Flach wie der Norden, so fallen die Tor

01.06.2019 13:30 von VEB Administrator

1. Juni

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Flach wie der Norden, so fallen die Tore

Arne kommt aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Kiel, wo bekanntlich alles flach ist. Aber Arne hat sich anscheinend schnell eingewöhnt hier in Bayern, wo auch manches recht hoch ist. Einige Häuser sind hoch, die Mieten und vorallem die Berge. An diese Höhen hat sich Arne gewöhnt. Was Arne dabei aber übersehen hat, dass die Fußballtore in Bayern nicht höher sind als diese in Kiel. Erst als Martin ihn daran erinnerte, schoss auch Arne wieder Tore. Zudem lernte Martin, sehr zu seinem Bedauern, dass vier Pfostenschüsse nicht als zwei Tore zählen.

Zudem lernte Martin, dass ein intakter Wecker auch seine Vorteile hat, wen man pünktlich zum Kicken kommen will. Martins Wecker klingelte heute erst um 7:50 und als Martin dann um kurz nach 8:00 Uhr bei herrlichstem Wetter auf dem Platz erschien, war das erste Spiel schon voll im Gange. Martin sah die 6 Blauen mit Wolfgang im Tor und davor mit Peter, Mäthes, Tom, Bllaca und Jonas.

Die 5 Gelben mit Dieter im Tor und davor mit Arne, Markus L. Markus Mü und Jörg, nach langer Verletzungspause endlich wieder mit dabei, waren hinten etwas unsortiert. Tom flankte links hinaus auf Bllaca, aber Jörg ging dazwischen und bekam den Ball. Jörg wollte den Ball auf Dieter zurück spielen, aber das misslang. Der Ball kam statt dessen zu Tom, der keine Mühe hatte, den Ball zum 2 : 0 für die Blauen im Netz zu versenken.

Peter war übrigens recht froh, dass mit Martin erst so spät erschienen ist, denn so ersparte sich Peter, im Bericht lesen zu müssen, dass er in den ersten Minuten wie ein Gelber und nicht wie ein Blauer gespielt hat. Davon hat Martin wahrlich in der Folgezeit nichts mitbekommen.

Martin schnappte sich dann ein gelbes Leibchen, die Mannschaftsstärke war damit ausgeglichen. Nicht aber die Spielstärke der Mannschaften, denn die Blauen waren klar überlegen. Dank ihrer läuferischen Überlegenheit dominierten sie das Spiel. Die gelbe Abwehr um Jörg, Arne und Martin bekamen die schnellen Jonas, Bllaca und Tom nie in den Griff.

So waren die Gelben meist hinten rein gedrängt und bei Ballbesitz mussten sie erst langsam einen Angriff aufbauen, denn eigentlich war nur vor der Abwehr postiert. Trotzdem kamen die Gelben auch zu ihren Angriffen von denen Arne einen dann mit dem Anschlusstreffer zu 1 : 2 abschließen konnte.

Aber die überlegene Mannschaft war eindeutig die Blauen. Angriff auf Angriff rollte auf Dieters Tor zu. Jonas (??) gelang bald darauf der Treffer zum 3 : 1. Die Gelben mühten sich redlich, mal unterstützte Arne Mü vorne, mal Markus, mal Martin. Aber es wurde nur selten richtig gefährlich vor Wolfgangs Tor.

Eine dieser gefährlichen Situationen konnte zum erneuten Anschlusstreffer zum 2 : 3 nutzen, aber dann kam die große Phase von Tom. Tom wurde rechts vorne angespielt, lief noch ein paar Meter und kurz vor der Torauslinie flankte bzw. schoss hoch aufs Tor. Der Ball flog über Dieter hinweg zum zweiten Pfosten, wo er sich zum Erstaunen aller ins Tor senkte zum 4 : 2 für die Blauen. Wenn das ein Schuss gewesen war, war er toll. Für eine Flanke allerdings war er schlecht.

Jörg merkte man noch seine Konditionsprobleme nach der langen Pause an und auch die anderen Gelben bis auf taten sich mit schnellen Sprints schwer. So lief das gelbe Spiel eher schwerfällig dahin während die Blauen leichtfüßig und sehr ballsicher über den Platz stürmten.

Tom war es dann mit seinem Treffer zum 5 : 2 Sieg der Blauen, der dieses Spiel beendete. Die anschließende Pause tat uns gut, denn es wurde Dank der strahlenden Sonne immer wärmer. So war Trinken angesagt und danach ging es dann unverändert ins 2. Spiel.

Und dieses 2. Spiel ging genauso weiter wie das erste. Die Blauen waren überlegen und die Gelben wurden hinten rein gedrängt. Schnell schoss Tom mit seinem dritten Tor in Folge das 1 : 0 für die Blauen. Die Gelben bekamen die Blauen einfach nicht in den Griff. Immer stand ein Blauer frei und wenn nicht vorne, so halt hinten.

Da die Blauen zudem sehr ballsicher waren ließen sie den Ball gekonnt durch ihre Reihen kreisen. Zudem pressten die Gelben vorne nicht, sodass sich das Spiel meistens in der gelben Hälfte abspielte. Und dann kam die große Phase von Jonas.

Eingeleitet hat Jonas diese Phase mit seinem Tor zum 2 : 0. Martin war es dann, der diese Phase etwas störte. Von hinten heraus kommend trieb Martin den bis ins Mittelfeld, wo er dann eine Lücke in der blauen Abwehr entdeckte. Arne stürmte in diese Lücke und Martin bediente ihn mit einem Zuckerpass. Arne nahm den Ball auf und legte ihn im richtigen Moment quer auf , der keine Mühe hatte, den Ball zum 1 : 2 Anschlusstreffer zu verwerten.

Davon angeregt wagte sich Martin nun öfters nach vorne. Wieder tat sich eine Lücke in der blauen Abwehr auf, in die Martin lief. Mustergültig wurde Martin mit einem Flachpass bedient. Aber Martin, der alleine vor Wolfgang stand, sprang der Ball vom Fuß sodass Wolfgang den Ball noch erlaufen konnte.

Wolfgang nahm den Ball auf und warf ihn nach vorne, was einen blauen Konter einleitete. Am Ende dieses Konters kam Jonas an den Ball. Und er zeigte Martin, was man aus so einer Situation machen kann. Jonas nahm den Ball mit und haute ihn an Dieter vorbei ins Netz. Statt 2 : 2 stand es nun 3 : 1 für die Blauen.

Aber mit diesem Tor endete die Treffsicherheit von Jonas und auch von allen anderen Blauen. Denn was die Blauen in der Folgezeit für Großchancen ausließen, war dilettantisch und haarsträubend. Mindestens fünf Mal kamen Jonas, Bllaca und Tom alleine vor Dieter in bester Schussposition an den Ball. Und jedes Mal musste Dieter nicht eingreifen, denn die Blauen schossen immer mehr oder weniger weit neben das Tor.

Die Gelben blieb zwar jedes Mal beinahe das Herz stehen, aber die Blauen taten ihnen den Gefallen, all diese Chancen zu versemmeln. Wie man Tore schießt, zeigte den Blauen in dieser Phase Arne, als er den Ball flach an Wolfgang vorbei zum 2 : 3 Anschlusstreffer versenkte.

Dann aber brach Jonas mit seinem dritten Tor und damit einem Hattrick endlich diesen Torfluch. Denn diesmal haute Jonas den Ball flach an Dieter vorbei neben den Pfosten ins Netz zum verdienten 4 : 2. Als kurz danach Jonas mit seinem vierten Treffer in Folge auf 5 : 2 erhöhte, war auch dieses Spiel zu Ende.

In der anschließenden Pause war dann klar, so konnte es nicht weiter gehen. Wolfgang bei den Blauen wollte aus dem Tor raus und so wurde ein blauer Torwart gesucht. Jörg schnappte sich ein blauen Leibchen und zog sich die Torwarthandschuhe an, da er konditionell am Ende war. Aber noch machte kein Blauer Anstalten, zu dem Gelben zu wechseln.

Ganz im Gegenteil, denn plötzlich schnappte sich auch Dieter ein blaues Leibchen um bei den Blauen ins Tor zu gehen. Da war klar, so geht das nicht, mit 4 gegen 8 macht es nun überhaupt keinen Sinn zu spielen. Also zog sich Jörg wieder ein gelbes Leibchen an und ging bei den Gelben ins Tor. Peter wehrte sich zwar noch gegen sein Wechsel zu den Gelben (immer der Schlechteste muss wechseln und der will ich nicht sein), aber es half nichts, Peter musste zu den Gelben wechseln.

Inzwischen wollte auch Mäthes bei den Blauen ins Tor, aber mit zwei Torwarten zu spielen, macht auch keinen Sinn. Also zog Mäthes die Handschuhe wieder aus und so konnte endlich, endlich das 3. Spiel losgehen.

Die Wechsel waren sinnvoll, denn nun waren die Mannschaften ungefähr gleichstark und so konnte sich ein gleichwertiges Spiel entwickeln. Besonders der Wechsel von Peter zu den Gelben zahlte sich bald aus, denn bei einem der ersten gelben Angriffe gelang Peter mit einem Flachschuss ins kurze Eck die erste gelbe Führung heute zum 1 : 0. Dieter hatte keine Chance.

Das sollte sich aber in der Folgezeit deutlich ändern. Denn nun kamen auch die Blauen ins Spiel, denn bald darauf gelang den Blauen durch Bllaca (?? Oder war es Tom ?) der Ausgleich zum 1 : 1.

Die Gelben ließen sich dadurch aber nicht beeindrucken und setzten die Blauen nun mächtig unter Druck. So erspielten sich die Gelben Chance um Chance, aber es erging ihnen so wie den Blauen im vorherigen Spiel. Die Gelben brachten den Ball einfach nicht im Tor unter.

Das lag zum einen am Unvermögen der Gelben, die in dieser Phase vier Mal (!!!) den Pfosten trafen. Den Anfang machte Peter, als er in aussichtsreicher Position den Ball an den unteren rechten Pfosten setzte. Kurz danach wurde Martin rechts angespielt. Martin nahm den Ball mit, lief noch ein paar Meter und zog dann ab. Aber auch sein Schuss prallte von eben diesem Pfosten ins Feld zurück.

Auch Markus setzte den Ball in der Folgezeit an diesen Pfosten und zu schlechter Letzt haute den Ball noch an den anderen Pfosten. Vier Pfostenschüsse und kein Tor, die Gelben waren leicht frustriert.

Für noch mehr Frust sorgte in dieser Phase allerdings Dieter, der einfach nicht zu überwinden war, wenn der Ball mal aufs Tor kam. Besonders Peter hatte drei-, vier Mal die Chance dazu, als er alleine vor Dieter auftauchte, aber jedes Mal an Dieter scheiterte. Es war zum Verzweifeln. Martin erinnerte Peter daran, dass er nun ein gelbes Leibchen trug und kein blaues, aber auch das half dem armen Peter nicht.

Auch Arne hatte in dieser Phase so seine Chance, aber er hatte sich wohl so an die bayerischen Höhen gewöhnt, dass er seine zwei, drei Chancen allesamt so vergab, dass der den Ball weit über das Tor haute.

Aber die Gelben hatten ja noch in ihren Reihen, der dann endlich, endlich diese Durststrecke beendete und den Ball an Dieter vorbei ins Tor brachte zum erlösenden 2 : 1 für die Gelben.

Aber diese Führung hielt nicht lange, denn es gab ja noch Martin in der gelben Abwehr. Tom kam von rechts und flanke halbhoch an den zweiten Pfosten, wo Wolfgang lauerte. Martin ahnte den Pass und ging dazwischen. Der Ball flog genau auf Martin zu und Martin wollte den Ball mit rechts weghauen. Aber Martin verfehlte den Ball, der daraufhin an Martins linkes Standbein flog und von da ins Tor zum 2 : 2 Ausgleich. Shit happens halt.

Inzwischen war die erste Jungendmannschaft erschienen, um sich warm zu machen. Peter meinte, wir können weiter spielen bis die zweite Mannschaft erscheint. Also ging das Spiel weiter. Und die Gelben hatten dann einige brenzlige Situationen in ihrer Abwehr zu überstehen, als besonders Martin hohe Bälle einfach nicht unter Kontrolle brachte und den Ball nicht aus Gefahrensituation hauten konnte. Aber auch Tom und andere Blaue konnten von dieser Konfusion nicht profitieren.

Inzwischen hatte Martin Arne aufgefordert, dass er, flach wie der Norden ist, auch mal schießen sollte. Und Arne nahm sich diesen Rat zu Herzen. Und das mit Erfolg, denn sein nächster Versuch war flach und schon schlug der Ball zur 3 : 2 Führung der Gelben im Netz ein.

Kurz danach beendete Peter das Spiel, indem er meinte, die zweite Mannschaft sei da. Martin hat zwar weit und breit keine zweite Mannschaft gesehen, diese Idee von Peter aber, wie alle anderen auch, dankend umgesetzt. Für Martin war dies neben seinem Tor die beste Idee von Peter in diesem Spiel. Und so beendeten wir dieses dritte Spiel.

Martins Idee, die vier Pfostenschüsse dieses Spiels wie zwei Tore zu bewerten fand auch keine Mehrheit und so ging dieses Spiel halt 3 . 2 aus. Dankbar war Martin als deutlich Letzter auf dem Platz Peter dann allerdings für seine neue Regel: „drei Mal Zweitletzter ist einmal Letzter“ und so schnappte sich Peter statt Martin die Leibchen zum Waschen.

 

 

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