Ihr könnt hinten nicht so spielen wie vorne

07.03.2020 14:00 von Chronicle Redakteur Martin

7. März

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

Ihr könnt hinten nicht so spielen wie vorne

Diesen entsetzten Aufschrei ließ Franz-Josef los, als seine Abwehr sich wie ein wilder Hühnerhaufen verhielt und es vor seinem Tor drunter und drüber ging. Auf gar keinen Fall war dieser Aufschrei ein Kompliment an den Angriff seiner Mannschaft, was angesichts dessen Spielweise auch kein Wunder war. Denn der Angriff hatte vollkommen verlernt, was ein Tor ist. Auch Martins Nachhilfe half da wenig bis auf beiden Seiten die magischen zwei Minuten anbrachen.

Bei kaltem und trüben Wetter trafen sich des Coronavirus zum Trotz erst einmal 18 VEB’ler zu ihrem Kick. Es blies ein kalter Wind, sodass wir uns fleißig bewegen mussten um warm zu werden. Achim verteilte dann mit Alis Hilfe die Leibchen, wobei auch Flo mithalf, indem er alle VEB’ler zu den Beiden herbeorderte. So ging es dann mit kleiner Verspätung mit 9 Blauen gegen 9 Gelbe los.

Kaum rollte der Ball kam auch noch Guiseppe angetrabt und meinte, der habe heute Nacht um 24:00 Uhr noch einen Schweinebraten gegessen und sei erst um 4:00 Uhr nachts ins Bett gekommen. Deshalb die kleine Verspätung. Aber auch ohne solche Erklärungen ist Guiseppe eigentlich nie pünktlich und immer der Letzte. Guiseppe schnappte sich ein blaues Leibchen und so hatten die Blauen nun Überzahl.

Die Blauen mit Wolfgang im Tor, Bllaca, Dieter und Peter in der Abwehr, Frank, Ludwig und Lucky im Mittelfeld und vorne mit Achim, Jörg und Guiseppe nutzten diese Überzahl von Anfang an konsequent aus. So gerieten die Gelben mit Franz-Josef im Tor, Martin, Tom und Mäthes in der Abwehr, Klaus, Arne und Ali im Mittelfeld und vorne mit Peter, dem Paul und Flo gleich mächtig unter Druck.

Die Blauen setzten sich vorallem Dank ihres exzellenten Mittelfeldes und ihres agilen Sturms in der gelben Hälfte fest. Und Franz-Josef bekam sofort viel zu tun. Gleich in der zweiten Minuten spielten die Blauen Jörg vorne wunderbar frei. Jörg bekam den Ball alleine vor Franz-Josef stehend und schoss sofort. Aber Franz-Josef fuhr blitzschnell den Fuß aus und lenkte den Ball zur Ecke.

Franz-Josef wollte eigentlich nur temporär ins Tor und irgendwann abgelöst werden. Martin riet ihm dabei, bei einem Auswechselwunsch einfach ein Bein zu heben, wenn ein flacher Schuss auf sein Tor zuflöge. Aber mit solchen überragenden Aktionen würde Franz-Josef wohl noch lange im Tor bleiben.

Und es sollte nicht die letzte Glanztat von Franz-Josef bleiben, denn die Blauen inszenierten Angriff auf Angriff auf sein Tor. Angetrieben aus dem Mittelfeld war vorallem Achim nie unter Kontrolle zu bringen und so ergaben sich weitere, große Chancen für die Blauen.

Jörg hatte in der Folgezeit noch zwei ähnlich gute Gelegenheiten, scheiterte aber immer wieder am spektakulär haltenden Franz-Josef. Auch Achim hatte zwei sehr gute Möglichkeiten, aber auch die vereitelte Franz-Josef reaktionsschnell. Da hätte es gut und gerne schon 3 : 0 oder gar 4 : 0 für die Blauen stehen können.

Von den Gelben kam in dieser Anfangsphase wenig, sie waren zu sehr mit Abwehraufgaben beschäftigt. Vorne war eigentlich nur Paul, der mit langen Pässen von Klaus und Mäthes bedient wurde. Sehr viel Gefahr ging da von den Gelben nicht aus. Da wurde es Wolfgang im Tor so kalt, dass er sich einen Mantel überziehen musste, um nicht zu erfrieren.

Erst so ganz langsam konnten sich die Gelben aus dem blauen Klammergriff befreien und wirkungsvollere Angriffe starten. Und plötzlich waren auch die Gelben gefährlich. Klaus kam aus dem Mittelfeld und zog hart ab. Aber sein Schuss klatsche nur an die Latte. Auch Arne hatte kurze Zeit später ähnliches Pech, als sein Schuss gegen den Pfosten knallte.

Torchancen gab es also auf beiden Seiten, auch wenn die Blauen deutlich mehr und vorallem die größeren hatten. Aber sie wurden halt nicht in Tore umgemünzt. So mussten zwei Stochertore her um den Torfluch zu brechen.

Eine halbhohe Flanke segelte von rechts kommend in den gelben Strafraum. Martin wollte den Ball wegschlagen, aber er traf den Ball nicht richtig. So flog der Ball nicht wie gewünscht weit aus der Gefahrenzone sondern landete vor der Hacke von Guiseppe. Guiseppe, mit dem Rücken zum Tor stehend, reagierte sofort und haute den Ball mit der Hacke am verdutzten Franz-Josef vorbei zur 1 : 0 Führung der Blauen ins Netz.

Und dann kam auch noch Andrea mit dem Radl angefahren, zog sich schnell um und schnappte sich ein gelbes Leibchen. Die Mannschaften waren nun pari, es standen somit 20 VEB’ler auf dem Platz. Diese Verstärkung tat den Gelben gut, denn nun wurden sie stärker und hatten vorne mehr Anspielmöglichkeiten.

Und das zahlte sich bald aus. Klaus kam von links und schoss hart aufs blaue Tor. Wolfgang, immer noch mit einem dicken Mantel bekleidet, konnte den harten Schuss nicht richtig festhalten und so prallte der Ball vor die Füße von Paul. Paul war zwar etwas verdutzt, reagierte aber schnell und stocherte den Ball in Richtung Tor. Den ersten Versuch konnte Wolfgang noch abwehren, aber im zweiten Versuch war Paul erfolgreich und der Ball trudelte ins Tor zum 1 : 1 Ausgleich. Tom sprach ironisch von einer Traumkombination der Gelben, aber was soll’s, auch ein Stochertor Tor ist ein Tor.

Das Spiel wurde nun ausgeglichener und verbissen. Wir kämpften um jeden Meter Boden, auch wenn das blaue Mittelfeld weiterhin deutliche Vorteile hatte. Die Gelben machten dies mit präzisen, weiten Pässen wett, die vorne Andrea und Paul verwerteten.

Auch die Blauen hatten ihre Chancen, aber Franz-Josef konnten sie dabei nicht überwinden. Die Blauen tauschten dann ihren Torwart, statt Wolfgang ging nun Jörg ins Tor. Und Jörg musste sich gleich richtig bewähren, denn kaum stand er zwischen den Pfosten flog ein harter, flacher Schuss auf sein Tor zu. Jörg fuhr gedankenschnell seinen linken Fuß aus und lenkte den Ball zur Ecke.

Dann aber war Jörg geschlagen. Arne kam von links aus dem Mittelfeld, hatte freie Bahn und zog hart ab. Der Ball flog beinahe auf Jörg zu und Jörg konnte den Ball so fangen. Allerdings war er so hart geschossen, dass Jörg zu Boden ging und den Ball erst eindeutig knapp hinter der Linie zu fassen bekam. Es stand 2 : 1 für die Gelben.

Dann kam auch noch Carmelo, allerdings in Zivil. Verletzt sei er nicht, sagte Carmelo auf Nachfrage, er wolle sich nur schonen wegen seiner neuen Stelle in Freiburg (wenn Martin dies richtig verstanden hat, was Carmelo ihm da zugerufen hat). Carmelo schnappte sich Martins Digicam und machte einige Aufnahmen von unserem Spiel.

Eine seiner ersten Fotos machte Carmelo nach dem 2 : 2 Ausgleich. Die Blauen hatten sich mal wieder wunderbar durchs Mittelfeld kombiniert und dann Achim vorne steil geschickt. Achim war intelligent in eine Lücke in der gelben Abwehr gelaufen und wurde von Guiseppe (??) perfekt bedient. So tauchte Achim alleine vor Franz-Josef auf und ließ ihm mit einem überlegten Schuss ins lange Eck keine Chance, es stand 2 : 2.

Und dieser Spielstand solle sehr lange Bestand haben. Das Spiel wurde nun noch verbissener und es gab viele Chancen auf beiden Seiten. Die weitaus größte hatte Flo. Flo stand ca. 10 Zentimeter vor der Torlinie, als Paul ihn von rechts kommend perfekt bediente. Wie es Flo schaffte, aus dieser minimalen „Entfernung“ der Ball an die Unterkante der Latte zu setzen anstatt einfach ins Tor zu schieben, bleibt sein Geheimnis. Den nach unten abprallenden Ball konnte Jörg gerade noch mit beiden Händen um den Pfosten drehen, die Gefahr war gebannt.

Und die Gelben hatten weitere gute Chancen. Sie verlegten sich nun mehr auf Fernschüsse, aber hatten dabei anscheinend verlernt, was ein Tor ist. Denn egal, ob Paul, Klaus, Arne, Andrea oder Mäthes schossen (und sie taten dies sehr oft), alle Schüsse gingen eher weit denn knapp am Tor vorbei, egal aus welcher Entfernung sie abgegeben wurden.

Martin versuchte es vorallem bei Andrea mit Nachhilfe „das Tor ist das Rechteck mit dem Netz dahinter“ aber es nutzte nichts, die Gelben trafen einfach das Tor nicht mehr.

Aber auch die Blauen trafen das Tor nicht mehr. Bei ihnen lag es aber eher daran, dass bei ihnen der letzte Pass nicht mehr ankam und so vorallem Guiseppe zusehends frustriert war, weil er eins ums andere Mal frei vor dem Tor stand (wo war da Martin als ein Bewacher ???), aber nie angespielt wurde. Und wenn die Blauen dann aufs Tor schossen, hielt Franz-Josef weiterhin sensationell alles was auf sein Tor zuflog.

Insgesamt waren die Blauen leicht überlegen und setzten mit ihren Angriffen die gelbe Abwehr zusehends unter Druck. Und diesem Druck war die gelbe Abwehr immer weniger gewachsen. Franz-Josef missriet der eine und andere Abschlag und sofort herrschte wieder Alarmstufe rot im gelben Strafraum. Aber auch Ali unterlief der eine oder andere Querschläger. Und als dann Mäthes in höchster Not vor dem einschussbereiten Achim den Ball hart über die Torauslinie ballern musste, platzte Franz-Josef der Kragen und ihm entfuhr der oben zitierte Aufschrei.

Und dann fielen plötzlich doch noch Tore. Es begann mit den magischen zwei Minuten der Blauen. Die Gelben bekommen trotz mehrerer Möglichkeiten hinten den Ball einfach nicht weg, ihre Befreiungsschlägchen landen allesamt wieder den Blauen und so fliegt zu guter Letzt eine hohe Flanke durch den gelben Strafraum auf Guiseppe zu. Guiseppe erwischt den Ball mit dem Hinterkopf und köpft ihn so aus kurzer Entfernung an Franz-Josef vorbei zur 3 : 2 Führung ins Tor.

Dieses Tor hat die Gelben wohl sehr geschockt, denn sie bringen nach dem Anstoß den Ball einfach nicht in die blaue Hälfte. Ein Querpass missriet, die Blauen stürmen dazwischen und schnappen sich den missratenen Pass. Und ab geht die Post mit einem Pass auf die linke Seite hinaus zu Bllaca. Bllaca behält die Übersicht und sieht den nach vorne stürmenden Achim in der Mitte. Ein exakter Pass in den Lauf von Achim und schon steht es 4 : 2 für die Blauen.

Das Spiel schien gelaufen aber die Gelben fangen sich erstaunlich schnell wieder. Und sie stellen um. Tom geht nun nach vorne in die Spitze und Flo stattdessen nach hinten als Abwehrchef.

Und dieser Wechsel zahlt sich aus für die Gelben, die nun vorne immer gefährlicher werden. Aber sie haben immer noch nicht verstanden, was ein Tor ist, denn ihre spektakulären Fehlschüsse gehen unvermindert weiter. Tom versucht vorallem nach Ecken mit dem Kopf an den Ball zu kommen, aber immer ist ein blauer Kopf eher am Ball.

Aber dann kommen die magischen zwei Minuten der Gelben. Die Gelben spielen sich auf engsten Raum im blauen Strafraum den Ball zu bis der Ball bei Tom landet. Tom steht mit dem Rücken zum Tor, nimmt den Ball an, dreht sich und haut den Ball mit voller Wucht in den Winkel. Jörg ist chancenlos, es steht nur noch 3 : 4.

Kaum eine Minute später greifen die Gelben wieder an, diesmal über links. Von dort wird der Ball flach auf den langen Pfosten gespielt, wo Andrea mitgelaufen war. Und diesmal hat Martins Nachhilfe gewirkt, Andrea weiß was ein Tor ist und vorallem wo es steht und befördert den Ball mit einer Grätsche zum 4 : 4 Ausgleich über die Linie. Das Spiel ist plötzlich wieder völlig offen.

Das Spiel wogt unvermindert hin und her, aber es ergeben sich nur noch wenige Chancen. Die Blauen wechseln nochmals den Torwart, Guiseppe geht ins Tor und Jörg wieder in die Spitze. Aber dieser Wechsel hat keine Auswirkungen mehr auf das Spiel.

So verrinnt die Zeit, aber keiner Mannschaft gelinkt das finale Tor. Als Achim dann wieder durchbricht, Franz-Josef vermeintlich zu weit aus dem Tor heraus kommen sieht und einen Heber ansetzt, der aber weit über das Tor hinweg geht, beenden wir das Spiel, da es inzwischen schon 9:40 Uhr ist.

So hatten wir endlich Zeit, uns der Einladung von Wolfgang und Lucky zu widmen zu ihrem Umtrunk zu ihrem 125-jährigen Jubiläum

Liebe Freunde!
Lucky und ich sind wieder ein Jahr reifer und erfahrener geworden.
Wir laden euch nach dem Samstagsspiel zu einer kleinen Nachbesprechung mit Umtrunk ein.
Es grüssen Wolfgang und Lucky

Ein Zelt wie letzten Samstag hatten die Beiden zwar nicht aufgebaut, aber trotzdem gingen wir frohen Mutes zum Pavillon wo die Beiden dann ein üppiges Buffet auftischten. All die Köstlichkeiten aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen, immer wieder entdeckten wir neue Leckereien auf den Biertisch.

Nach den beiden Geburtstagsständchen griffen wir dann beherzt zu und genossen die Feier. Getrübt wurde diese nur durch den immer stärker aufkommenden, eiskalten Wind, der uns das Feiern sehr erschwerte. Trotzdem genossen wir das Beisammen sehr

Hier das Video des Ständchens für Wolfgang und das für Lucky

Vielen Dank Wolfgang und Lucky !!!

Peter stellte dann, bestimmt auch zu seinem Leidwesen fest, dass die Spielpause nun zu Ende ist und ab nächster Woche der Spielbetrieb wieder losgeht. Für uns heißt dies Abschied nehmen von dem 8-Uhr Beginn.

Ab nächster Woche treffen wir uns also schon um 7:30 Uhr und pünktlich um 7:45 Uhr mit dem Kicken beginnen zu können.

Peter wird Details dazu bestimmt noch über alle VEB-Kanäle kundtun.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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