Auch auf Schnee sind wir unwiderstehlich

30.12.2017 14:00 von Chronicle Redakteur Martin

30. Dezember

 

Der  VEB-Chronicle  meldet:

 

Auch auf Schnee sind wir unwiderstehlich

Unser Abschiedskick für das Jahr 2017 fand wintergerecht auf geschlossener Schneedecke statt. Unseren Spieltrieb konnte dies aber in keinster Weise beeinträchtigen. Denn auch auf Schnee waren wir heute wieder unwiderstehlich. Und wir hatten sogar noch ein paar Zaubertricks auf Lager, die besonders Klaus in hellste Verzückung versetzten. Zudem musste Martin lernen, dass Photographien und Fußball spielen gleichzeitig nicht geht.

Gestern hatte es noch kräftig geschneit, sodass klar war, dass wir heute auf einer geschlossenen Schneedecke spielen würden. Wolfgang ergriff daraufhin die Initiative und lud zum gemeinsamen Schneeschippen ein. Peter stellte aber klar, dass auf Grund des Schnees der Kunstrasenplatz gesperrt sein und das Schneeschippen somit auf dem alten Kunstrasenplatz statt zu finden habe. Als dann die ersten auf diesem Platz eintrafen, fanden sie einen schon etwas erschöpften Wolfgang vor, der – beinahe – den Platz leer geschippt hatte.

Wolfgang hatte immerhin den einen Strafraum, der heute sehr klein ausfiel, frei geschippt. Neben diesem sinnvollen Geschippe hat Wolfgang allerdings auch etwas unkoordiniert drei Bahnen irgendwie quer über das Feld freigelegt, von denen niemand so genau wusste, zu was dies eigentlich dienlich war.

Achim brachte dann als einziger noch eine Schneeschaufel mit und durfte sich dann zum Paarship-Foto zu Wolfgang gesellen. Lucky und Martin schnappten sich dann die beiden Schneeschaufeln und legten den zweiten, wieder sehr kleinen, Strafraum frei während Achim die Leibchen verteilte. Kaum waren diese verteilt, kam auch noch Peter an, der eine sehr kurze Nacht hinter sich hatte. Nach dem warm schießen ging es dann endlich mit 6 Gelben gegen 6 Orangene los.

Die Orangenen mit Gernot im Tor, Eugen und Dieter hinten, Klaus und Achim im Mittelfeld und Jörg vorne begannen etwas vorsichtig. Aber auch die Gelben mit Martin im Tor, Peter und Pellegrino in der Abwehr, Lucky im Mittelfeld und Wolfgang uns Basti vorne mussten sich erst einmal an den Schneeboden gewöhnen.

So wurde es ein verhaltener Anfang, aber wir gewöhnten uns erstaunlich schnell an den ungewohnten Untergrund. Nur die Hackentricks von Jörg funktionierten heute nicht so gut, was auch die Nachahmer dieses Tricks leidvoll erfahren mussten.

Dann aber hatten sich alle an den Untergrund gewöhnt, auch die drei freigeschaufelten Linien machten uns kaum noch Probleme und schon begannen wir richtig gut zu spielen. Die Gelben kamen besser ins Spiel, was sich bald in ersten Chancen widerspiegelte. Wolfgang wurde links steil geschickt und sein Schuss flog unhaltbar für Gernot ins lange Eck zur 1 : 0 Führung der Gelben.

Aber auch die Orangenen waren bald richtig gut im Spiel, immer wieder flogen hohe Bälle in Richtung Spitze, mit denen die gelbe Abwehr wenig anzufangen wusste. Umso mehr dafür Jörg, der so eine hohe Flanke elegant stoppte, noch ein paar Schritte von rechts kommend auf Martin zulief und den Ball dann überlegt ins lange Eck zum 1 : 1 Ausgleich schoss.

Das Spiel ging nun flott hin und her, es wurden bevorzugt hohe Bälle gespielt, da flache Bälle auf dem immer unebener werdenden Schneeboden einen gewissen Streugrad aufwiesen und so nicht immer dort ankamen, wo sie eigentlich hin sollten. So gab es häufig Chancen auf beiden Seiten und Martin und Gernot wurden richtig warm geschossen.

Nur mit dem Tore schießen klappte es nicht so gut, denn die Schüsse waren entweder zu ungenau oder flogen direkt auf den Torwart zu. So ging das hin und her, bis es Lucky zu dumm wurde und er den Ball aus einiger Entfernung mit Wucht in den Winkel haute zur 2 : 1 Führung der Gelben. Basti hatte danach Pech als ihm das 3 : 1 auf dem Fuß lag, er aber den Ball nur an den Außenpfosten setzte.

Da machte es Lucky schon besser. Es gab Ecke für die Gelben, die erst einmal abgewehrt wurde. Der Ball kam zu Peter, der ihn zu Basti leitete, der dann den Ball weiter nach links zu Lucky legte und der haute ihn zum 3 : 1 ins Netz. Diese Szene hatte Martin aus seinem Tor fotografiert. Und als Martin noch damit beschäftig war, seine Digicam schneesicher zu verstauen, lief das Spiel schon weiter. Beim Anstoß wurde Klaus bedient, der blitzschnell erkannte, was Martin da tat bzw. nicht tat und den Ball überlegt ins leere Tor zum 2 : 3 schob. Viel Lob brachte Martin diese Aktion nicht ein.

Die Orangenen wurden nun immer gefährlicher und setzten vorallem Achim mit seiner Schnelligkeit ein. Auf diese weiten Flanken hatten sich die Gelben immer noch nicht richtig eingestellt, und so kam Achim des Öfteren frei auf Martin zugelaufen. Das erste Mal konnte Martin noch in höchster Not retten, als er blitzschnell seinen rechten Fuß ausfuhr und den Ball so gerade noch um den Pfosten drehen konnte.

Aber dann war auch Martin machtlos. Achim wurde über rechts geschickt, lief auf Martin zu und als Martin aus seinem Tor heraus kam, schob Achim den Ball überlegt ins frei kurze Eck zum 3 : 3 Ausgleich. Und es ging flott weiter. Lucky träumte noch von einem Hattrick, aber den zerstörte Peter, als er den Ball zum 4 : 3 ins orangene Netz haute.

Aber auch die Orangenen hatten weiterhin gute Chancen. Ein harter Schuss flog auf Martin zu, der den Ball mit dem Fuß weg haute. Der Ball landete im Mittelfeld bei Eugen, der ihn dann nach links auf Jörg (??) flankte. Jörg nahm den Ball auf und haute ihn zum 4 : 4 Ausgleich ins Tor.

Mal wieder musste das golden Goal entscheiden und diesmal war es wirklich ein Tor, das diesen Namen voll verdient hat. Peter (??) schlug den Ball aus der Abwehr heraus weit nach vorne auf Pellegrino, der mit dem Rücken zum Tor stand. Trotz Bedrängung nahm Pellegrino den Ball elegant mit der Brust an, drehte sich und haute den Ball an Gernot vorbei zum 5 : 4 Sieg der Gelben ins Netz. Ein tolles, ein goldenes Tor !!!

Nach der wohl verdienten Pause ging dann Pellegrino ins gelbe Tor und Martin wurde dafür Abwehrchef. Dem gelben Spiel tat dieser Wechsel keinen Abbruch, das Spiel lief weiterhin wie geschmiert. Martin hatte auch keine allzu großen Probleme mit den hohen Flanken der Orangenen, sodass Martin einige Angriffe gut abwehren konnte.

Und endlich hatte auch Basti Glück. Nachdem er im ersten Spiel aus aussichtsreichen Positionen nur den Pfosten oder neben das Tor getroffen hatte, glückte ihm nun sein erstes Tor heute. Basti wurde links knapp vor dem Tor angespielt und drosch den Ball voll unter die Latte zum 1 : 0 für die Gelben.

Aber die Orangenen schlugen wie schon im ersten Spiel erfolgreich zurück. Achim (??) gelang beinahe postwendend der Ausgleich zum 1 : 1, aber dann beherrschten die Gelben das Spiel. Trotz Schneeuntergrund ließen sie den Ball geschickt laufen, während die Orangenen plötzlich nicht mehr so gut mit dem Untergrund zurechtkamen.

Bei den Orangenen kam kaum noch ein Pass in die Spitze an und Jörg verhungerte da vorne förmlich. Ganz anders die Gelben, bei denen immer wieder ein Gelber in der Spitze zu finden war. So trieb Wolfgang den Ball durchs Mittelfeld, flankte hinaus zu Lucky, der dann Basti in Szene setzte, dem dann das verdiente 2 : 1 gelang.

Kurz danach gelang Wolfgang das 3 : 1. Wolfgang trieb den Ball durchs Mittelfeld, Basti und Lucky liefen mit und zogen so die orangenen Verteidiger auf sich. So hatte Wolfgang freie Bahn, nutzte sie, lief alleine auf Gernot zu und versenkte den Ball zum 3 : 1.

Dieses leicht heraus gespielte Tor machte die Gelben wohl etwas leichtsinnig. Denn schon beinahe im Gegenzug verloren sie vorne den Ball, Klaus wurde steil geschickt, Martin kam zu spät und Pellegrino hatte gegen den platzierten Schuss keine Chance, es stand nur noch 2 : 3.

Durch dieses Tor hatte Klaus Blut geleckt und traute sich noch mehr zu. bei einem der nächsten orangenen Angriffe schnappte sich Klaus den Ball im Mittelfeld, um danach beinahe die gesamte gelbe Mannschaft auszutricksen. So tauchte Klaus vor Pellegrino auf und haute den Ball zum 3 : 3 Ausgleich ins Netz.

Da Wolfgang inzwischen leichte Konditionsprobleme hatte, löste er Pellegrino im Tor ab. Aber auch er konnte das nun anrollende Unheil nicht abwenden. Denn der Faden war bei den Gelben endgültig gerissen. Zudem kam auch noch eine gehörige Portion Pech dazu, denn die Gelben trafen zwei-, dreimal immer denselben rechten Pfosten. Die zurück springenden Bälle konnten die Orangenen alle unter Kontrolle bringen.

Als Basti wieder einmal den Pfosten traf, wurden die Gelben böse bestraft. Denn der zurück springende Ball landete bei den Orangenen, die den Ball sofort weit nach vorne hauten. Dort nahm Eugen (??) den Ball auf und haute ihn zur 4 : 3 Führung ins Netz.

Die Krönung dieses Spiels gelang dann Dieter. Wieder einmal brachten die Gelben den Ball hinten nicht richtig weg und der abgewehrte Ball landete genau vor den Füßen des heran stürmenden Dieter. Der nahm den Schwung mit und donnerte den Ball aus vollem Lauf volley ins Netz zum 5 : 3 Sieg der Orangenen.

Die Gelben konnten es einfach nicht fassen, wie schnell es im Fußball gehen kann. Gerade noch sicher 3 : 1 geführt und kurz danach das Spiel mit 3 : 5 verloren. Shit happens !!! In der Pause ging dann wieder Martin ins Tor in der Hoffnung, dass damit wieder das Siegergen zu den Gelben zurück kehren würde.

Und Martins Entscheidung war richtig, denn kaum war er im Tor und Wolfgang draußen, lief das gelbe Spiel wieder rund. Pellegrino war nun nicht mehr zu bremsen und tanzte eins ums andere Mal die orangene Abwehr aus. So kam er alleine vor Gernot an den Ball und setzte ihn zur 1 : 0 Führung der Gelben ins Netz.

Wolfgang hatte sich im Tor genug ausgeruht, sprühte wieder vor Energie und setzte diese erfolgreich um, als ihm die 2 : 0 Führung gelang. Aber wieder schlugen die Orangenen zurück. Peter überschätzte seine Körpergröße etwas, als er versuchte, eine hohe Flanke von Klaus auf dem hinter ihm stehenden Achim mit dem Kopf abzuwehren. Aber Peter war zu klein (oder die Flanke zu gut) und so landete der Ball bei Achim, der ihn mit dem Kopf zur Mitte auf Jörg weiter leitete. Lucky kam bei Jörg zu spät, sodass Jörg den Ball weiter zu Eugen leiten konnte, der ihn dann endgültig zum 1 : 2 versenkte.

Diese Tor brachte die Gelben nicht aus dem Tritt, denn sie blieben dran und kamen bald darauf zur 3 : 1 Führung. Peter zerrte sich dann am linken Oberschenkel und wollte schon gehen, entschloss sich dann aber, sein Glück im Tor zu versuchen.

Am Anfang klappte das auch noch ganz gut, aber dann schlug die Zerrung doch negativ zu. Die Orangenen hatten sich schnell nach vorne gespielt, der Ball kam zu Klaus, der Peter in der falschen Ecke sah. Seelenruhig schob Klaus den Ball ins andere Eck, und Peter war wegen seiner Zerrung nicht in der Lage, den Ball zu erreichen. So stand es nur noch 2 : 3.

Aber seine Entscheidung, ins Tor zu gehen statt nach Hause musste Peter trotzdem nicht bereuen, denn so wurde Peter unmittelbar Zeuge des magischsten Momentes heute. Eine hohe Flanke erreichte Achim, der knapp vor dem rechten Pfosten mit dem Rücken zum Tor stand. Und dann ging alles ganz schnell. Achim sprang hoch und bugsierte den Ball mit der Hacke in Richtung Tor, wo Peter den Ball gerade noch abwehren konnte. Eigentlich unfassbar, wie Achim dies gemacht hat. In Worte gefasst, klingt es beinahe banal, aber es war einfach nur genial !!!

Klaus war ob dieser Aktion so perplex und vorallem begeistert, dass er minutenlang nur von dieser Aktion schwärmte. So eine Aktion würde ihm ja nicht in seinen kühnsten Träumen einfallen. Aber inspiriert hat Klaus diese Aktion schon, denn kurze Zeit später segelte eine bursthohe Flanke durch den gelben Strafraum. Klaus stieg zu einem Seitfallzieher hoch, erwischte den Ball auch, drosch ihn aber über das Tor. Nun, so eine Aktion würde Martin höchstens in seinen kühnsten Träumen einfallen, nie aber in der Realität.

Der nun aufkommende orangene Euphuismus wurde jäh durch Pellegrino gestoppt. Pellegrino kam aus dem Mittelfeld, sah neben dem linken Pfosten eine klitze kleine Lücke und genau in diese Lücke haute Pellegrino den Ball zur 4 : 2 Führung der Gelben. Für die Gelben war dies ein ganz wichtiges Tor, wie Martin es richtig kundtat.

Als kurz danach noch das 5 : 2 für die Gelben fiel, war das Spiel beendet. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr, es war 9:25, beschlossen, dass wir – wem auch immer – diese fünf Minuten schenken und beendeten uns Spiel für heute und damit auch die Spielzeit für 2017.

Denn für den für morgen vorgesehenen Silvester- und Dieters Geburtstagskick haben sich nur drei Interessenten gemeldet und auch die deshalb verkündete Absage heute stieß auf keine Widerrede. So wünschten wir uns alle einen guten Rutsch und alles Gute für 2018 und Dieter alles Gute für seinen morgigen Geburtstag. Aber Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben, das Geburtstagsfest findet im nächsten Jahr auf jeden Fall statt. Das hat uns Dieter versprochen.

 

 

Hier die Bildergalerie dazu

 


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