten, aber er vergab sie alle. Bei einem Überzahlkonter der Blauen über Dai gratulierte Peter Martin schon zum Sieg, aber Dai und Milad schafften es mit einem Fehlpass, auch diese Chance zu vergeben und Peter zog seine Gratulation zurück.

Bei einem der nächsten gelben Angriffe brachten die Blauen hinten den Ball mal wieder nicht weg und so kam der Ball zum heranstürmenden Andreas, der den Ball aus vollem Lauf zum 5 : 4 Sieg der Gelben ins Netz donnerte.

So hatten in diesem Spiel, wie Andreas nachher richtig bemerkte, alle Gelben ein Tor geschossen. An den Bänken angekommen, lud uns Wolfgang zu seinem angekündigten Umtrunk ein.

Einladung Wolfgang vom 21.11.

Hallo zusammen, herzlichen Dank für Eure lieben Glückwünsche. Ich bin dankbar, Teil des VEBs zu sein und freue mich heute schon auf einen schönen Fußballmorgen. Anlässlich meines Geburtstages werde ich nächsten Samstag eine entsprechende Verköstigung mitbringen. Liebe Grüße und bis nachher

Wolfgang hatte viele Brezn, Pasten Würste und Käse dabei, aber kein Bier, wie Dieter schmerzlich bemerkte. Dafür aber Sekt und Orangensaft und den ließen wir uns schmecken. Aber erst nach dem von Jörg angestimmten Geburtstagsständchen.

Hier das Video des Geburtstagsständches

Es entwickelten sich angeregte Gespräche zu denen nach kurzer Zeit auch noch Wolfgang gekommen ist. So genossen wir die Feier, die aber angesichts des kalten, nassen Wetters kurz nach 10 Uhr beendet wurde

 

VIELEN Dank Wolfgang !!!

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 

 


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