Ich bin ein Torwart !!!

11.06.2022 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

11. Juni

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Ich bin ein Torwart !!!

Dieser Ausruf kam von Peter, dem Peda meistens dann, wenn ihm wieder einmal auf dem Feld ein Missgeschick passiert ist und er von seinen Mitspielern darauf angesprochen wurde. Und diese Art von Entschuldigung hörten wir heute öfters von Peda. Aber in Peda schlummert nicht nur ein Torwart sondern auch ein Mittelstürmer und auch der kam heute zum Tragen, wenn auch nicht so erfolgreich wie sein Torwart. Zudem duften wie heute des Öfteren die Angst des Stürmers vor dem leeren Tor bestaunen.

Bei herrlichem Sommerwetter, stahlblauer Himmel ohne jede Wolke, sah es lange sehr mau aus für unseren Kick heute. Nur 4 VEB’ler tummelten sich auf dem Platz. Aber dann kam noch Wolfgang dazu und kurz danach Gerd und Peda. Trotzdem, 7 VEB’ler an einem Samstag, das ist nur ganz knapp über dem Tiefpunkt. Irgendetwas ist anders geworden bei uns.

So stellte sich die Frage, wo kicken wir heute, Box oder Strafraum? Gerd hätte lieber in der Box gespielt, aber die anderen wollten im Strafraum kicken und das taten wir dann auch. Peter teilte die Mannschaften ein und so ging es im Strafraum auf die kleinen Tore mit 4 Blauen gegen 3 Gelbe los.

Die Blauen mit Peda, Martin, Bllaca und Gerd hatten Anstoß, begannen aber sehr verhalten. Auch die Gelben mit Peter, Wolfgang und Arne ließen es sehr ruhig angehen, sodass die ersten Minuten sehr bedächtig waren. Dann aber zogen die Blauen, die mit einem festen Torwart spielten, das Tempo an. Bllaca wurde rechts vorne angespielt und haute den Ball an Wolfgang vorbei ins Eck zur 1 : 0 Führung der Blauen.

Nun fanden auch die Gelben zu ihrem Spiel. Wolfgang war mehr nach hinten orientiert und Arne und Peter spielten vorne sehr flexibel und schnell. Für die etwas trägeren Blauen ging das manchmal zu schnell und so kam Peter zu den ersten Chancen.

Aber bei den Blauen stand Peda im Tor und er machte seiner Funktion alle Ehre. Ein, zwei Mal hatte Arne Peter schön frei gespielt und Peter rannte alleine auf Peda zu. Aber Peda war nicht zu überwinden und warf sich in die Schüsse von Peter. Peter meinte berechtigter Weise, mit Peda in so einem kleinen Tor ist es sehr schwer, Tore zu erzielen.

Aber es ist nicht unmöglich, wie uns Peter und Arne kurz danach zeigten. Peter lief wieder einmal alleine auf Peda zu und Peda kam aus seinem Tor heraus. Peda warf sich zu Boden, aber Peter umspielte ihn. Peda versuchte noch, mit den Händen an den Ball zu kommen, aber Peter war schneller und passte quer in die Mitte. Dorthin war Arne mitgelaufen und drückte den Ball über die Linie zum 1 : 1 Ausgleich.

Trotz Unterzahl waren die Gelben gleichwertig, auch wenn sie natürlich stets auf der Hut sein mussten vor Ballverlust und damit Kontern. Peda ging dann aus dem blauen Tor heraus und vorne in die Spitze. Aber dort machte er nicht immer eine so gute Figur wie hinten im Tor. Denn auf dem Feld misslang ihm doch die eine oder andere Aktion.

Besonders mit den Torschüssen haperte es bei Peda ganz schön mächtig, denn all seine Schüsse gingen entweder an den Pfosten (ganz wenige) oder am Tor vorbei (die meisten). Von seinen Mitspielern, besonders von Bllaca, darauf angesprochen, bekamen dies immer nur den Ausruf: „Ich bin ein Torwart“ zu hören.

Auch die Gelben hatten ihre Chancen, aber auch sie nutzten diese nicht. Schon in dieser Phase zeigte sich die Angst des Stürmers vor dem leeren Tor. Denn jedes Mal, wenn sich die Möglichkeit auftat, den Ball ins leere Tor zu schießen, wurde der Ball, wenn auch knapp, am Tor vorbei geschossen. Egal ob dies Peter, Bllaca oder Peda waren, alle schossen immer am leeren Tor vorbei.

Gerd war inzwischen im blauen Tor und da er dort nicht immer etwas zu tun hatte, akquirierte Gerd einen Jogger hinter ihm und fragte ihn, ob er nicht mitkicken wolle. Und siehe da, der Jogger hatte Lust und kam rein. So kam Andreas zu uns und meinte, dass er uns schon öfters bei seinem Joggen hat spielen sehen. Peter gab Andreas ein kleines, gelbes Leibchen und so waren wir pari in der Mannschaftsstärke.

Andreas war eine große Bereicherung, denn er hatte in seiner Jugend in einer Mannschaft gespielt und das merkte man ihm deutlich an. So wurde das gelbe Spiel noch gefährlicher, denn Andreas fügte sich nahtlos ein in die gelben Kombinationen.

Andreas war es dann auch, der die länger anhaltende Torflaute dann brach. Martin war inzwischen im blauen Tor und er bestand seine erste Bewährungsprobe. Peter kam von links frei auf Martin zu gerannt und versuchte ihn, wie schon so oft, zu tunneln. Aber Martin behielt seine Beine zusammen und konnte den Schuss so abwehren.

Aus dieser Scene hatte Andreas gelernt. Denn kurze Zeit später rannte Andreas von rechts kommend alleine auf Martin zu. Wieder hielt Martin die Beine geschlossen, machte damit aber eine kleine Lücke im kurzen Eck frei und in genau diese Lücke schoss Andreas, es hieß 2 : 1 für die Gelben.

Das Spiel ging nun flott hin und her und es kam immer wieder zu Kontergelegenheiten, wo ein Spieler alleine aufs leere Tor zulief. Aber jedes Mal versagte der Spieler und schoss den Ball am leeren Tor vorbei. Auch Peda hatte noch einige Gelegenheiten, seinen Torwart-Spruch anzubringen, denn auch ihm gelang auf dem Feld nicht alles.

Dann endlich schaffte es auch Peter, ein Tor zu schießen, nachdem er vorher öfters an Peda und auch Martin gescheitert war. Peters Schuss schlug unhaltbar neben dem Pfosten ein, es stand 3 : 1 für die Gelben.

Die Gelben waren nun eindeutig überlegen, was auch daran lag, dass die Blauen ihre vorhandenen Konterchancen einfach nicht nutzten. Immer wieder schickte Bllaca Peda steil, aber ein Tor wollte so nicht gelingen.

Zudem schlichen sich viele Missverständnisse und Stockfehler ins blaue Spiel ein, sodass ihre Angriffe immer wieder erfolglos verpufften. Gerd kommentierte diese Missverständnisse auf seine unnachahmliche Weise, aber der Chronist war nicht in der Lage, sich all diese herrlichen Sprüche zu merken.

Andreas erhöhte dann sogar auf 4 : 1 und das Spiel schien gelaufen. Dann aber fanden die Blauen endlich zu ihrem Spiel und ihre Angriffe wurden gefährlicher. Peda gelang nach seinen vielen Fehlschüssen das 2 : 4 und dieses Tor gab den Blauen Auftrieb.

Die Blauen kombinierten nun auch sehr schön und effizient. Bllaca in der Mitte spielte zu Peda, der den Ball dann nach links vorne zu Gerd leitete. Gerd nahm den Ball und haute ihn an Wolfgang vorbei unter die Latte zum 3 : 4 Anschlusstreffer. Die Gelben waren über dieses Tor so sauer, dass sie ihr Tor umwarfen. Gerd nahm dies zum Anlass, sich zu loben, dass er so scharf geschossen hat, dass das Tor umgefallen sei.

Das Tor zum 4 : 4 Ausgleich war vielleicht das schönste Tor des Tages. Bllaca lief durch die Mitte und passte dann im richtigen Augenblick steil nach vorne. Von rechts kam Peda angelaufen und spitzelte den Ball mit dem Außenrist über den Fuß von Wolfgang ins Tor. Ein wunderschönes Tor !!! Mit diesem Tor war das Spiel plötzlich wieder völlig offen.

Es gab weiterhin Chancen auf beiden Seiten, ab und zu wurde der Pfosten getroffen, das leere Tor aber nicht, bis dann Peter erneut zuschlug. Peter kam von links und versenkte den Ball ins lange Eck zum 5 : 4.

Gerd nahm dieses Tor zum Anlass, für eine Trinkpause zu plädieren, was wir sehr gerne annahmen. Denn inzwischen wurde es immer heißer und es gab nirgends auch nur die kleinste Wolke, die uns etwas Schatten hätte spenden können. So gingen wir zu den Bänken zurück und stürzten uns auf unsere Trinkflaschen.

Als dann alle wieder auf dem Feld waren und anfangen wollten, verzögerte sich der Anpfiff doch um einige Zeit, denn Martin hängte noch seine verschwitzte Wäsche am gegnerischen Tor auf. Und ohne Wäscheklammern dauerte dies doch einige Zeit. Aber dann ging es mit der zweiten Halbzeit des Kicks weiter.

Bllaca leitete diese zweite Halbzeit mit einem wunderschönen Tor ein. Bllaca zirkelte den Ball mit dem Außenrist neben den Pfosten zum 5 : 5 Ausgleich. Aber lange hielt das Unentschieden nicht, denn Arne gelang bald darauf die erneute Führung zum 6 : 5.

Das Spiel wurde nun etwas langsamer, denn die Hitze stieg weiter an und forderte ihren Tribut. So wurden die Bewegungen langsamer und die Bereitschaft, mit nach hinten zu Laufen, nahm ab. So ergaben sich des Öftern Konterchancen, aber die wurde sehr selten genutzt.

Peda zeigte uns dann wieder eine seiner Torwart-Künste, allerdings zum falschen Zeitpunkt. Die Blauen hatte Ecke, die Peda trat. Aber anstatt einer Ecke führte Peda einen Abschlag aus und haute den Ball hoch und weit ins Nirgendwo, was seine Mitspieler nicht sehr erfreute. Pedas Standardspruch wurde ergänzt durch seine Ausführung, als Torwart müsse man auch gute Abschläge ausführen können. Aber doch nicht bei einem Eckball !!!

Unsere Angst vor dem leeren Tor konnten wir auch in der zweiten Halbzeit nicht ablegen. Der Chronist kann sich nicht erinnern, dass es heute einem Spieler gelungen ist, den Ball ins leere Tor zu schießen. Aber immerhin gelang es uns, den Ball in ein bewachtes Tor zu schießen.

Dies gelang den Gelben, indem sie auf 7 : 5 erhöhten. Über den Spielstand herrschte das ganze Spiel über Uneinigkeit, die Blauen meinten immer, ein Tor mehr geschossen zu haben beziehungsweise, dass die Gelben eines weiniger geschossen hätten. Aber klar war immer, dass die Gelben, wenn auch knapp, führten.

Das Spiel wurde immer träger, die Hitze immer unerträglicher. Dann starteten Bllaca und Peda einen Konter, vor ihnen war nur noch Wolfgang. Bllaca trieb über links den Ball nach vorne und passte dann quer nach rechts zum mitgelaufenen Peda. Wolfgang stellte sich ihm in den Weg und Peda passte wieder zurück zu Bllaca. Der wieder zu Peda und Peda wieder zurück zu Bllaca. So ging das hin und her, bis alle Gelben wieder vor ihrem Tor versammelt waren und die Gelben den Ball am Tor vorbei geschossen hatten.

Gerd nahm diese unrühmliche und sehr umständliche Aktion zum Anlass auf seine Uhr zu sehen. Gerd stellte fest, dass es genau 9:30 Uhr war und somit Zeit, aufzuhören. Trotz des unrühmlichen Endes nahmen wir diese Aufforderung dankend an und beendeten so unseren Hitzekick heute.

Peter schoss noch ein Selfie zu Ehren des neu hinzu gekommenen Andreas. Peter machte dann mächtig Reklame bei Andreas für den VEB und dessen Art Fußball zu spielen. So wie es aussieht, haben wir einen neuen Mitspieler rekrutiert !!!

Martin brachte dann das Thema auf, dass am Donnerstag Fronleichnam ist und somit Feiertag. Es stellt sich somit die Frage, ob wir am Mittwochabend oder am Donnerstag früh kicken. Peter stellt die entsprechende Auswahlmöglichkeit in SpielerPlus ein. Der Termin, für den sich die meisten eingetragen haben, wird wahrgenommen. Immer unter der Voraussetzung, dass sich mindestens 6 Mann eingetragen haben. Diesen Zusatz muss man leider zurzeit immer machen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 



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