Traumecken und Handtore

24.10.2020 14:15 von Chronicle Redakteur Martin

24. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Traumecken und Handtore

Heute war mächtig was los bei uns. Wir durften Traumecken erleben, wie wir sie nur sehr selten zu sehen bekommen. Eine Ecke konnte sogar dupliziert werden !!! Und wir erlebten Handtore, die aber auch durch die Ehrlichkeit des Schützen als solche erkannt wurden und somit nicht zählten. Zudem konnten wir erleben, wie Frust eine Mannschaft runter zieht. Und auf der anderen Seite, wie ein guter Mannschaftsgeist eine Mannschaft beflügelt.

Bei nasskaltem Nieselregen trafen sich heute 16 VEB’ler zu ihrem Kick. Dieter war um 7:45 Uhr zwar noch der Einzige, aber alle anderen kamen – mehr oder weniger – just in Time vor 8:00 Uhr an. Wir zogen uns alle auf der Trainerbank um und machten uns dann warm. Markus verteilte dann mit Hilfe von Ali die Leibchen und so ging es dann mit etwas Verspätung mit 8 Blauen gegen 8 Gelbe los.

Die Gelben mit Wolfgang im Tor, Peter, Dieter und Martin in der Abwehr, Achim und Ali im Mittelfeld und vorne mit Carmelo und Peter, dem Paul hatten Anstoß. Sie spielten den Ball hin und her, aber nach kurzer Zeit war der Ball weg.

So kamen die Blauen mit Jörg im Tor, Robert, Tom und Thomas in der Abwehr, Bllaca und Lucky im Mittelfeld und vorne mit Ludwig und Markus bald in Ballbesitz. Und sie wussten mit dem Ball mehr anzufangen, aber sie wurden nicht richtig gefährlich.

Auch die Gelben entwickelten keinen unwiderstehlichen Tordrang sodass das Spiel am Anfang gemütlich vor sich hin plätscherte. Das änderte sich mit dem ersten ernsthaften Angriff der Gelben.

Carmelo wurde rechts außen angespielt und flankte den Ball flach auf den zweiten Pfosten. Dort stand Achim, nahm den Ball und schoss platziert neben den Pfosten aufs Tor. Jörg reagierte blitzschnell und blockte den Schuss mit einer Grätsche ab. Der Ball prallte zu Paul, der ihn sofort auf den neben ihm stehenden Achim weiterleitete. Wieder schoss Achim platziert neben den Pfosten aufs Tor. Diesmal aber war Jörg mit seiner Grätsche etwas zu weit weg, sodass der Ball zwischen seinem Fuß und dem Pfosten zum 1 : 0 für die Gelben ins Tor flog.

Dann wurden auch die Blauen gefährlich. Die Blauen griffen weiträumiger und mit mehr Spielern an. Sie ließen den Ball sicher durch ihre Reihen zirkulieren und wechselten immer wieder die Seite. So ergaben sich für sie einige Chancen  und Wolfgang im gelben Tor musste ein paarmal blitzschnell reagieren.

Einmal flog ein halbhoher Schuss auf sein Tor, den Wolfgang gerade noch mit der rechten Hand abwehren konnte. Ein anderes Mal musste Wolfgang seinen rechten Fuß ausfahren um ein blaues Geschoss zur Ecke zu lenken.

Dann aber kam Markus von links angestürmt, überrannte einige Gelbe und zog dann platziert ab. Wolfgang hatte keine Chance, es stand 1 : 1. Das Spiel war nun sehr ausgeglichen mit viel Laufarbeit auf beiden Seiten. Auch die Gelben starteten gefährliche Angriffe wobei Carmelo und Paul vorne immer wieder durch Achim, Ali und Peter unterstützt wurden.

So kamen auch die Gelben zu ihren Chancen. Und sie konnten sogar bald danach jubeln, wenn auch nur kurz. Carmelo wurde zentral angespielt und nahm den Ball auf. Dabei stürzte er, stand aber sofort wieder auf, drehte sich und haute den Ball an Jörg vorbei ins Tor.

Die Gelben jubelten schon aber Tom reklamierte Hand. Carmelo hat den Ball im Liegen wohl mit der Hand mitgenommen und so entschieden wir, das Tor gilt nicht, es stand weiter 1 : 1. Aber dieses Ergebnis hielt nicht lange, denn dann packte Carmelo einen Wunderschuss aus.

Es gab Ecke für die Gelben von der rechten Seite. Carmelo legte sich den Ball zurecht, lief an und schoss ihn hoch vors Tor. Jörg wollte den Ball fangen, aber der Ball flutschte ihm aus den Händen und flog hinter ihm zur 2 : 1 Führung ins Tor. Tom meinte schmunzelnd, dass auch dies ein Handtor gewesen sei, da sich Carmelo den Ball ja an der Eckfahne mit der Hand zurecht gelegt hatte. Aber dies ließen wir natürlich nicht als Annullierungsgrund gelten und gratulierten Carmelo zu seinem Traumtor.

Danach gab es zwei Torwartwechsel. Ali tat noch der Fuß weh vom letzten Samstag und so löste er Wolfgang im gelben Tor ab. Und bei den Blauen ging dann Robert ins Tor und Jörg nach vorne. Die Gelben bestimmten nun das Spiel und drängten die Blauen in ihre Hälfte. Ali erlebte eine ruhige Zeit und musste sich mit Gymnastikübungen warm halten.

Die Strategie der Gelben, weitere Ecken heraus zu holen um Carmelo zu ermöglichen, wieder eine Traumecke zu verwandeln, ging aber nicht auf. Sie kamen zwar noch zu der einen oder andere Ecke, aber so genau konnte Carmelo nicht mehr zielen. Und auch die anderen Chancen, die sich die Gelben erspielten, konnte sie nicht nutzen.

Aber die Blauen konnten sich dann aus dieser Umklammerung befreien und griffen nun ihrerseits vehement an. So konnten sie mit ihrem technisch versierten und weiträumigen Spiel mit mehreren Angreifern die Gelben nun zurückdrängen.

Thomas wurde links angespielt, nahm den Ball an und überlief Martin, indem er innen vorbei zog. Thomas hatte freie Bahn und schoss scharf aufs Tor. Dieter stand in der Flugbahn und von seinem Rücken prallte der Ball an den Fuß vom dahinter stehenden Paul und von seinem Fuß am verdutzten Ali vorbei zum 2 : 2 Ausgleich ins Tor. Ohne diese Abpraller hätte Ali den Schuss wohl abgewehrt.

Die Gelben antworteten mit wütenden Angriffen und setzten immer wieder vorne Carmelo ein. Aber Carmelo hatte sein Pulver für heute mit der Ecke verschossen, denn als seine Schüsse ging eher weit denn knapp am Tor der Blauen vorbei. Auch vier Ecken hinter einander können die Gelben nicht in ein Tor ummünzen. Pauls Vorschlag „drei Ecken ein Elfer“ wird nicht angenommen und so verpuffen auch diese Ecken nutzlos.

Aber insgesamt wurden die Blauen nun immer überlegener und starteten einen gefährlichen Angriff nach dem anderen. Bei einem dieser Angriffe tankt sich Markus in der Mitte durch und haute den Ball an Ali vorbei zur 3 : 2 Führung der Blauen ins Netz.

Die Blauen bleiben spielbestimmend und bei den Gelben schleichen sich nun erste Stockfehler ein. Immer wieder misslingen einfache Dinge wie in Ruhe einen Ball zu stoppen. So versanden viele Angriffsbemühungen. Zudem ist zu wenig Bewegung im gelben Spiel, die Spitzen sind gut abgedeckt und so tun sich die Gelben schwer, einen freien Anspielpartner zu finden. Erster Frust macht sich breit bei den Gelben.

Ganz anderes die Blauen. Bei ihnen läuft der Ball wie geschmiert durch ihre Reihen, es ist viel Bewegung in ihrem Spiel und sie finden immer einen freien Mann zum Anspielen. Dies beflügelt die Blauen, die selbst in Bedrängnis die Ruhe nicht verlieren und sich so gut wie keine Fehler erlauben. Und mit den wenigen Fehlern können die Gelben wenig anfangen.

Trotzdem fällt das 4 : 2 nicht nach einer schönen Kombination sondern durch ein unwiderstehliches Solo von Markus. Markus bekommt im Mittelfeld den Ball und rennt auf die gelbe Abwehr zu. Einen Gelben nach dem anderen lässt er stehen, niemand kann Markus aufhalten und so taucht Markus alleine vor Ali auf. Ali hat keine Chance, es steht 4 : 2.

Danach hat Ali dann genug vom Torwartsein und Martin geht nun ins gelbe Tor. Und Martin wird gleich richtig eingeheizt. Ein halbhoher Schuss fliegt auf sein Tor zu, den Martin aber ins Aus boxen kann. Dann stürmt Markus (??) auf ihn zu und schießt, aber Martin bringt seinen Oberschenkel in die Flugbahn und wehrt auch diesen Schuss ab.

Beim nächsten Versuch von Markus wäre Martin dann allerdings machtlos gewesen. Es gibt Ecke für die Blauen, die Markus ausführt. Markus haut den Ball hoch und mit viel Effet auf den zweiten Pfosten. Dort steht Tom aber irgendwie schafft es Tom am Pfosten klebend den Ball doch noch durchflutschen zu lassen anstatt ihn „einfach“ ins Tor zu drücken. Diese Ecke hat stark an die Traumecke vorhin von Carmelo erinnert.

Kurz danach gab es wieder eine blaue Ecke und Markus setzte zu einer exakten Kopie dieser Ecke an. Peter sagt noch zu Martin, dass er dieses Spiel unbedingt gewinnen will, allein schon seiner Ehre willen. Dabei wäre dieses Spiel Sekunden später schon zu Ende gewesen.

Markus legt sich den Ball zurecht, Martin steht wieder zu sehr am kurzen Pfosten, sodass Markus den Ball wieder hoch über Martin hinweg auf den zweiten Pfosten schlagen kann. Wieder steht dort Tom und diesmal ist der Ball im Tor. Wir wollen schon das Spiel beenden als Tom schmunzelnd zugibt, dass er den Ball mit der Hand ins Tor befördert hat. Eine sehr faire Geste, denn das Handspiel haben – wenn überhaupt – nur sehr wenige gesehen.

So geht das Spiel weiter und es wird wieder ausgeglichener. Aber die Stockfehler der Gelben werden nun immer mehr, Ball stoppen wird zur Glückssache und die Gelben haben heute viel Pech. Um diese Zeit kam auch Gernot auf den Platz um sich anzusehen, was wir da so zusammen spielen.

Und er sah Paul vorne verhungern. Recht frustriert geht er in die Abwehr zurück, auch will er nach einem Zweikampf mit Lucky (??) leichte Schmerzen am Fuß hat. Da auch Wolfgang vorne von seinen gelben Mitspielern konsequent übersehen wird, ist Carmelo vorne ganz alleine auf sich gestellt.

So kann man natürlich keine weiteren Tore schießen zumal Carmelos wenige Schüsse weiterhin am Tor vorbei fliegen. Bei den Gelben geht nun  wieder Ali ins Tor aber auch er kann den Sieg der Blauen nicht verhindern. Um 9:15 Uhr schnappt sich Ludwig den Ball, setzt zu einem kleinen Solo an und lässt dann Ali im Tor keine Chance, denn er haut den Ball neben den Pfosten ins Netz zum verdienten 5 : 2 Sieg der Blauen

Da noch 15 Minuten Zeit ist beschließen wir, auf die Pause zu verzichten und gleich ohne Seitenwechsel weiter zu spielen. Paul ging nun bei den Gelben ins Tor und insgesamt betrachtet war das keine so gute Entscheidung. So ging es dann ins 2. Spiel.

Die Blauen hatten Anstoß und schickten links Robert steil nach vorne. Robert lief mit dem Ball bis knapp vor die Torauslinie und flankte dann flach nach innen. Paul warf sich auf den Ball, aber anstatt ich hu fangen, drückte Paul den Ball unter seinem Körper hindurch ins Tor zur 1 : 0 Führung der Blauen. Ein sehr blöder Einstand im Tor für Paul.

Dieses Tor erhöhte den eh schon vorhandenen Frust bei den Gelben, bei denen nun immer weniger zusammen lief. Sie brachten kaum noch vernünftige Angriffe zustande, Peter verzweifelte, wenn er von hinten kommend einen freien Anspielpartner suchte und so zerfiel die gelbe Mannschaft.

Ganz anders die Blauen, die weiterhin wie aus einem Guss spielten. Angriff auf Angriff rollte nun auf die gelbe Abwehr zu, die immer mehr zerfiel und manchmal wie ein wilder Hühnerhaufen agierte.

Die Blauen spielen zentral einen Steilpass nach vorne. Dort stehen Dieter und Wolfgang, aber die beiden behindern sich gegenseitig. Sowohl Dieter haut über den Ball als auch der hinter ihm stehende Wolfgang ist zu träge, um den Ball, der da vor ihm fliegt, energisch wegzuhauen. So hat der mitgelaufene Markus leichtes Spiel an diesen eigentlich unerreichbaren Ball zu kommen und schießt ihn an Paul vorbei ins Eck zur 2 : 0 Führung der Blauen.

Die wenigen gelben Angriffe verpuffen wirkungslos. Und hätten die Blauen ihre letzten Pässe etwas genauer gespielt, die Gelben hätten eine noch größere Klatsche bekommen. So aber konnte vorallem Markus den einen oder anderen Ball nicht richtig unter Kontrolle bringen, sonst hätte es noch öfters gescheppert im gelben Tor.

Aber die Blauen hatten ja noch Ludwig. Ludwig wurde links angespielt und lief aufs gelbe Tor zu. Ludwig schießt nicht zu scharf aber platziert aufs Tor neben den Pfosten. Es sieht so aus als wäre Paul zur Stelle und würde den Ball aufnehmen, aber irgendwie landet der Ball doch im Tor, was manche erst beim zweiten Hinsehen glauben. Paul muss den Ball wohl ins Tor getragen haben.

Mit diesem kuriosen Tor, für das sich Ludwig beinahe entschuldigt hat, beenden wir das Spiel und begrüßen Gernot ganz herzlich. Dabei diskutieren wir auch die Möglichkeiten einer Weihnachtsfeier in diesen Corona-Zeiten. Mal sehen, was dabei herauskommt und ob wir überhaupt so eine Feier machen dürfen.

 

Kommentar von Tom

Tja Peter hat gestern einen grossen Schritt auf der Karriereleiter gemacht.... Nach unten.  Von der wilden Katze zum tollpatschigen Stubentiger...

 

 

und hier die Bildergalerie dazu

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