10 gute Minuten alleine reichen nicht zum Sieg
21.01.2012 15:00 von Chronicle Redakteur Martin
21. Januar
Der VEB-Chronicle meldet:
Gute 10 Minuten reichen alleine reichen nicht zum Sieg
10 Minuten gut spielen, dabei keine Tore schießen und dann stark nachlassen, das reicht nicht zum Siegen. Auch wenn man nominell eine super Mannschaft zusammen hat und auch noch in Überzahl antritt. Das mussten heute die Grünen sehr schmerzlich erleben.
Nach dem heftigen Schneefall der letzten Nacht erstrahlte der Morgen bei einem zauberhaften Sonnenaufgang. Davon ließen sich 15 VBE’ler inspirieren und versammelten sich auf dem tief verschneiten Hartplatz zum Worm up für das GW-Turnier heute Abend. Nach der Debatte über das Bayern-Debakel am Abend davor durfte Stephan als letzter Ankömmling die Leibchen verteilen. Derweil wurde das eine Tor quer zu seinem Standplatz gezogen und so ein Teil des Strafraums teilweise vom Schnee befreit. Den dadurch entstehenden Schneewall beseitigte Wolfgang. Oh hätte er das nur unterlassen, ihm wäre viel Ungemach erspart geblieben. So starteten wir mit 7 Orangenen gegen 8 Grüne.
Die Grünen mit Wolfgang im Tor, Martin, Jürgen und Eugen in der Abwehr, Stephan und Sascha im Mittelfeld sowie Jörg und Nico im Angriff legten flott los auf dem mit nassen Pappschnee bedeckten Boden. Den Ball immer schön hoch haltende, manchmal aber auch flach holpernd über die Schneedecke gespielt, eröffneten die Grünen das Spiel und setzten die Orangenen gleich unter Druck. Die Orangenen mit Gernot im Tor, Dieter, Carmelo und Ali in der Abwehr, Clemens im Mittelfeld und Achim mit Flo im Angriff kamen nicht so Recht ins Spiel. Das lag auch daran, dass Dieter zuerst einmal nur Fehlpässe spielte und da auch die anderen Orangenen nicht gut mit dem Ball und dem Platz zurecht kamen, spielte sich das Geschehen hauptsächlich im orangenen Strafraum ab.
So ergaben sich einige Chancen für die Grünen, aber zwingende waren nicht dabei. Gernot musste ein paar Mal eingreifen, aber furcherregende Szenen spielten sich nicht vor seinem Tor ab. Dann erlosch nach 10 Minuten das grüne Strohfeuer so langsam und die Orangenen übernahmen das Geschehen.
Sie besannen sich auf ihre individuellen Stärken, die vor allem in ihrer Flexibilität und Schnelligkeit lagen und kamen gleich bei ihrem erste Angriff zum 1 : 0. Ein weiter Pass erreichte Achim auf links, der Martin überrannte und Wolfgang keine Chance ließ.
Die Grünen waren geschockt, versemmelten ihren Anstoß, die Orangenen schnappten sich gleich wieder den Ball, der rechts hinaus auf Flo gespielt wurde. Der überrannte wieder Martin (spielte der nun rechts oder links ???), wurde dabei allerdings soweit nach außen abgedrängt, dass die Gefahr gebannt schien, als Flo plötzlich aus spitzem Winkel abzog. Wolfgang bekam noch die Hände hoch, aber der Ball war so scharf geschossen, dass Wolfgang den Ball nicht festhalten konnte und so trudelte der Ball zum 2 : 0 über Linie.
Das raubte den Grünen den letzten Mut und so hatten die Orangenen nun beinahe leichtes Spiel. Obwohl in Unterzahl waren sie schneller und flexibler, zudem deutlich ballsicherer und geistig einfach wacher. Kaum hatten sie den Ball, schwärmten sich fächerförmig aus, insbesondere Carmelo, Flo und Achim waren nicht zu halten und so ergab sich eine gefährlich Situation nach der anderen vor dem grünen Tor.
Bei ihren nächsten Angriffen hätten die Orangenen das Spiel leicht entscheiden können, aber die Grünen hatten in dieser langen Phase viel mehr Glück als Fußball-Verstand. Von Fußball-Verstand konnte nun eigentlich keine Rede mehr sein bei den Grünen und so brauchten sie sehr viel Glück, um diese Phase ohne Tor zu überstehen.
Dann aber gab es Ecke für die Orangenen. Obwohl die Grünen in Überzahl waren in ihrem Strafraum, segelte die Ecke genau auf Carmelos Kopf und da sich niemand um ihn gekümmert hat, konnte er den Ball in aller Seelenruhe mit dem Kopf zum 3 : 0 versenken.
Bei den Grünen lief nun nicht mehr viel zusammen, immerhin kamen sie nun wieder in die Nähe von Gernots Tor, aber gefährlich wurde es dort nie für Gernot. Ganz im Gegensatz zu Wolfgang, bei dem bei jedem orangenen Angriff der Strafraum lichterloh brannte. Die Grünen überstanden immerhin einige Minuten torlos, bis Wolfgang auf dem falschen Fuß erwischt wurde und so keine Chance gegen Achim’s Schuss zum 4 : 0 hatte.
Da hatte Wolfgang gegen vom Torwart-Sein und ging raus aufs Feld. So entstand beinahe ein Streit zwischen Jürgen und Sascha, wer nun seinerstatt ins Tor durfte. Jürgen gewann den Streit, was sich aber als keine all zu gute Entscheidung entpuppte, denn ihm unterlief bald darauf ein Fehler, den Flo zum eigentlich locker und mehr als verdient heraus gespielten 5 : 0 Sieg der Orangnen nutzte.
In der Pause schlug Jürgen vor, dass die Grünen nun einen Mann von den in Unterzahl spielenden Orangenen bekommen sollten, um das nächste Spiel ausgeglichener zu gestalten, aber der Vorschlag fand dann doch keine Mehrheit. So begann das 2. Spiel in gleicher Aufstellung wie das 1. Spiel, nur halt mit vertauschten Platzhälften.
Wieder begannen die Grünen flott, aber Wolfgang auf seiner gewohnten Rechtsaußen-Position verzog erst einmal. Dann leistete sich Jürgen einen fatal schlechten Abschlag, der bei Flo landete. Der zögerte keine Sekunde und haute den Ball ins verlassene linke Eck zur 1 : 0 Führung der Orangenen.
Dann aber rissen sich die Grünen endlich zusammen und stellten sich dem Kampf. Schon im Gegenzug hätte Wolfgang den Ausgleich machen MÜSSEN (!!!), aber er erreichte die wunderbare Flanke einen halben Meter vor dem Tor nur mit seiner Brust und die war um Millimeter zu schmal. So konnte er keinen richtigen Druck hinter den Ball bringen und dieser blieb Zentimeter vor der Torlinie liegen, von wo aus die Orangenen ihn mit viel Mühe und Glück wieder weg bugsieren konnten.
Das ermunterte die Grünen, die nun immer besser wurden. Ein wunderschön langer, genau getimter Pass von Sascha erreichte Jörg. Jörg bugsierte den Ball mit dem Hinterkopf an Gernot vorbei zum 1 : 1 ins Netz. Das erste grüne Tor seit über 45 Minuten Spielzeit.
Auf das nächste Tor mussten die Grünen deutlich kürzer warten, es fiel sehr bald nach dem 1 : 1. Wieder flog eine weite Flanke in den orangenen Strafraum, Gernot kam raus, aber Jörg bedrängte Gernot energisch, kam so an den Ball und bugsierte ihn so zur 2 : 1 Führung der Grünen ins Netz. Trotz zaghafter orangener Prosteste wegen Torwartbehinderung im 5-Materraum wurde das Tor anrekannt.
Dann aber schlugen die Orangenen zurück. Achim, der heute ein unglaubliches Laufpensum an den Tag legte, gelang der erneute Ausgleich. Das Spiel wurde nun ausgeglichener, wobei die Orangenen mit ihren blitzschnellen und blitzgescheiten Kontern immer gefährlich blieben.
Jürgen musste im grünen Tor immer wieder seine Schnelligkeit ausspielen, um die vielen langen Bälle der Orangenen gerade noch so vor dem heran stürmenden orangenen Stürmer wegzuschlagen.
Und irgendwie mussten die Orangenen dann Mitleid mit den Grünen bekommen haben, denn nun begann die Geschenkephase der Orangenen. Wolfgang hatte sich herrlich rechts durchgespielt und zog von halbrechts scharf ab. Der Ball donnerte an den linken Innenpfosten und sprang dem heran stürmenden Clemens so unglücklich an die Füße, dass dieser den Ball nur noch über die eigene Linie zur 3 : 2 Führung der Grünen drücken konnte.
Dieses Eigentor konnte man noch als unglücklich und erzwungen ansehen, aber das nächste Eigentor war genau das Gegenteil davon. Eine grüne Flanke segelte in den orangenen Strafraum, weit und breit kein Grüner, dafür aber Ali. Vollkommen unbedrängt nahm der die Flanke mit dem Kopf, nahm ganz genau Maß und setzte den Ball zentimetergenau neben Gernot und dem Pfosten ins eigene Netz zum 4 : 2 für die Grünen. Mit diesem 2. Eigentor in ein paar Minuten und den anderen Eigentoren in den Spielen dieses Jahres haben wir eigentlich unsere Eigentor-Quote für das erste Halbjahr schon Mitte Januar erreicht.
Im Gegensatz zu den Grünen im 1. Spiel gaben die Orangenen trotz dieser deprimierenden Nackenschläge nie auf. Achim und Flo vor allem rannten und ackerte für 3-4 Mann und wieder war es Achim, der seine Orangenen im Spiel hielt.
Erst hatte er etwas Glück, als sein als Flanke gedachter Schuss an Freund und vor allem Feind vorbei flog und neben dem entfernten Pfosten zum 3 : 4 Anschlusstreffer einschlug. Kurze Zeit später sperrte Flo Achim den Weg frei, der umdribbelte seinen Gegenspieler und haute den Ball an Jürgen vorbei zum 4 : 4 Ausgleich ins Netz. Sascha konnte nicht glauben, dass man Achim so schalten und walten lassen konnte, aber Achim war heute einfach nicht auszuschalten.
Es waren noch 5 Minuten zu spielen und das nächste Tor musste entscheiden. Und dann hatten die Orangenen wieder Mitleid mit den Grünen bekommen. Ali schlug unbedrängt einen Querschläger durch seinen orangenen Strafraum, der genau auf dem Schlappen von Nico landete. Nico holte aus und drosch den Ball volley in den Winkel zum glücklichen 5 : 4 Sieg der Grünen. Die letzten paar Minuten schenkten wir uns, da wir uns ja eigentlich für das Grün-Weiß-Turnier heute Abend schonen wollten.
Hier die Bildergalerie dazu
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