2018 beginnt reichlich kurios

06.01.2018 11:00 von Chronicle Redakteur Martin

6. Januar

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

2018 beginnt reichlich kurios

Wenn das Jahr 2018 so weiter geht, kann das ja richtig heiter werden. Denn das Jahr 2018 begann für uns sehr kurios. Vor lauter Nebel hat man kaum die VEB’ler auf dem Platz erkannt, Claus hatte größere Schuhprobleme, der eine und andere hat sich längere Stollen gewünscht, Martin wurde der unumstrittene Eigentor-König (auch wenn er seinen Vorgaben nicht gerecht werden konnte), Achim hätte Torschützen-König werden müssen und Tom war zu Beginn ein sehr löchriger Schrank, ehe er unüberwindbar wurde.

Heute Morgen war es sehr nebelig, so nebelig, dass man die anwesenden VEB’ler nur sehr schemenhaft gesehen hat. Trotzdem ist es uns gelungen, Ludwig zu erkennen, der nach langer Verletzungspause wieder zu uns gestoßen ist. Ludwig wurde von allen sehr herzlich begrüßt und wir wünschten ihm wie auch allen anderen 16 anwesenden VEB’ler ein gutes neues Jahr.

Carmelo verteilte die Leibchen, als auch noch Claus ankam. Aber kaum saß Claus auf der Bank um sich seine Fußballschuhe anzuziehen, stand er auch schon wieder auf und ging heim. Denn Claus hatte, warum auch immer, zwei linke Schuhe dabei. Tom verstand aber trotzdem nicht ganz, warum Claus heimgegangen ist, denn bei seinen zwei linken Füßen hätten die Schuhe doch gepasst. So begannen wir mit 7 Orangene gegen 8 Gelbe.

Die Gelben mit Gernot im Tor, Jörg, Dieter und Peter in der Abwehr, Ludwig und Achim im Mittelfeld und vorne mit Carmelo und Pellegrino begannen sehr flott. Die Orangenen mit Ali im Tor, Martin, Tom und Mäthes in der Abwehr, Klaus im Mittelfeld und vorne mit Basti und Wolfgang wurden sofort hinten rein gedrängt.

Die Gelben nutzten ihre Überzahl und ihre drei schnellen Spitzen mit Achim, Carmelo und vor allem Pellegrino sehr geschickt aus und setzten die Orangenen so sofort unter Druck. Trotzdem war der erste Fehlpass in 2018 nicht erzwungen, denn Tom spielte diesen Fehlpass ohne Druck. So kam Pellegrino an den Ball, rannte auf Ali zu, konnte dieses Geschenk allerdings nicht verwerten, denn Pellegrino schoss am Tor vorbei.

Aber kurz danach machte es Pellegrino besser, als er den Ball präzise ins lange Eck zur verdienten 1 : 0 Führung der Gelben ins Netz setzte. Kaum ein paar Angriffe später hätte es 2 : 0 stehen müssen. Wieder einmal überrannte Pellegrino und Achim die orangene Abwehr. Pellegrino war alleine vor Ali, der aus seinem Tor heraus gekommen war, um den Winkel zu verkürzen. Pellegrino lupfte den Ball über Ali hinweg, aber Ali wuchs über sich hinaus und erreichte den Ball gerade noch mit der linken Hand. So fiel der Ball wieder Pellegrino vor die Füße, der ihn sofort quer auf den völlig freien Achim legte. Achim stand ca. zwei Meter vor dem leeren Tor, aber ihm gelang das Kunststück, den Ball trotzdem ca. einen halben Meter über (!!!) das Tor zu schießen. Da hatten die Gelben wirklich viel Glück gehabt, wie Ali richtigerweise bemerkte.

Die Orangenen waren bis dahin noch nicht einmal gefährlich vor Gernots Tor gekommen, so sehr waren sie mit Abwehrarbeiten hinten beschäftigt. Und diese wurden nicht weniger, ganz im Gegenteil. Martin war es dann, dem die nächste Kuriosität gelang. Denn Martin entdeckte lange verschollene Fähigkeiten in sich.

Ein weiter Pass durchschnitt die orangene Deckung, Martin hatte den Pass kommen sehen und war in die Flugbahn gelaufen, um den Ball abzufangen. Das gelang ihm auch wunderbar, Martin erreichte den Ball mit dem rechten Fuß. Aber was danach folgte, war so nicht geplant, denn Martin haute den Ball im vollen Lauf an Ali vorbei neben den Pfosten ins eigene Tor. Martin als Eigentorschützen haben wir schon lange nicht mehr erlebt. Tom meldete sich auch gleich und meinte, er sei es nicht gewesen.

Die Gelben nahmen das Geschenk dankend an und blieben überlegen. Die Orangenen brachten die drei schnellen gelben Spitzen einfach nicht unter Kontrolle und Ali hatte alle Hände voll zu tun, größeres Unheil zu vermeiden. Beim 3 : 0 durch Carmelo war Ali dann allerdings machtlos.

Dann endlich kam auch Claus zurück und schnappte sich ein orangenes Leibchen. Angesichts der Schwäche der Orangenen tauschte dann allerdings Carmelo mit Claus das Leibchen, sodass fortan Carmelo bei den Orangenen und Claus bei den Gelben weiter spielte.

Dieser Wechsel tat den Orangenen gut, denn nun wurden sie deutlich stärker. Nun hatten sie vorne auch eine Anspielstation, die ihrem Spiel gut tat. Nur richtig umsetzen konnten die Orangenen dies alles nicht, denn mit dem Abschluss haperte es weiterhin.

Diese Sorgen hatten die Gelben nicht, denn nach einigen „normalen“ Fehlversuchen und dem kapitalem nach dem 1 : 0 gelang Achim endlich auch ein Tor zum 4 . 0, als er den Ball flach (!!!) ins Netz setzte.

Den Orangenen gelang dann noch das 1 : 4 und Klaus fing schon an vom Sieg zu träumen (nur noch vier Tore …). Aber das ließen die Gelben nicht zu. Ludwig (??) schlug eine lange Flanke auf den zweiten Pfosten, Pellegrino überrannte Martin und drückte den Ball knapp vor dem Pfosten mit dem Kopf zum verdienten 5 : 1 Sieg der Gelben ins Netz.

In der Pause zog Ali dir Torwarthandschuhe aus, er wollte endlich draußen spielen und dafür ging Martin ins Tor. Dieser Wechsel tat den Orangenen sehr gut, denn im zweiten Spiel lief es deutlich besser für sie. Aber erst einmal musste sich Ali an das Spiel im Feld gewöhnen.

Ali lief sich rechts hinten frei und wurde von Mäthes mit einem langen Querpass bedient. Lässig wollte Ali den Ball stoppen, hob das Bein, aber der Ball hatte seinen eigenen Willen und rutschte unter Alis Bein ins Aus.

Zum Glück ist ihm dieses Missgeschick an der Seitenauslinie passiert und nicht vorher im Tor, sonst wären die Reaktionen darauf garantiert anders ausgefallen. So hatten wir unseren Spaß und das Spiel ging weiter. Aber Ali war nicht der Letzte, der sich in so einer Situation längere Stollen gewünscht hätte.

Die Orangenen wurden nun immer überlegener und drängten die Gelben in ihre Hälfte zurück. Und wie wertvoll Carmelo vorne ist, zeigte sich beim 1 : 0, als er den Ball gekonnt an Gernot vorbei ins Netz setzte.

Die Gelben verlegten sich nun auf Konter und hatten damit auch Erfolg. Pellegrino wurde steil geschickt, aber Tom stellte sich ihm in den Weg und blockierte seinen Laufweg, aber Pellegrino setzte sich erfolgreich durch, umkurvte Tom und lief alleine auf Martin zu. Martin kam aus seinem Tor heraus und Pellegrino tunnelte ihn erfolgreich, der Ball flog zwischen Martins Beinen hindurch zum 1 : 1 ins Netz.

Für die nächste kuriose und durchaus brenzlige Situation sorgte dann ein Kommunikationsproblem zwischen Ali und Martin. Wieder flog ein Steilpass auf Achim in den orangenen Strafraum, aber Ali hatte aufgepasst und blockte Achim erfolgreich ab. Ali rief Martin herbei, der aber nicht ganz verstand, was Ali von ihm wollte. Martin erwartete einen Rückpass von Ali und Ali erwartete, dass Martin aus seinem Tor heraus komme und sich den kullernden Ball schnappe. So kullerte der Ball ungehindert auf Martin zu, Achim erkannte seine Chance, überlief Ali, schnappte sich den Ball und schoss. Martin konnte gerade noch seinen rechten Fuß ausfahren und den Ball zur Ecke lenken. Auch da hatten die Orangenen viel Glück gehabt.

Aber auch die Gelben hatten hinten viel Glück, denn die Orangenen drängten immer mehr und erspielten sich viele Chancen. So gab es Eckball für die Orangenen, den Klaus trat. Klaus zirkelte den Ball genau auf den Kopf von Tom, aber sein Kopfball klatschte nur an die Querlatte.

Und so ging es weiter. Wieder hatten die Orangenen eine Chance und Wolfgang (??) schoss. Der Ball wurde von den Gelben abgewehrt, fiel Basti vor die Füße und auch der schoss sofort. Wieder wurde der Ball abgewehrt, diesmal fiel der Ball Carmelo vor die Füße und dann im dritten Versuch gelang es den Orangenen durch Carmelo endlich den Ball im Netz zur 2 : 1 Führung unterzubringen.

Aber die Gelben blieben bei ihren Kontern stets gefährlich. Kaum hatten die Gelben den Ball erobert, wurde er schnell nach vorne gespielt. Achim und Pellegrino zusammen mit Ludwig und Peter brachten so die orangene Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Wieder wurde Pellegrino steil geschickt, diesmal stand kein Tom im Weg sodass Pellegrino freie Bahn aufs Tor hatte. Wieder kam Martin aus seinem Tor heraus und wieder tunnelte ihn Pellegrino zum 2 : 2 Ausgleich. So lagen nach dem 2 : 2 zwei Hattricks in der Luft, der von Carmelo und der Tunnel-Hattrick von Pellegrino.

Aber nur ein Hattrick hat sich so realisiert. Denn kurz nach dem Ausgleich glückte Carmelo mit seinem dritten Tor in Folge die 3 : 2 Führung der Orangenen. Auch dieses Tor war reichlich kurios. Wolfgang wurde rechts an der Außenlinie angespielt und vertändelte beinahe den Ball gegen Achim. Erst eine eher ungewollte, artistische Einlage mit eleganter Ballmitnahme sicherte Wolfgang den Ballbesitz und er schlug eine hohe Flanke auf die andere Seite zu Basti. Der stieg hoch und stoppte den Ball hoch mit der Fußspitze um ihn dann weiter auf Carmelo zu leiten. Und der setzte ihn dann zur 3 . 2 Führung ins Netz.

Die Orangenen blieben spielbestimmend und setzten sich weiterhin in der gelben Hälfte fest. Das konnten sich auch, denn nach anfänglichen Problemen wie beim 1 : 1 Ausgleich konnte Tom nun seinen gewiss nicht kleinen Körper endlich richtig einsetzen und kam wie ein unüberwindbarer Schrank daher. Weder Claus noch Achim und schon garnicht Pellegrino schafften es in der Folgezeit, an Tom vorbei zu kommen. Dieser Einsatz animierte auch einige andere, sodass wir plötzlich sehr körperbetont spielten, was Klaus sehr gefallen hat: ja, so ist Fußball.

Dem stetigen Druck war die gelbe Abwehr dann nicht gewachsen. Ein hoher Ball erreichte Carmelo am rechten Pfosten. Carmelo stieg hoch und köpfte den Ball über Gernot hinweg aufs Tor. Auf der Linie stand Jörg und köpfte den Ball ins Feld zurück. Aber genau vor die Füße von Klaus, der den Ball dann im zweiten Anlauf zum 4 : 2 ins Netz setzen konnte.

Bei ihren sporadischen Kontern blieben die Gelben aber gefährlich. So schnappte sich Pellegrino im Mittelfeld den Ball, lief von links auf die orangene Abwehr zu, drehte sich und lief quer zum Strafraum ohne dass ihn die Orangenen vom Ball trennen konnten. Kaum war Pellegrino rechts angelangt, drehte er sich und schoss aufs Tor. Martin blieb mit seinem rechten Fuß hängen und so schlug der Ball zum 3 : 4 im Tor ein. Damit hat auch Pellegrino einen Hattrick erzielt, wenn auch keinen Tunnel-Hattrick.

Und beinahe hätte Pellegrino noch sein viertes Tor in Folge erzielt. Diesmal war Pellegrino links durchgegangen und lief aus spitzem Winkel auf Martin zu. Pellegrino schoss präzise auf die kleine Lücke zwischen Martin und dem Pfosten, aber Martin konnte noch die Fäuste hochreißen und den Ball in der Rückwärtsbewegung gerade noch um den Pfosten drehen.

Dabei hatte Martin noch Glück, dass er den Ball so getroffen hatte, denn sonst hätte die reale Chance bestanden, dass Martin den Ball ins eigene Tor geboxt hätte. Damit wäre Martin seiner eigenen, internen Vorgabe sehr nahe gekommen: in jedem Spiel ein Eigentor zu erzielen.

Aber einer der nächsten gelben Angriffe beendete dann dieses Spiel, sodass Martin seine Vorgabe nicht umsetzen konnte. Die Orangenen wehrten einen gelben Angriff ab und Wolfgang auf der rechten Seite wurde bedient. Wolfgang sah Carmelo starten und schlug eine hohe Flanke in seinen Lauf. Carmelo nahm den Ball elegant auf und lupfte ihn über den heraus laufenden Gernot hinweg zum verdienten 5 : 3 Sieg der Orangenen ins Netz.

Nach einer kurzen Pause ging es dann ins dritte Spiel. Und das begann erst einmal so wie das zweite geendet hatte, nämlich mit deutlicher Überlegenheit der Orangenen. Wieder setzten sie sich in der gelben Hälfte fest, aber mit dem Verwerten ihrer Chancen hatten die Orangenen dann so ihre Probleme. Nach einigen vergebenen Chancen hatte Klaus dann die Nase voll von seinen Stürmern. Klaus bekam den Ball im Mittelfeld, lief noch ein paar Schritte, verschaffte sich einen Überblick und schoss dann den Ball überlegt und präzise in den entfernten Winkel zur 1 : 0 Führung der Orangenen.

Dann aber riss der Faden bei den Orangenen und die Gelben kamen immer besser ins Spiel. Pellegrino wurde steil geschickt, ging links durch und gegen seinen präzisen Schuss ins lange Eck war Martin machtlos, es stand 1 : 1.

Die Gelben wurden nun immer stärker und die Orangenen immer unpräziser. So wünschte sich auch Basti längere Stollen, als auch ihm ein weiter Ball unter dem Fuß ins Aus rutsche. Achim und Pellegrino begannen nun wieder, die orangene Abwehr unter Druck zu setzen.

Achim wurde links steil angespielt, Mäthes war zur Stelle und haute Achim den Ball vom Fuß. Dabei traf Mäthes allerdings nicht nur den Ball sondern auch Achims Beine und haute so mit dem Ball auch Achim weg.

Nach kurzer Diskussion gab es dann doch Elfmeter für die Gelben. Pellegrino legte sich den Ball zurecht, lief an, schickte Martin in die falsche Ecke zu setzte den Ball zur 2 : 1 Führung ins Netz.

Das kurioseste Tor heute war dann allerdings das 3 : 1. Wieder wurde Achim steil geschickt, Ali ließ ihn laufen, da der Ball sehr steil war und Martin aus seinem Tor heraus kam. Es war klar Martin würde deutlich früher am Ball sein als Achim. Und dem war auch. Martin holte aus, um den Ball nach vorne zu schlagen. Aber Martin haute ein Luftloch in die Gegend, der Ball prallte gegen sein Standbein und von dort ins Netz zur 3 : 1 Führung der Gelben.

Hätte Martin im zweiten Spiel Pellegrinos Ball ins eigene Netz geboxt (viel hat dazu wirklich nicht gefehlt), so hätte Martin seine interne Vorgabe erfolgreich umgesetzt, in jedem Spiel ein Eigentor zu erzielen. Aber auch zwei Eigentore in drei Spielen sind eine sehr gute Quote.

Dass Martin auch Bälle wegschlagen kann die auf ihn zu fliegen und hinter denen Achim her ist, zeigte er ein paar Szenen später, als wieder ein scharfer Ball auf ihn zuflog. Diesmal traf Martin den Ball und konnte ihn ins Mittelfeld sogar zum eigenen Mann, sprich Klaus, schlagen.

Die Gelben aber blieben gefährlich und den Orangenen gelang weiterhin nicht mehr sehr viel vorne. Wieder einmal ging Achim links durch, Martin kam aus seinem Tor heraus und Achim flankte zwischen Ali und Martin hindurch nach rechts, wo Pellegrino mitgelaufen war. Aber der Pass war zu scharf oder Pellegrino zu langsam, je nach Blickwinkel, und so flog der Ball zum Glück für die Orangenen ins Aus statt ins Tor.

Inzwischen war es 9:25 Uhr und Wolfgang musste heim. So spielten die Orangenen in Unterzahl. Aber das war nicht der Grund, dass das Spiel sehr kurz danach schon aus war. Denn Wolfgang war noch keine fünf Schritte auf dem Weg nach Hause, als Achim mit dem Ball auf die orangene Abwehr zu rannte.

Ali stellte sich ihm in den Weg und blockte den Ball ab. Der Ball fiel Achim wieder vor die Füße, als sich Tom ihm in den Weg stellte. Wieder wurde der Ball abgeblockt und wieder fiel er Achim vor die Füße. Da stellte sich auch noch Mäthes oder Klaus (??? die erste Erinnerung sagte Wolfgang aber der kann es ja nicht gewesen sein, der war schon auf dem Heimweg) Achim in den Weg und das Ganze wiederholte sich zum dritten Mal. So tauchte Achim frei vor Martin und schoss den Ball überlegt zum 4 : 1 ins kurze Eck.

Im nächsten gelben Angriff kam Pellegrino frei vor Martin zum Schuss und schon stand es 5 : 1, das Spiel war beendet. So beendeten wir unser Spiel doch noch zeitgerecht und amüsierten uns im Nachhinein über die vielen Kuriositäten heute.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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