Gernot ist gern in Not

03.10.2018 13:00 von Chronicle Redakteur Martin

3. Oktober

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Gernot ist gern in Not

Mit diesem Spruch hat Klaus heute die Situation von Gernot sehr treffend auf den Punkt gebracht. Denn seine Nackerten ließen es heute permanent zu, dass Gernot in höchster Not war. Aber Gernot wäre nicht Gernot wenn er sich nicht in dieser Not mehr als bewährt hätte. Ohne Gernot hätten seinen Nackerten heute noch viel mehr Spiele verloren als sie es eh schon taten. Dazu hat auch Martins neu zum Vorschein kommende Eigenschaft als Torverschenker beigetragen.

Auf Initiative für den heutigen Feiertags-Kick von Martin hin

Hallo Jungs

Zurück aus Ampflwang (es war ein einziger Traum, detaillierte Berichte und Fotos folgen noch) vermisse ich eine Aussage zum Feiertag am Mittwoch. Normalerweise kicken wir an Feiertagen immer um 8:00 Uhr. Habt ihr das am Samstag besprochen ?

Ich gehe davon aus, dass wir am Mittwoch um 8:00 Uhr kicken und der Abendkick damit ausfällt. Seht ihr das auch so ???

Bitte um baldigen Feedback, damit wir das „offiziell“ beschließen können

Liebe Grüße

Martin

kamen etwas zähflüssig genügend positive Antworten und so konnte der Einheitskick stattfinden. Leider konnte Mike trotz Zusage nicht kommen, einige sind hauptsächlich seinetwegen gekommen. Aber auch so musste keiner sein Kommen bereuen. Nur hatten wir keine Leibchen und so kamen Jörgs Ersatzleibchen mal wieder zum Einsatz. Einen Ball hatten wir zum Glück und so konnte Markus dann die Leibchen verteilen und es ging mit 6 Nackerten gegen 5 Orangene auf dem leicht verkürzten Halbfeld los.

Die Orangenen mit Markus als fliegendem Torwart und davor mit Dieter, Eugen, Pellegrino und Jörg hatten einen Traumstart während die Nackerten mit Gernot im Tor, Peter, Ludwig und Martin hinten und davor mit Klaus und weiter vorne Wolfgang noch im Tiefschlaf waren.

Die Orangenen hatten Anstoß und ließen den Ball gekonnt durch ihre Reihen laufen. So kam den Ball vorne auf die linke Seite zu Eugen, Martin griff ihn nur halbherzig an und Eugen versenkte den Ball neben dem kurzen Pfosten zur 1 : 0 Führung der Orangenen.

Die erste Ballberührung der Nackerten hatte somit Gernot, als er den Ball aus dem Netz holte. Die Nackerten taten sich trotz Überzahl schwer gegen die sehr geschickt und technisch versierten Orangenen. Die Orangenen ließen geschickt den Ball durch ihre Reihen laufen, liefen sich immer wieder frei und hatten somit trotz Unterzahl eine freie Anspielstation zumal Markus als Torwart weit mit aufrückte und so von hinten das Spiel mit aufbaute.

Die Nackerten fanden lange kaum ein vernünftiges Konzept gegen dieses Spiel obwohl sich Klaus und Wolfgang vorne sehr bemühten, immer wieder unterstützt von Peter  und Ludwig. Bei einem der nackerten Angriffe gelang dann Klaus (??) mit einem platzierten Schuss der 1 : 1 Ausgleich.

Aber die Orangenen blieben bei ihrem Spiel setzten die Nackerten immer wieder unter Druck. Anscheinend tat dieser Druck besonders Martin nicht gut, denn in der Folgezeit tat sich Martin hauptsächlich als Torverschenker hervor und begünstigte so orangene Tore. Den Anfang macht Martin beim 2 : 1.

Pellegrino kam über links, Martin deckte den kurzen Pfosten ab und Pellegrino schoss hart und hoch genau dorthin. Martin wollte den harten Schuss mit dem Kopf abwehren, aber irgendwie wollte sein Kopf nicht so wie seine Gedanken es wollten. Denn kaum war der Ball auf Martins Höhe zog Martin den Kopf ein anstatt einfach stehen zu bleiben und den Ball weg zu köpfen. So schlug der Ball unhaltbar für Gernot im Kreuzeck zur 2 : 1 Führung ein.

Die Nackerten hatten in der Zwischenzeit auch zu ihrem Spiel gefunden und wurden nun immer gefährlicher. Wolfgang gelang bald darauf der 2 : 2 Ausgleich und kurz danach gelang den Nackerten sogar die 3 : 2 Führung. Aber Martins Torverschenkungsdrang war noch lange nicht gestillt.

Wieder wirbelten die Orangenen die nackerte Abwehr gehörig durcheinander und so stand plötzlich Jörg in der Mitte völlig frei. Prompt wurde Jörg exakt angespielt, drehte sich und schoss. Der Ball wäre genau auf Gernot zugeflogen, kein Problem also für Gernot, aber Martin grätschte in den Ball hinein und lenkte den Ball so mit seinem linken Fuß leicht ab. So kullerte der Ball am verdutzten Gernot neben dem Pfosten zum 3 : 3 Ausgleich ins Netz.

Danach musste dann Ludwig doch nach Hause gehen, seine Zerrung machte sich wieder bemerkbar. Ludwig hat in Ampflwang und danach wohl doch zu viel für Olympia trainiert. So waren die Mannschaften nun pari, was die Aufgabe der Nackerten nicht erleichterte. Bei den Nackerten ging nun Dieter ins Tor sodass Markus raus konnte und das hatte gleich Folgen.

Aller guten Dinge sind drei dachte sich wohl Martin, als er von hinten heraus beim Spielaufbau einen Pass für Wolfgang genau in die Beine von Markus spielte. Der nahm das Geschenk dankend und sehr schnell an, sprintete los und passte in die Mitte, wo Pellegrino mitgelaufen war. Pellegrino hatte dann keine Mühe, den Ball zur 4 : 3 Führung zu versenken.

Dann endlich spielte Martin auch mal vernünftig für seine Nackerten. Die Nackerten brachten die orangenen Angriffe immer noch nicht unter Kontrolle und leisteten sich zudem im Spielaufbau immer wieder Fehlpässe. So auch kurz nach der Führung.

Die Orangenen nahmen den Fehlpass dankend auf, alle Nackerten bis auf Martin waren vorne und so sah sich Martin plötzlich drei angreifenden Orangenen gegenüber. Die liefen schnell auf ihn zu, Martin griff den ballführenden Markus (???) an und hatte Glück. Denn Markus spielte den Pass hinaus auf Jörg etwas schlampig, Martin brachte sein Bein dazwischen, erwischte den Ball und konnte ihn sogar erfolgreich nach vorne spielen.

Dort waren die Nackerten nun in Überzahl und konnten so das 4 : 4 erzielen. So schnell kann das im Fußball gehen. Statt 5 : 3 zu gewinnen steht es plötzlich 4 : 4. Martin war zufrieden mit sich, denn er dachte, wenn ich den Orangenen drei Tore schenke kann ich ihnen auch eines rauben.

So blieben die Nackerten im Spiel und sie nutzten diese Chance. Denn kurz darauf ging Klaus links durch und ließ Dieter im Tor mit seinem platzierten Schuss keine Chance, der Ball schlug zum etwas überraschenden 5 : 4 Sieg der Nackerten ein.

Dieses Spiel war so kurz, dass nur die Orangenen kurz eine Pause machten, während die Nackerten sofort die Seiten wechselten. Dies war keine so gute Idee, denn so konnten die Orangenen etwas trinken und ein bisschen Kraft sammeln. Pellegrino ging nun bei den Orangenen ins Tor und so ging es in das zweite Spiel.

Dieses Spiel war am Anfang sehr ausgeglichen, es ging flott hin und her ohne allerdings zwingende Chancen vor den Toren. Aber plötzlich wurde Eugen links angespielt, lief durch und gegen seinen Schuss hatte Gernot keine Chance, es stand 1 : 0 für die Orangenen.

Aber die Nackerten ließen sich diesmal nicht unterbuttern und schlugen zurück. Ihre Angriffe liefen meistens über Klaus, der vorne mit Wolfgang für stete Unruhe sorgte. Immer wieder unterstützt von Peter und ab und zu von Martin machten die Nackerten vorne Druck. Klaus gelang mit einem platzierten Schuss bald der 1 : 1 Ausgleich.

Aber auch die Orangenen waren vorne sehr gefährlich. Und brachten damit Gernot immer wieder in höchste Not. Immer wieder stand Gernot alleine vor Eugen, Pellegrino oder Jörg und mussten Kopf und Kragen riskieren, um die Situation zu bereinigen. Und Gernot machte seinen Job hervorragend, denn er hielt seinen Kasten trotz all der großen orangenen Chancen sauber.

Das gelang Pellegrino auf der Gegenseite nicht so gut. Wieder starteten die Nackerten einen Angriff über Klaus. Der bediente vorne Wolfgang, der den Ball gleich wieder zurück auf Klaus spielte. Durch diesen Dopplepass hatte Klaus freie Bahn und die nutzte er. Überlegt haute er den Ball ins Netz zur 2 : 1 Führung der Nackerten und erzielte damit sein drittes Tor in Folge.

Aber auch auf der Gegenseite war Gernot dem permanenten Druck nicht immer gewachsen und musste so bald darauf den 2 : 2 Ausgleich hinnehmen. Bei den Orangenen ging nun Jörg ins Tor und dessen Einstand war denkbar unglücklich.

Peter schoss aus einiger Entfernung aufs Tor und der Ball flog direkt auf Jörg zu. Eigentlich kein Problem für Jörg, der sich bückte, um den Ball aufnehmen. Aber der Ball flutschte zwischen seine Händen hindurch und danach noch zwischen seinen Beinen und kullerte so ins Tor zur 3 : 2 Führung der Nackerten.

Beinahe wäre Jörg dieses Malheure kurze Zeit später nochmals passiert. Wieder flog ein Schuss auf sein Tor zu, wieder konnte Jörg den Ball nicht festhalten, aber diesmal kullerte der Ball die Linie entlang und Jörg gelang es gerade noch, den Ball zu fassen, bevor er ins Tor gekullert wäre.

Die Orangenen drehten nun noch mehr auf und bestimmten das Spiel. Ihre Angriffe wurden immer gefährlicher, aber sie hatten erst einmal Pech, denn sie trafen aus bester Position nicht. Einen Schuss ins Kreuzeck konnte Gernot gerade noch an die Querlatte lenken und kurz danach knallte ein orangener Schuss an den langen Außenpfosten.

Dann aber war das nackerte Glück erschöpft. Es gab Einwurf für die Orangenen in der Nähe der Eckfahne. Peter, Martin und Wolfgang postierten sich dort, aber den Orangenen gelang es, den Ball trotzdem zu kontrollieren. So konnten sie den Ball in die verwaiste Mitte spielen, wo sich Markus aufhielt. Markus nahm den Ball in Ruhe an und ließ Gernot keine Chance, es stand 3 : 3. Klaus nahm auf Rückfrage von Peter nur bedingt die Schuld an diesem Treffer auf sich. Er meinte, wegen zwei Orangenen hätten nicht alle Nackerten da raus müssen und so die Mitte entblößen.

Gernot stand auch in der Folgezeit sehr häufig im Brennpunkt, denn die nackerte Abwehr hatte gegen die schnellen orangenen Angriffe keine richtigen Gegenmittel mehr. Zudem machten sich bei den Nackerten erste Ermüdungserscheinungen sichtbar, besonders Wolfgang und Martin hingen des Öfteren in den Seilen. Aber auch Peter war nicht mehr der Fitteste.

So rollte ein orangener Angriff nach dem anderen auf Gernots Tor, der dabei über sich hinaus wuchs durch phantastische Abwehraktionen seine Nackerten im Spiel hielt. Die Orangenen hatten Chancen für mindestens zwei, wenn nicht gar drei Spiele, aber Gernot hielt und hielt und hielt.

Aber wenn dann bei nackerten Angriffen vorne der Ball verloren ging und die Orangenen Überzahlkonter starteten, war auch Gernot machtlos. Bei solch einem Ballverlust ganz vorne bekamen die Orangenen den Ball und spielten ihn sofort steil nach vorne. Pellegrino schaltete am schnellsten, rannte auf und davon, schnappte sich den Ball, umkurvte den herauslaufenden Gernot und schob den Ball zur 4 : 3 Führung ins Netz.

Da konnten die Nackerten nicht mehr gegenhalten, ihre Kräfte schwanden zusehends. So liefen sie wieder in einen orangenen Konter. Diesmal ging Eugen links durch und flankte im richtigen Moment nach innen. Dort war Markus mitgelaufen und schoss den Ball überlegt zum 5 : 3 Sieg der Orangenen ins Tor.

Dann endlich gab es die erste richtige Pause, wo wir alle zu den Bänken kamen und uns erst einmal ausruhten und tranken. Bei den Orangenen ging nun Dieter ins Tor und so begann um 9:00 Uhr das dritte Spiel heute.

Die Pause hatte besonders den Nackerten gut getan, denn sie drehten nun richtig auf. Peter wurde links angespielt, umdribbelte einen Orangenen und flankte dann überlegt quer in die Mitte, wo Martin mitgelaufen war. Das Tor war leer, Eugen bedrängte Martin noch ein bisschen, aber daran leg es nicht dass Martin den Ball aus wenigen Metern am leeren Tor vorbei ins Aus schoss. Peter schlug die Hände über dem Kopf zusammen und Wolfgang meinte nur, da sei er auf den Bericht gespannt.

Aber kurze Zeit später gab es eine ähnliche Situation. Wieder war Peter links durchgelaufen und flankte präzise in die Mitte. Nur war diesmal Wolfgang mitgelaufen und der zeigte Martin, wie man solche Chancen verwertet, indem er den Ball einfach ins Tor schoss zur 1 : 0 Führung der Nackerten.

Aber auch die Orangenen kamen wieder zu gefährlichen Angriffen und Gernot damit wieder einmal in Not. Nicht alle Bälle konnte Gernot dabei abwehren und so gelang den Orangenen der 1 : 1 Ausgleich.

Aber auch die Nackerten machten Druck und dem war die orangene Abwehr auch nicht immer gewachsen. So wollte Eugen (??) eine Rückpass zu Dieter spielen, aber Wolfgang lief dazwischen und bekam den Ball. Die Orangenen attackierten, kamen an den Ball, brachten ihn aber nicht aus der Gefahrenzone. Peter eroberte sich den Ball, lief quer zur Torauslinie, um sich dann im Fallen zu drehen und aus der Drehung heraus den Ball ins lange Eck zur 2 : 1 Führung zu schießen. Überglücklich blieb Peter kurz auf dem Boden liegen und ließ sich feiern.

Und es sollte noch besser für die Nackerten kommen, denn kurz danach sah Klaus eine kleine Lücke, die außer ihm niemand gesehen hatte. Dieter stand am kurzen Pfosten und durch eine beinahe nicht vorhandene Lücke haute Klaus aus einer Entfernung den Ball neben Dieter und dem Pfosten zur 3 : 1 Führung ins Netz.

Martin träumte schon vom zweiten Sieg heute, zumal kurz danach Klaus einen Schuss an den Außenpfosten setzte. Aber damit waren die Orangenen nun garnicht einverstanden. Sie setzten die Nackerten nun ständig unter Druck und profitierten wieder von den nachlassenden Kräften der Nackerten.

Gernot geriet von einer Not in die andere und musste wieder und wieder die Fehler seiner überforderten Vorderleute ausbügeln. Im ersten Versuch scheiterte Eugen noch an Gernot, aber im zweiten war Eugen dann erfolgreich und haute den Ball an Gernot vorbei zum 2 : 3 Anschlusstreffer ins Netz.

Der Treffer gab den Orangenen Auftrieb, die sich nun immer mehr in der nackerten Hälfte festsetzten. Pellegrino wurde angespielt und er setzte zu einem Solo an, bei dem er fast die gesamte nackerte Abwehr ausspielte. Als er so alleine vor Gernot auftauchte, ließ er Gernot keine Chance und schoss den Ball zum 3 : 3 Ausgleich ins Netz.

Gernot wurde weiter unter Druck gesetzt und die Nackerten kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Den Orangenen gelang trotz Gernot weiterhin phantastischen Abwehrleistung die 4 : 3 Führung. Wieder einmal spielten die Orangenen die nackerte Abwehr schwindelig und am Ende der Kombination stand Markus (??) alleine vor dem beinahe leeren Tor und hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu befördern.

Dann hatte Jörg den Siegtreffer auf dem Fuß. Aber wieder reagierte Gernot bravourös und lenkte Jörgs Schuss mit den Fingerspitzen an die Querlatte. Dann aber war auch Gernot machtlos. Gernot konnte zwar wieder einen orangenen Schuss abwehren, aber der Ball fiel Jörg vor die Füße und der hatte keine Probleme, den Ball über die Linie zum 5 : 3 Sieg der Orangenen zu drücken.

Obwohl noch 10 Minuten Zeit waren, beschlossen wir, für heute aufzuhören, da unter anderem Markus nach Hause musste. Aber auch Nackerten hatten gegen diesen frühen Schluss keine Einwände, sie waren mit ihren Kräften am Ende. Nur Eugen hätte gerne weiter gespielt, denn er meinte: Jetzt haben wir euch endlich da, wo wir auch haben wollten.

Und auch der Chronist war über diesen frühen Schluss nicht unglücklich, denn er konnte sich schon die bisher gefallenen 25 Tore nicht alle merken und für noch mehr Tore wäre in seinem Gehirn kaum noch Platz gewesen.

Klaus prägte dann noch den Spruch des Tages, als er trefflich meinte, wie man am Namen schon sieht: Gernot ist gerne in Not. Nun, auf manche dieser Nöte hätte Gernot heute bestimmt gerne verzichtet. So gingen wir alle befriedigt nach Hause, um den Feiertag zu genießen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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