Auch in der Tiefkühltruhe kann einem heiß werden
11.02.2012 17:00 von Chronicle Redakteur Martin
11. Februar
Der VEB-Chronicle meldet:
Auch in der Teifkühltruhe kann einem heiß werden
Die sibirische Tiefkühltruhe hat uns weiterhin fest im Griff. Zusammen mit einem eisigen Ostwind waren das heute schon etwas extreme Bedingungen zum Kicken, aber 9 unverdrossene VEB’ler ließen sich trotzdem nicht davon abhalten, auf dem wieder tiefverschneiten Hartplatz zu erscheinen. Wir spielen ja schließlich bei JEDEM Wetter, da kann uns so ein bisschen Kälte nicht schrecken.
Bis 8:00 Uhr waren allerdings nur 4 Mann auf dem Platz: Carmelo, Dieter, Markus und Martin. Es sah nach einem kalten Vierer aus, aber dann kamen doch noch ein paar VEB’ler dazu, auch Kaiss war wieder dabei, was uns sehr erfreute. Warm machen und warm halten war heute die Maxime. Deshalb verteilte Markus sehr bald die Leibchen und dann ging es auf dem verkleinerten Halbfeld mit4 Grünen gegen 5 Orangene los.
Die Grünen spielten ohne festen Torwart, der letzte Mann durfte als Torwart den Ball in die Hand nehmen, und auch ohne feste Struktur, sodass die Orangenen am Anfang leichtes Spiel hatten. Kaum hatten die Grünen einen Ball verloren - und das ging auf dem holperigen Schneeboden sehr schnell - wurde der Ball nach vorne auf Giuseppe gespielt, der den Ball dann ins von den Grünen verlassene Tor schoss.
Die Orangenen nutzten zudem sehr geschickt den Raum und ihre Überzahl, sodass sie Tor um Tor schossen. Zum Glück hatten die Grünen Kaiss in ihren Reihen, denn der sorgte mit seiner ausgefeilten und vor allem meist sehr erfolgreiche Schusstechnik doch immer wieder für das eine oder andere Tor für die Grünen.
Trotzdem ging das erste Spiel schnell und klar mit 5 : 2 an die Orangenen. Die Pause war schnell vorbei, keiner fand den Weg zum Spielfeldrand zu den Getränken, so ging es gleich weiter mit dem 2. Spiel.
Auch in diesem Spiel waren die Orangenen klar überlegen, obwohl sich die Grünen nun wesentlich besser sortiert hatten und mit einem festen letzten Mann spielten. Damit machten sie es den Orangenen deutlich schwerer. Auch kam die Struktur dem grünen Spiel zu Gute, sodass sie nun deutlich mehr vom Spiel hatten. So war diesen Spiel knapper als es das reine Ergebnis von 5 : 3 (??) widerspiegelt.
Nach diesem Spiel wechselte dann Giuseppe zu den Grünen, die somit nun einen Mann Überzahl hatten. Aber die beiden vorherigen Spiele hatten doch sehr viel Kraft gekostet, denn zum einen mussten dort die Grünen für einen Mann mehr rennen und der weiche Schneeboden tat ein weiteres, um den Grünen –aber auch den Orangenen – die Kraft aus den Beinen zu ziehen.
So kamen die Grünen nicht zu solch einer Überlegenheit wie zuvor die Orangenen. Dazu taten aber auch Wolfgang im Tor, Flo, Lucki und Markus das ihrige dazu, denn sie ackerten und rackerten bis an die Grenze ihrer Kräfte, wobei sich Flo ganz besonders reinhängte. Das Spiel war damit sehr ausgeglichen und die Grünen taten sich anfangs sehr schwer. Dann aber fanden sie ihren Rhythmus und konnten dieses 3. Spiel gewinnen.
Mit dem 4. Spiel begannen dann die Höhepunkte des Morgens. Dazu trug zum einen eine Neuerung bei, die in den Spielen vorher noch nicht gegolten hatte. Die Orangenen zogen eine 16-Meter Linie vor ihrem Tor und die Grünen durften nur innerhalb dieser Linie aufs Tor schießen. Damit waren die Orangenen vor den gefürchteten Weitschüssen sicher.
Zum anderen hatten sich die Orangenen auf ihre 4 Mann-Konstellation perfekt eingestellt und entwickelten daraus eine geniale Taktik. Aus einer variablen, aber dichten Abwehr heraus konterten sie blitzschnell und hoch intelligent. Und sie nutzten ihre wenigen Chancen konsequent aus.
Tor um Tor zogen sie davon, während die Grünen immer verwirrter wurden. Ihnen gelang der letzte Pass nicht, sie spielten klein klein vor dem orangenen Tor und zudem zu ungenau, sodass die Orangenen alle Angriffsversuche beinahe gelassen über sich ergehen lassen konnten. Sie brauchten nur auf einen grünen Fehlpass oder sonstigen Ballverlust warten, um dann blitzschnell zu kontern.
So stand es bald 4 : 0 für die Orangenen und dazu brauchten die Orangenen kaum 5 Minuten, als bei den Grünen der Knoten platzte und Kaiss endlich einmal wieder ins Tor traf. Nun lief es wesentlich besser bei den Grünen, nun kamen auch die letzten Pässe besser und prompt fielen auch für sie die Tore.
Da gleichzeitig die Orangenen plötzlich ihre wenigen Chancen nicht mehr nutzten, konnten die Grünen Tor um Tor aufholen, zum 4 : 4 ausgleichen und dann sogar noch den Siegestreffer zum 5 : 4 erzielen.
Nachdem nun jede Mannschaft jeweils 2 Spiele in Unter- und in Überzahl absolviert hatte, hatte Markus eine geniale Idee für die Einteilung des letzten Spiels. Jeder zog sein Leibchen aus und lieferte es bei Markus ab. Diesen Moment des Zusammenseins nutzte Martin für Mannschaftsfotos.
Danach warf Markus alle Leibchen in die Luft und jeder griff sich eines der umher fliegenden Leibchen. So eingeteilt begann das letzte Spiel mit 5 Orangene gegen 4 Grüne. Und wieder hatten die in Unterzahl spielenden Grünen die weitaus bessere Taktik. Sie kopierte einfach die Spielweise der Orangenen im 4. Spiel. Hinten kompakt stehen, wohl wissend, dass die Orangenen erst ab der 16-Meter Linie schießen durften und dann bei Ballbesitz schlagartig nach vorne ausschwärmen.
So gelang ihnen das 1 : 0 und auch Kaiss Ausgleichstreffer zum 1 : 1 störte die Grünen in keinster Weise. Sie zogen weiter ihr Spiel auf und setzten die etwas behäbigen Orangenen gehörig unter Druck. Den Orangenen gelang nicht viel in dieser Phase, obwohl sie mit Flo eine ganz besondere Kämpferseele in ihren Reihen hatten.
Tor um Tor gelang Markus und Co von den Grünen und so zogen sie mit 4 : 1 davon. Dann aber hatten sich auch die neu formierten Orangenen endlich gefunden und boten den Grünen erfolgreich Paroli.
Nun klappten auch die orangenen Angriffe besser und sie starteten eine ähnliche Aufholjagd wie die Grünen im 4. Spiel. Zwei schnelle Tore brachten das 3 : 4, als Martin zum Matchwinner seiner Orangenen wurde. Erst gelang ihm nach einem schönen Querpass der Ausgleich (den angekündigten 5-seitigen Bericht über dieses Allerweltstor erspart Euch die Chronicle-Redaktion nun doch) und dann spielte er einen genauen und intelligenten Pass auf den 2. Pfosten wo Carmelo den Ball zum glücklichen 5 : 4 der Orangenen ins Tor setzen konnte.
So endete ein wunderschöner Samstagmorgen Kick, den wir alle sehr genossen haben, zumal sich der eisige Wind und das Schneegestöber bald gelegt hatten und die Sonne unsere Kicks in voller Schönheit bewunderte.
Hier die Bildergalerie dazu
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