Ohne Struktur fällt das Gewinnen schwer

16.02.2019 13:30 von Chronicle Redakteur Martin

16. Februar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Ohne Struktur fällt das Gewinnen schwer

Diese Fußball-Weisheit mussten heute die Gelben schmerzhaft erfahren. Am Anfang taten sich die Gelben schwer, eine Aufstellung und damit Struktur zu finden. Als sie diese dann gefunden hatten, lief ihr Spiel ganz gut und wurde auch gefährlich. Dann aber zerfiel diese Struktur immer mehr, besonders hinten in der Abwehr wusste kaum einer, wo er spielen sollte und wo die anderen spielten. Auch tolle Einzelleistungen und Solis konnten das nicht aufwiegen. So war es kein Wunder, dass die Gelben sich mit dem Siegen heute sehr schwer taten.

Bei herrlichem Wetter trafen sich heute 16 VEB’ler zu ihrem Kick. Sogar „Opa“ Dieter war nach seinem betreuten Urlaub wieder mit dabei. Allerdings mit einer Woche Verspätung, da er sich auf Grand Canaria eine Erkältung zugezogen hatte, die ihn letzte Woche geplagt hat. Zudem ist Markus L. wieder einmal an einem Samstag erschienen. So gab es viele Hallos ehe Markus Mü sich die sehr spät eingetroffenen Leibchen schnappte und sie verteilte. Dann ging es endlich mit 8 Blauen gegen 8 Gelbe los.

Die Blauen mit Gernot im Tor, Markus L., Dieter und Eugen in der Abwehr, Ludwig und Pellegrino im Mittelfeld und vorne mit Ali und Wolfgang hatten von Anfang an eine feste und stabile Struktur. Das konnte man von den Gelben nichts so behaupten, denn erst nach einigen Minuten stellte sich diese Struktur ein. So spielten die Gelben mit Jörg im Tor, Peter, Robert und Martin in der Abwehr, Claus, Lucky und Markus Mü im Mittelfeld und Flo, der eigentlich Abwehrchef sein sollte, vorne in der Spitze.

So gehörten die ersten Minuten eindeutig den Blauen. Ihre Angriffe waren strukturiert und durchdacht während sich die Gelben immer sortierten und sortierten. Zudem leisteten sich die Blauen wesentlich weniger bis gar keine Fehler während die Gelben doch einige Fehlpässe produzierten.

So spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der gelben Hälfte ab. Ludwig wurde zentral im gelben Strafraum angespielt und zirkelte den Ball neben den Pfosten ins linke Eck, es stand früh 1 : 0 für die Blauen.

Die Blauen blieben weiter dominant und setzten die Gelben immer wieder unter Druck. Dem waren die Gelben nicht immer gewachsen. Nach einem gelben Fehlpass vorne wurde Eugen links steil geschickt. Martin war nicht zur Stelle, so hatte Eugen freie Bahn und zog ab. Der Ball flog durch Freund und Feind hindurch und schlug neben den langen Pfosten ins Netz ein. meinte, den Treffer müssen am eigentlich Ali gut schreiben, aber der Hintergrund für diese Aussage ist dem Chronisten entgangen. Auf jeden Fall stand es 2 : 0 für die Blauen.

So langsam fingen sich die Gelben und gewöhnten sich an ihre Struktur. leitete eine wunderschöne Kombination aus dem Mittelfeld heraus ein. Über einigen Stationen kam der Ball nach links zu Flo, der den Ball quer auf den rechten Pfosten legte. Dort war Claus mitgelaufen und brauchte den Ball nur noch ins Netz schieben, es stand nur noch 1 : 2.

Die noch sehr tief stehende Sonne machte es insbesondere den Gelben sehr schwer in ihrem Aufbauspiel. Denn gegen die tiefstehende Sonne sah man nur schemenhafte Figuren über das Feld rennen. Die Leibchenfarbe konnte man aber nicht erkennen, sodass es sehr schwer war, den Ball an den eigenen Mann zu bringen.

Aber daran lag es nicht nur, dass die Blauen einfach die bessere Mannschaft waren. Ludwig, Eugen und Pellegrino beherrschten das Mittelfeld, die Außen waren mit Ali und Wolfgang immer besetzt und so konnten die Blauen gekonnt ihr Spiel ausziehen. Die gelbe Abwehr kam damit nicht so echt klar, meistens war ein Blauer vorne frei. So wurde Wolfgang links auf seiner typischen Position weit vorne kurz vor dem Tor angespielt. Martin war viel zu weit weg, sodass Wolfgang alle Zeit der Welt hatte, auszuholen und den Ball volley an Jörg vorbei ins kurze Eck zu hauen. Ein typisches Wolfgang-Tor, es stand 3 . 1 für die Blauen.

Die Gelben wurden nun besser und erspielen sich ihrerseits viele Chancen. Aber die Verwertung der Chancen war mangelhaft. schoss aus aussichtsreichen Positionen weit vorbei und auch Peter machte es nicht besser. Erst schoss Peter rechts weit am Tor vorbei und kurz danach links vorbei.

So war es eigentlich nur folgerichtig, dass Peter bei der nächsten gelben Chance aufs Tor schoss und das so scharf und platziert, dass Gernot keine Chance hatte, es stand nur noch 2 : 3.

Flo hatte dann sogar den Ausgleich auf dem Fuß, als er sich rechts durchgespielt hatte und aus spitzem Winkel aufs Tor zu rannte. Flo zog ab, aber sein Schuss klatschte an den langen Pfosten und von da ins Feld zurück.

Da hatte Pellegrino bei seinem Lattenkracher kurze Zeit später mehr Glück. Pellegrino hatte sich in den gelben Strafraum gedribbelt und zog mittig ab. Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte und sprang ins Feld zurück. Obwohl drei Gelbe um Pellegrino herum standen, konnte Pellegrino den Ball artistisch annehmen und im zweiten Versuch zum 4 : 2 versenken. Jörg war ob dieses eher dilettantischen Abwehrverhaltens seiner Vorderleute zu recht sauer.

Die Gelben ließen sich auch dadurch nicht entmutigen und griffen immer wieder beherzt an. Gernot musste des Öfteren eingreifen ehe auch endlich das Glück hatte, den Ball richtig zu treffen. Und schon flog der Ball aufs Tor anstatt wie früher neben das Tor. Gernot hatte erneut keine Chance, es stand nur noch 3 : 4.

Die Gelben schöpften neuen Mut, besonders hat sein Tor ungemein motiviert. Bei einem der nächsten abgewehrten blauen Angriffe wurde noch in der gelben Abwehr angespielt. nahm Tempo auf und umspielte alle Blauen, die sich ihm in den Weg standen. Ein Blauer nach dem anderen wurde umspielt, war einfach nicht zu bremsen und so tauchte dann vor Gernot auf. hatte noch die Kraft und die Übersicht, den Ball an Gernot vorbei zum 4 : 4 Ausgleich ins Netz zu setzen. Ein TOLLES Tor, riss sich vor Begeisterung beinahe all seine verschiedenen Hemdchen vom Leib und zeigte uns stolz seinen entblößten Oberkörper.

Das golden Goal musste dieses Spiel entscheiden, obwohl es lange nicht danach ausgesehen hatte. Aber die Blauen ließen sich durch diese geniale Einzelleistung nicht beirren und setzten ihre bewährten Angriffe fort. Wieder war es Wolfgang, der links vollkommen frei stand. Wolfgang wurde angespielt und nachdem Wolfgang vorher aus der gleichen Situation einige Bälle verschossen hatte, traf Wolfgang diesmal den Ball einigermaßen. Zwar nicht so genau wie beim dritten Tor, sondern eher etwas unglücklich mit dem Außenrist. Aber auch das genügte, um den holpernd und aufreizend langsam ins lange Eck zu schicken. Jörg versuchte noch, den holpernden Ball zu erreichen, schaffte es aber nicht und so kullerte der Ball neben dem Pfosten zum verdienten 5 : 4 Sieg den Blauen ins Netz.

So ging es nach der verdienten Pause ins 2. Spiel. Aber irgendwie hat die Pause den Gelben nicht gut getan, denn im zweiten Spiel löste sich ihre mühsam erarbeitete Struktur immer mehr auf. Besonders in der Abwehr war das zu erkennen. Wer spielte nun hinten, wer vorne ??? Mal war Robert vorne, mal Peter, mal waren alle hinten und vorne keiner. Mit solchen Auflösungserscheinungen tut man sich schwer zu gewinnen.

Den Blauen konnte das nur recht sein. Sie spielten weiterhin schnell und strukturiert und hatten mit den sich langsam auflösenden gelben Abwehr keinerlei Probleme. So ergab sich gleich eine RIESEN Chance für die Blauen.

Nach einem fatalen Abspielfehler der Gelben ganz hinten kam Pellegrino vor dem Tor an den Ball. Pellegrino ließ den ersten Gelben elegant aussteigen, umkurvte den aus seinem Tor herauskommenden Jörg und stand vor dem leeren Tor. Eigentlich eine todsichere Sache für Pellegrino. Pellegrino holte mit links aus, aber aus unersichtlichen Gründen hob Pellegrino seinen linken Fuß zu weit an, sodass er den Ball nur mit den Stollen anstatt mit dem Innenrist traf. So trudelte der Ball zum Entsetzen von Pellegrino und seinen Blauen knapp am Tor vorbei anstatt ins Tor. Shit happens !!!

Aber auch ließ die 1 : 0 Führung der Blauen nicht lange auf sich warten. Wieder herrschte Verwirrung im gelben Strafraum, Eugen (??) kam zum Schuss und konnte den Ball gegen die Laufrichtung von Jörg neben den Pfosten zum 1 : 0 ins Netz setzen.

Die Auflösungserscheinungen der Gelben setzten sich stetig fort. Besonders deutlich wurde das durch den Positionswechsel von Martin und Claus. Claus sollte statt Martin hinten rechts verteidigen und Martin vorne rechts für Gefahr und Unruhe sorgen. Soweit Martins Plan.

Aber die Wirklichkeit hatte anders vor. Schon bei einem der nächsten blauen Angriffe musste Martin der Not gehorchend links hinten (!!!) verteidigen, da Peter, der eigentlich diese Position innehatte, gerade vorne zu finden war. Und dort blieb Martin dann auch, was der gelben Abwehr aber keine zusätzliche Stabilität verlieh.

Die gelbe Abwehr gleich weiterhin eher einem Hühnerhaufen denn einer Abwehr. Wieder einmal bekamen die Gelben hinten den Ball nicht weg, Eugen (??) war zur Stelle und haute den Ball neben den Pfosten zum 2 : 0 ins Netz.

Die Gelben hatten bis dahin kaum Chancen und das blieb auch weiterhin so. Die Gelben verlegten sich nun immer mehr auf Einzelaktionen, da kaum einer der Gelben seine Position hielt und so bei gelbem Ballbesitz kaum Anspielpartner da waren. Und diese Einzelaktionen verpufften meist erfolglos.

Solche Sorgen hatten die Blauen wahrlich nicht. Ali trieb auf der rechten Seite den Ball nach vorne. Aus halbrechter Position flankte Ali hoch auf den Kopf von Pellegrino, der sich im gelben Zentrum aufhielt. Aber Pellegrino kam nicht an diesen Ball heran. Trotzdem reichte der Versuch, dies zu tun, um die gelbe Abwehr und Jörg im Tor zu verwirren. So flog der Ball an allen vorbei und schlug ganz knapp neben dem Pfosten zur 3 : 0 Führung der Blauen ein.

Aber so leicht wollten sich die Gelben doch nicht geschlagen geben. Martin wurde links angespielt und leitete den Ball mit einem Traumpass hoch auf auf die rechte Seite. nahm den Ball elegant an, umkurvte noch einen Blauen ehe er den Ball an Gernot vorbei zum 1 : 3 versenkte. Ein schönes Tor nach einem tollen Pass, aber es sollte die letzte vernünftige Aktion von Martin an diesem Vormittag sein.

Denn bei einem der nächsten gelben Angriffe flankte Lucky den Ball hinaus auf die linke Seite zu Martin. Martin erlief sich diesen Ball und da vor ihm alles frei war, rannte Martin mit dem Ball los. Kurz vor der Torauslinie passte Martin den Ball zu Lucky (??)zurück, aber danach gab es einen gelben Ballverlust. Die links gelbe Seite war total entblößt und genau dorthin flankten die Blauen den Ball zu Pellegrino. Pellegrino schnappte sich den Ball, lief alleine auf Jörg zu und passte im richtigen Moment nach links zum mitgelaufenen Wolfgang, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.

Jörg war sauer auf seine nicht vorhandene Abwehr und Peter war sauer auf Martin, dass er seine Seite so total entblößt hatte. Kurze Zeit später beschwerte sich dann Robert sehr lautstark bei Martin ob des Verhaltens der gelben Abwehr. Von ganz vorne aus dem Sturmzentrum musste Robert nach ganz hinten laufen, um dort im letzten Moment auszuhelfen. Eine gute Struktur sieht anders aus !!!

Typisch für das gelbe Spiel war die einzig nennenswerte Chance, die die Gelben noch hatten. Peter hatte sich rechts durchgesetzt und war bis knapp vor die Torauslinie durchgedrungen. In der Mitte war nur Flo, aber der kniete mit dem Rücken zum Tor und band sich in aller Ruhe seine Schuhe. Und Flo band und band und band. Auch die aufgeregten Schreie von Peter und den anderen Gelben konnten Flo nicht dazu bringen, das Binden zu lassen und den exakten Querpass von Peter ins Tor zu schießen. So flog der Ball an Flo vorbei ins Aus. Diesen Ball hätte man auch mit offenen Schuhbandeln leicht verwandeln können (meinte jedenfalls Peter) !!!

Aber auch dieses mögliche Tor hätte nicht viel geändert, denn kurze Zeit später war das Spiel vorbei. Wieder einmal war Pellegrino vorne vollkommen frei. Pellegrino wurde angespielt und haute den Ball an Jörg vorbei zum verdienten 5 : 1 Sieg der Blauen ins Netz. Jörg meinte frustriert, so mache das Spielen keinen Spaß, womit er leider völlig Recht hatte. Da sich auf der anderen Spielhälfte schon zwei Jugendmannschaften warm machten hörten wir heute schon um 9:15 Uhr auf und machten uns wieder vergnügt auf den Heimweg.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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